Fußarbeit auf Autopilot - im Dummytraining und Alltag

Dieser Artikel ist für dich wenn:
- du dir für dein Dummytraining eine saubere, ruhige Fußarbeit wünschst, ohne ständig an der Leine herumzuppeln zu müssen
- du eine zuverlässige Fußarbeit aufbauen willst, die auch unter Ablenkung abrufbar bleibt
- du ein strukturiertes System für die Fußarbeit suchst, das dir und deinem Hund Sicherheit gibt
Fußarbeit auf Autopilot - im Dummytraining und Alltag
Fußarbeit wird oft missverstanden. Sie gilt als streng, unnatürlich oder als etwas, das nur im Training oder im Hundesport eine Rolle spielt.
Tatsächlich geht es bei der Jagdfieber Fußarbeit nicht um Kontrolle, sondern um Orientierung.
Der Hund weiß, wo er hingehört.
Er muss nicht ständig entscheiden, reagieren oder interpretieren.
Die Jagdfieber Fußarbeit bedeutet nicht, dass der Hund dauerhaft „bei Fuß klebt“ und dich die ganze Zeit anstarren soll.
Sondern dass dein Hund in der korrekten Position locker neben dir läuft und dabei runterfahren kann.
Fußarbeit als Gamechanger in stressigen Situationen
Das Tolle an zuverlässiger Fußarbeit ist, dass du deinen Hund in stressigen Situationen einfach in den Autopilot holst, sodass er sich runterfahren kann und wieder entspannt. Wenn dann alles wieder normal läuft, gibst du ihn frei und er darf schnüffeln gehen.
Du denkst vielleicht: "Das klingt jetzt zwar erst mal super, aber wer hat schon Zeit für so viel extra Training?"
Überraschung, dass ist das Beste an dieser Technik: Du musst keine extra Trainingszeit dafür freischaufeln, sondern kannst die Jagdfieber Fußarbeit ganz einfach in deinen Spaziergang einbauen.
Was verändert sich durch eine Fußarbeit auf Autopilot statt ständiger Leinenzuppelei?
Wenn dein Hund die Fußarbeit beherrscht, verändert sich einiges und zwar zum Positiven:
Entspannung für dich
Wenn dein Hund gelernt hat, sich an dir zu orientieren, kannst du aufhören, alles in 200 Metern Umkreis zu scannen. Du bist nicht mehr in ständiger Alarmbereitschaft, sondern entspannt und diese Entspannung überträgt sich auf deinen Hund.
Sicherheit für deinen Hund
Gerade unsichere Hunde profitieren stark von Fußarbeit: Dein Hund weiß: "Hier bin ich sicher". Du führst und er kann sich entspannen, weil er weiß du regelst das.
Klare Grenzen statt Chaos
Hunde profitieren nicht von Diskussionen, sondern von Verlässlichkeit. Für sie ist es viel einfacher, wenn sie wissen, was sie dürfen und was nicht. Training à la „Heute laufen wir aber richtig“ und am nächsten Tag „Mach mal dein Ding du brauchst ja auch deine Freiheit.“ verunsichern deinen Hund.
Mit der Jagdfieber Fußarbeit schaffst du eine eindeutige Regel: Jetzt orientierst du dich an mir und wir gehen zusammen.
Ein einziges Signal statt endlosem Gerede
Du brauchst kein ständiges „Fuß! Hier! FUUSS! Nicht da! NEIN! Fuß jetzt!". Mit nur einem Signal z.B. "Fuß" am Anfang der Fußarbeit schaffst du ein System, das dein Hund begreift. So wird das Verhalten für dich und deinen Hund vorhersehbar, und dann läuft's – im wahrsten Sinne.
Der Mythos: Zuerst Leinenführigkeit, dann Fußarbeit trainieren
Viele denken, dass Leinenführigkeit alltagstauglich, easy und wirklich eines der absoluten Basics für Hunde ist, während Fußarbeit eigentlich eher die Streberdisziplin ist: für Hunde und Hundebesitzerinnen, die es besonders toll machen wollen, für die Sportlerinnen, Rassehunde und Perfektionistinnen. Sprich, dass Leinenführigkeit als erstes trainiert werden sollte, weil es viel einfacher ist als Fußarbeit.
Hier kommt die Überraschung: Es funktioniert genau andersherum. Fußarbeit auf Autopilot ist für deinen Hund viel leichter zu verstehen als klassische Leinenführigkeit.
Warum Leinenführigkeit so viel schwieriger ist
Leinenführigkeit klingt so herrlich simpel: "Mein Hund soll einfach nicht ziehen". Aber was erstmal einfach klingt, ist für deinen Hund – und auch für dich – viel schwieriger als du vielleicht denkst.
Das Giftköder-Beispiel: Wenn Hunde ortsbezogen lernen
Lass mich das kurz an einem Beispiel erklären: Denken wir mal ans Giftköder-Training. Im Endeffekt willst du ja "nur", dass dein Hund nichts vom Boden frisst. Logisch klingt das allerdings nur für dich. Für deinen Hund sieht die Sache ganz anders aus: "Oh, Dönerreste, darf ich das?", "Hmm, Döner ging nicht, aber hier liegt ein Stück Wurst, das geht sicher", "Hier liegt schon wieder was, lecker! Durfte ich die Sachen vorher nicht fressen, weil sie auf dem Bürgersteig lagen? Sind Sachen die auf dem Rasen liegen okay?"
Das bedeutet für dich: Ihr müsst ganz viele verschiedene Situationen trainieren, bevor dein Hund versteht, dass du mit "nicht fressen" wirklich "gar nichts fressen" meinst. Das liegt daran, dass Hunde ortsbezogen lernen. Sie beziehen Orte und Umstände immer mit in ihren Lernprozess ein.
Das Problem mit der Leinenführigkeit
Zurück zur Leinenführigkeit. Es dauert sehr viel länger, deinem Hund den Sinn von Leinenführigkeit (nicht ziehen) beizubringen, weil er erst alle anderen Faktoren ausschließen muss. Anstatt direkt zu verstehen, dass er korrigiert wird, weil er gerade zieht, gibt es ja – laut Hundehirn – auch tausend andere Möglichkeiten, warum er gerade korrigiert wurde:
"Weil da ein Vogel sitzt? Weil wir auf dem Hundeplatz sind? Ich gerade einen Keks bekommen habe? Wir gerade auf Asphalt laufen?" Die Liste ist endlos, und für deinen Hund ist es richtig schwierig zu verstehen, dass du eigentlich nur möchtest, dass er nicht zieht. Das heißt, dein Hund muss erst herausfinden, was du genau meinst und dazu muss er viele Try&Error Versuche machen, bis er auf die korrekte Lösung kommt. Das dauert manchmal Jahre.
Inkonsistente Signale verwirren deinen Hund
Dazu kommt, dass wir Menschen meist unterschiedlich korrigieren, je nach Gemütslage und Tagesform. Frag dich einfach am besten selbst: Wann zieht mein Hund eigentlich genau? Und schon siehst du: Da gibt es riesige Unterschiede! Heftiges ziehen mit Schmackes, mittleres ziehen immer an der Grenze, Impulsartiges ziehen und gleich wieder ablassen, stetiges leichtes ziehenn – die Liste ist ziemlich lang.
Als wäre das nicht schon kompliziert genug, kommt dazu, dass die Leinenführigkeit mit unterschiedlichen Längen der Leine erwartet wird.
So ist dein Hund ständig am Rätselraten: "Kann ich heute 2m oder 1m oder 1,50m weit weg sein?"
Kurz gesagt: Dein Hund muss ziemlich viel überlegen und interpretieren, da die Leinenführigkeit in den unterschiedlichsten Situationen unter den verschiedensten Bedingungen gefordert wird. Es ist also nicht so, dass er Leinenführigkeit doof findet, sondern viel eher der Fall, dass er gar nicht versteht, was du eigentlich von ihm möchtest.
Und dann gibt es zwei Typen von Hunden. Die, die immer weiter ausprobieren, bis sie verstanden haben, was du von ihnen willst und die anderen die einfach aufgeben und stumpf ziehen, egal was du am anderen Ende der Leine veranstaltest.
Warum die Jagdfieber Fußarbeit für deinen Hund leichter zu verstehen ist
Klare Definition statt Rätselraten
Fußarbeit nach der Jagdfieber Methode ist klar definiert. Dein Hund weiß ganz genau, wo er laufen soll. Nicht zu weit vorn, nicht zu weit hinten. Er erkennt sein Ritual zur Fußarbeit und weiß sofort: "Okay, jetzt geh ich ans Bein, jetzt wird Fußarbeit gemacht". Du gibst eine eindeutige Struktur vor – Startritual, Position und Endritual, sodass dein Hund den Rahmen klar versteht. Vorher und nachher darf er schnüffeln, aber jetzt wird erst mal am Bein gelaufen.
Dein Hund versteht: "Ich bleib jetzt hier, alles ist gut".
Der Hund muss nicht interpretieren. Er weiß, was jetzt gilt und was danach wieder erlaubt ist.
Diese Klarheit reduziert Stress und beschleunigt Lernprozesse deutlich.
Systematischer Aufbau mit sichtbaren Erfolgen
Dazu kommt, dass du die Fußarbeit nach der Jagdfieber Methode systematisch in kleinen Schritten aufbaust. Das heißt, dass auch kleine Fortschritte sichtbar sind.
Du unterscheidest nicht zwischen "keiner Fußarbeit" und "guter Fußarbeit", sondern kannst genau sehen, wie weit ihr schon seid. Dabei geht es nicht nur darum, wie viele Schritte du schon gehen kannst, sondern ob dein Hund die Position verstanden hat, an welcher Verleitung er schon vorbei kommt oder das er anfängt sich neben dir zu entspannen, statt aufzuräufeln.
Fun Fact: Freiwillige Fußarbeit
Weil diese Art des Trainings eine echte Verbindung zwischen Mensch und Hund schafft, kommen viele Hunde, die mit dem Jagdfieber System Fußarbeit gelernt haben, oft einfach so freiwillig und unaufgefordert in die Fußposition, um ein Stück mit ihrer Besitzerin zusammen zu laufen.

Was du für die Jagdfieber Fußarbeit brauchst
Für eine Fußarbeit auf Autopilot brauchst du nicht viel:
- Deinen Hund (Überraschung)
- Eine bestimmte Leine, die du nur für Fußarbeit verwendest und die deinem Hund signalisiert, dass die Fußarbeit jetzt losgeht (z.B. eine Moxon)
- Ein paar konzentrierte Minuten während deines Spaziergangs
- Ein durchdachtes Schritt-für-Schritt System, damit du nicht an alles gleichzeitig denken musst
Wie gesagt, diese Art von Training braucht kein spezielles Gelände, feste Trainingstermine oder eine besondere Ausrüstung. Sobald du dir eine spezielle Leine fürs Training ausgesucht hast, die du nur noch für dieses Training verwendest, kannst du loslegen.
Die Fünf-Schritte-Methode für Fußarbeit auf Autopilot
Jetzt zeige ich dir, wie du die Jagdfieber Fußarbeit Schritt für Schritt umsetzen kannst, sodass du und dein Hund in eurem eigenen Tempo lernen könnt.
Das Ziel ist: Fußarbeit auf Autopilot
Damit ihr entspannt miteinander geht, ganz egal, ob ihr beim Training Dummys um die Ohren geworfen bekommt, ein Kaninchen auf dem Spaziergang fange spielen möchte oder der beste Kumpel um die Ecke kommt, ob mit Leine oder ohne.
Basics für einen strukturierten Trainingsansatz
Vorab noch ein paar allgemeine Hinweise:
- Für die ersten drei Schritte benötigst du ein Start- und Endritual, da du erst ab Schritt 4 die Grundstellung in die Fußarbeit integrierst. Das heißt, dass deine Fußarbeit immer mit dem Startsignal beginnt, dann die Lernphase folgt, und schließlich das Endritual verwendet wird, um deinem Hund zu signalisieren, dass das Training abgeschlossen ist.
- Achte darauf, dass du die einzelnen Schritte nacheinander erfolgreich mit deinem Hund umsetzen kannst, bevor du zum nächsten Schritt übergehst. Dabei beginnst du mit einer sehr niedrigen Verleitung und steigerst diese bei jedem Schritt ein bisschen. Falls die Verleitung zu hoch ist, gehst du einfach noch einmal einen Schritt zurück. Wenn dein Hund bereit ist für mehr, gehst du einen Schritt weiter.
Schritt 1: Fuß-Position finden
Dein Hund lernt, sich selbstständig in die richtige Position zu bringen, sich also neben deinem Bein zu positionieren.
Ziel: Dein Hund geht 20 Schritte dicht an deinem Bein in gleichbleibender Position.
Hinweis: Du läufst dabei nicht pro Training nur 20 Schritte, sondern es geht hierbei nur um eine Zieldefinition, sodass du weißt, wann du in Schritt 2 übergehen kannst.

In diesem ersten Schritt geht es darum, dass dein Hund überhaupt versteht, wo seine Position ist. Du verwendest deine spezielle Fußarbeits-Leine (ich empfehle immer eine Moxon für die Dummyarbeit) und dein Startritual, um ihm zu signalisieren: Jetzt beginnt die Fußarbeit. Dann läufst du los und achtest darauf, dass dein Hund neben deinem Bein bleibt. Endziel sind 20 Schritte neben dir, die du Stück für Stück aufbauen kannst.
Der Schritt 1 ist der wichtigste Schritt im gesamten System. Hier legst du fest, wo dein Hund auch in Schritt 5 später laufen wird. Deswegen haben wir im Fußkurs Walk-with-Me viele Videoanleitungen und Analysen von Mensch-Hund-Teams eingebaut, damit du hier keine Fehler machst, die du später wieder ausbügeln musst. Oft wird z. B. beim Endritual der Fehler gemacht, stehen zu bleiben und zu füttern, was später zu einer schiefen Grundstellung führen kann.
Wenn du eine Abkürzung zur Fußarbeit auf Autopilot suchst, dann findest du sie hier -> klick
Schritt 2: „Fuß"-Signal etablieren
Jetzt, wo dein Hund weiß, was von ihm erwartet wird, bekommt das Ganze auch einen Namen: „Fuß!". Mit diesem klaren Wortsignal zeigst du deinem Hund eindeutig, was er tun soll. Wenn es funktioniert, bekommt er gezielt eine Belohnung, falls nicht, korrigierst du mit rückwärts gehen.
Ziel: Etwa 3 Minuten korrekte Fußarbeit
Jetzt verknüpfst du das Verhalten mit einem klaren Kommando. Dein Hund lernt, dass das Verhalten, was er in Schritt 1 gelernt hat mit dem Wort "Fuß" eingeleitet wird. Durch konsequente Belohnung bei richtigem Verhalten und eine Korrektur zum optimalen Zeitpunkt wird die Zeit der Fußarbeit auf 3 Minuten verlängert.
Bei diesem Schritt 2 ist der Knackpunkt oft die Korrektur. Nicht zu früh, nicht zu spät und auch in der richtigen Stärke, sodass dein Hund versteht, warum er korrigiert wurde, aber auch das er es bei der nächsten Verleitung nicht gleich wieder die Position verlässt.
Herauszufinden, wann die Korrektur nötig ist oder nicht, ist gar nicht so einfach. Im Fußkurs Walk-with-me findest du dazu Videoanalysen von echten Mensch-Hund-Teams mit allen möglichen Fehlern bei der Korrektur und meinen Lösungen. Im Modul 3 kannst du die sieben typischen Fehlerquellen finden und dein Training so viel effektiver gestalten und schneller Ergebnisse sehen.
Alles zum Fußkurs findest du hier -> klick
Auch in diesem Schritt 2 geht es nicht darum, dass du „nur“ 3 Minuten übst. Das Ziel ist, dass dein Hund 3 Minuten korrekt Fußlaufen kann, ohne das er korrigiert oder belohnt werden muss. Dann kannst du in Schritt 3 übergehen.
Schritt 3: Verleitungen steigern und frei-Bei-Fuß
Kinder, Fahrradfahrer oder andere Hunde – egal, wer oder was da noch so herumläuft, dein Hund bleibt an deiner Seite. Die Geduld und Struktur deines bisherigen Trainings zahlen sich aus, der Autopilot setzt ein: Dein Hund weiß, wo er hingehört, auch wenn es um ihn herum spannend wird. Jetzt kannst du auch mit den ersten Übungen zur freien Fußarbeit ohne Leine beginnen.
Ziel: 10 Minuten Fußarbeit mit Trubel.
Dieser Schritt ist besonders wichtig für die Fußarbeit im Dummytraining und die Alltagstauglichkeit. Du trainierst die Fußarbeit jetzt bewusst in Situationen, die für deinen Hund ablenkend sind. Beginne mit leichten Ablenkungen und steigere dich langsam. Wenn dein Hund hier sicher ist, kannst du beginnen, die Fußarbeit auch ohne Leine zu üben.
Der Übergang zwischen Fußarbeit mit Leine und ohne ist gar nicht so schwierig, wie er oft empfunden wird. Wenn du alle vorherigen Schritte beachtest, dann ist es sogar sehr einfach für deinen Hund zu verstehen.
Wichtig ist nur, dass du nicht direkt ohne Leine startest, sondern sie in die gute Fußarbeit einbaust, die dein Hund gerade zeigt. Das ist im Handling am Anfang etwas ungewohnt. Unsere Teilnehmer im Fußkurs Walk-with-me haben da den Vorteil, dass ich ihnen anhand von Videos ganz genau zeige, wie und auch wann sie die Leine abnehmen können, sodass ihr Hund eben nicht sofort losrennt, sobald die Leine ab ist.
Unterstützung bei der Umsetzung zu deiner Fußarbeit auf Autopilot findest du hier -> klick
Bis zu diesem Schritt 3 solltest du noch mit dem Startritual starten und erst im nächsten Schritt die Grundstellung dazu nehmen.
Schritt 4: Grundstellung integrieren
Wenn du die ersten drei Schritte erfolgreich durchlaufen hast, habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für dich.
Die gute Nachricht: Ihr seid auf dem allerbesten Weg zum Autopilot! Die schlechte? Ihr seid noch nicht fertig, denn jetzt wird es erst richtig spannend.
Anstelle der Start- und Endrituale führst du nun erstmals die Grundstellung ein und verknüpfst sie mit deiner Fußarbeit. Du beginnst und beendest die Übung in der Grundstellung und gibst deinen Hund anschließend frei.

Wichtig: Damit das funktioniert, sollte dein Hund die Grundstellung bereits beherrschen, das heißt, du solltest sie schon ohne die Fußarbeit sicher aufgebaut haben.
Die Grundstellung wird zum neuen Start- und Endritual für deinen Hund, sodass du im Dummytraining korrekt starten kannst.
Damit deine Fußarbeit durch die Grundstellung nicht torpediert wird, ist es wichtig, dass du sie vorher nicht nur zu Hause im Flur, sondern auch außerhalb und mit hoher Ablenkung trainiert hast. Wähle einen korrekten Belohnungspunkt, sodass dein Hund gerade sitzt. Wenn du im Fußkurs Walk-with-me bist, dann schau im Modul 5 nochmal die Lektion 3 - Fehlerquellen beim Aufbau der Grundstellung an, damit du die Grundstellung richtig aufbaust.
Es kann auch vorkommen, dass dein Hund am Anfang nicht versteht, dass die Grundstellung jetzt das neue Startritual ist. So ist es Nora aus dem Fußkurs Walk-with-me ergangen. Ihr Pluspunkt? Sie konnte in der Fragerunde dieses Problem direkt mit mir besprechen und wir haben gemeinsam eine passgenaue Lösung für ihren Hund gefunden.
In Schritt 4 solltest du nicht nur die Grundstellung einbauen, sondern auch nochmal eine Schippe drauflegen, was die Verleitung angeht. Den danach geht es in Schritt 5 an den Endgegner.
Schritt 5: Jetzt kommen die Endgegner
Jetzt geht's an eure Endgegner in der Fußarbeit: Wasser, spielende Hunde, fliegende Dummys, Helfer, Schüsse, rennendes Wild – was auch immer deinen Hund am Anfang eurer Fuß-Reise aus den Socken gehauen hat, wird jetzt angegangen. Dazu trainierst du die Fußarbeit immer häufiger ohne Leine und kannst sie jetzt auch schon als Entspannungssignal nutzen, wenn du in eine brenzlige Situation kommst.
Wichtig: Dieser letzte Schritt begleitet euch ein Leben lang! Du integrierst die Fußarbeit in deinen Alltag und deine täglichen Spaziergänge. Aus Übung wird Gewohnheit. Dein Hund bleibt ganz automatisch bei dir, egal welche Verleitung auf ihn zukommt.
Dieser letzte Schritt könnte auch „dranbleiben“ heißen. Den Hunde sind wie wir Lebewesen und wenn wir etwas nicht üben, dann vergessen wir es. Also auch wenn dein Hund die Fußarbeit jetzt auf Autopilot beherrscht, musst du weiter dranbleiben, ansonsten verschwindet sie wieder.
Zur Motivation kann eine Challenge hilfreich sein, die dich darin unterstützt jeden Tag ein paar Minuten zu üben. Im Fußkurs Walk-with-me haben wir genau aus diesem Grund eine interne Challenge laufen, in die du jederzeit einsteigen kannst. Die gesamte Gruppe läuft zusammen zu einem Ziel. Die letzte Challenge ging virtuell von Berlin nach Amsterdam und jetzt laufen alle gerade in Australien von Sydney nach Brisbane.

Du kannst gerne mit dazu kommen - hier findest du alle Infos zum Fußkurs -> klick
Und falls du nicht mit uns zusammen deine Fußarbeit auf Autopilot bringen möchtest, dann überleg dir doch selber mal ein Ziel was du gerne erlaufen würdest und schreib dir jeden Tag auf, wieviele Minuten du schon geschafft hast.
Aber ein Tipp: Mit anderen gleichzeitig zu einem gemeinsamen Ziel zulaufen, macht es viel mehr Spaß. 🙂
Warum die Jagdfieber Methode wirklich funktioniert
Die Jagdfieber Fünf-Schritte-Methode für Fußarbeit auf Autopilot funktioniert aus mehreren Gründen besonders gut:
Training mit Struktur statt planlosem Drauf-Los-Trainieren
Du weißt immer genau, wo du stehst und was der nächste Schritt ist. Kein Rätselraten, keine Überforderung – nur klarer Fortschritt.
Immer die gleichen Abläufe
Signal, Position, Ritual = das bringt Klarheit für Mensch und Hund. Kein schwammiges, wir trainieren ein bisschen, sondern klare Kommunikation, was wann dran ist. Dein Hund kann sich auf diese Konstanz verlassen und lernt dadurch schneller und nachhaltiger.
Eindeutige Signale für deinen Hund
Dein Hund weiß genau, wo er sein soll und wie lange – im Gegensatz zur klassischen Leinenführigkeit, wo er eher mit Rätselraten beschäftigt ist.

Messbare Erfolge motivieren
"Hey, mein Hund schafft 20 Schritte" ist ein messbarer Erfolg und viel klarer als zu sagen "Grundsätzlich kann er Fußarbeit". Ganz viele kleine Erfolge zwischendrin motivieren dich und deinen Hund.
Noch einmal kurz zusammengefasst: So funktioniert Fußarbeit auf Autopilot
Starte und Ende mit einem Ritual. Durchlaufe eine Stufe nach der anderen – von fast schon langweiliger Null-Ablenkung bis hin zur Chaos-Umgebung, in der es an Ablenkung nicht mangelt. Geht's schief? Kein Problem, einfach wieder weniger Ablenkung und zurück zum vorherigen Schritt. Geht's super? Perfekt, dann bekommt dein Hund jetzt noch mehr Reize und Verleitungen – du kennst das Spiel.
Herzlichen Glückwunsch, dein Hund kann den Autopilot!
Tipp zum Schluss: Bleib dran, geh es Schritt für Schritt an und genieße eurer gemeinsames Training und den viel entspannteren Alltag. Also, auf die Pfoten, fertig, los!
Hier findest du alle Informationen zum Fußkurs "Walk with me" -> klick
Vom Hibbel zum souveränen Dummyhund
Komm ins 0€ Training und schnapp dir im Vorbeigehen alle Ideen für eine gelassene Fußarbeit.

