P194: Korrektur ist eine Hilfe, nutze sie im Dummytraining

September 11, 2025


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Korrektur ist ein Thema, das oft missverstanden wird. Du erfährst in dieser Podcastepisode:

  • Warum du deinem Hund mit Korrektur das Leben erleichterst
  • Wann du nicht korrigieren solltest
  • Und wie du fair und klar bleibst – auch wenn’s mal frustrierend wird

Auf Wunder hoffen anstatt zu korrigieren

Letztens ist mir selbst etwas passiert, was ich wirklich jedem Mitglied im Fußkurs immer und immer wieder predige, nicht zu machen... 🙈

Ich bin mit Yuko Fuß gelaufen.
Ich hab gesehen, dass er zu weit vorn ist – aber ich hab gehofft, dass er es noch merkt und ich nicht korrigieren muss.

Spoiler: Hat er nicht.

Ich habe mich selbst beschummelt – und Yuko das Training schwerer gemacht.
Ich hab's aber mitten im Training gemerkt.

Und beim nächsten Mal war klar: Ich gebe ihm wieder klare Leitlinien, statt auf Wunder zu hoffen.

Die wichtigste Regel bei der Korrektur

Dein Hund muss erst verstehen, was du von ihm willst, bevor du ihn korrigierst.

  • Korrektur ist nur fair, wenn dein Hund bewusst eine falsche Entscheidung trifft – also wenn er die Übung kennt.
  • Vorherige Klarheit ist Pflicht.

Hier ein paar Beispiele:

  • Fußarbeit: Erst lernt dein Hund die Position. Dann kannst du korrigieren, wenn er sie absichtlich verlässt.
  • Voran: Erst baust du Vertrauen auf. Dann korrigierst du, wenn er bewusst schief läuft.
  • Abgabe: Erst bringt er verlässlich. Dann kannst du sauber korrigieren, wenn er das Dummy knauscht oder Kurven zu dir läuft.

🧭 Dein Mindset entscheidet – nicht deine Laune

Keine Stimmungskorrekturen.
Heute streng, morgen locker? Damit verwirrst du deinen Hund.

Setze klare Grenzen – für dich und deinen Hund.

Konkret heißt das:

  • Fußarbeit: Wo genau soll dein Hund laufen?
  • Kleine Suche: Wo genau soll er suchen – nicht einfach „nicht zu weit“.
  • Voran: Definiere dein Lining, damit du klar korrigieren kannst.

✅ Was bringt eine gute Korrektur?

  1. Dein Hund lernt schneller und führt die Signale zuverlässiger aus, weil:
  2. Der Hund lernt, was richtig ist
  3. Und eauch, was nicht geht
    → So kann er sich sicher innerhalb klarer Regeln bewegen.

Beispiele hierzu:

  • Fußarbeit: Korrigieren, wenn er im Begriff ist rauszugehen.
  • Voran: Korrigieren, wenn er sich vom Line abwendet.

Korrektur muss unangenehm – aber fair sein

Eine Korrektur, die deinen Hund nicht juckt, ist keine Korrektur.

Korrektur bedeutet: Das Schöne entziehen, nicht Schmerz zufügen.

Frage dich: Was will dein Hund gerade tun? Beim Thema Fußarbeit wäre das zum Beispiel: Zum Baum? Zum anderen Hund? Schnüffeln? Beim Sitzpfiff: Einfach weiterrennen?

Dann setze eine passende Korrektur, zum Beispiel:

  • Fußarbeit: Rückwärtsgehen
  • Sitzpfiff: Hingehen und konsequent sitzen lassen – egal wo

🚫 Wann du NICHT korrigieren solltest:

  • Fußarbeit: Wenn dein Hund Angst hat
  • Voran: Bei Unsicherheit (z. B. ungewohntes Gelände)
  • Markierung: Während aktiver, aber noch orientierungsloser Suche

✅ Fazit

  1. Dein Mindset ist entscheidend.
    Bleib fair, bleib klar – und bleib bei dir.
  2. Mach’s deinem Hund leicht.
    Klare Regeln + klare Grenzen = freies, sicheres Arbeiten.
  3. Korrektur ist Hilfe – keine Strafe.
    Sie ist unangenehm, aber sie schützt deinen Hund vor Frust, Verwirrung – und falschen Mustern.

Links, die in dieser Episode erwähnt wurden:


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Susanne

Gründerin der Hundeschule Jagdfieber

Seit über 10 Jahren bringe ich in der Hundeschule Jagdfieber Mensch-Hund-Teams das Dummytraining bei. 


Ich habe mich voll und ganz auf das Dummytraining spezialisiert und unterrichte es hauptsächlich online in meinen Kursen und dem Mitgliederbereich "Team Jagdfieber".


In meiner kostenlosen Trainingsgruppe Jagdfieber schicke ich dir jeden Freitag eine Mail mit Infos zum Podcast oder mit einer extra Trainingsaufgabe für dich zu Hause.


Es ist so ein toller Sport und möchte dich dabei begleiten, ihn zu verstehen und zu genießen.

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