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Weitere Informationen 'Fehler auf Working Tests: Was Du daraus lernen kannst
Workingtests (WTs) sind eine echte Herausforderung im Dummytraining – für Dich und Deinen Hund. Umso hilfreicher ist es, aus Fehlern zu lernen – am besten nicht nur aus Deinen eigenen. In dieser Podcastepisode wurden viele ehrliche Erfahrungen geteilt. Hier findest Du eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Learnings, die Du direkt für Dein Training mitnehmen kannst.
Für alle, die den Begriff Workingtest noch nicht kennen: Ein Workingtest ist ein sportlicher Wettkampf im Dummytraining. Dabei werden jagdnahe Aufgaben mit Dummys geprüft – etwa Markierungen, Blinds oder Suchen. Bewertet wird nicht nur das Apportieren, sondern auch Teamarbeit, Gehorsam und Stil des Hundes.
Hier erfährst du noch mehr zum Thema Prüfungen in der Dummyarbeit: P134: DRC Dummyprüfung und Workingtest – ein Interview mit DRC Richterin Annette Präkelt
1. Bleib bis zum Schluss konzentriert
Viele Fehler passieren, wenn die eigentliche Aufgabe schon als „abgehakt“ empfunden wird – obwohl sie es noch gar nicht ist. Sobald Du innerlich abschaltest oder Dich zu früh freust, passieren Patzer: Der Hund begrüßt plötzlich den Richter oder läuft aus der Fußposition. Merk Dir: Die Aufgabe ist erst dann vorbei, wenn Dein Hund wieder angeleint ist.
2. Rituale sind Deine Sicherheit
Gerade in stressigen Momenten geben feste Abläufe Halt – für Dich und Deinen Hund. Wer feste Rituale bei der Dummy-Abgabe hat, senkt das Risiko, dass der Hund vorprescht oder hektisch wird. Ein routiniertes "Aufgabe verstehen, Grundstellung einnehmen, Atmen & Losschicken" kann Dir wichtige Punkte retten.
3. Fußarbeit muss sitzen – ohne Nachdenken
Ein immer wiederkehrendes Thema: Fußarbeit. Sie muss im Autopilot funktionieren – besonders bei Aufgaben mit viel Bewegung, während der Richter erklärt oder unterwegs Markierungen fallen. Wenn Dein Hund nicht zuverlässig „bei Fuß“ bleibt, wird’s schnell kritisch.
4. Schicke Deinen Hund nur, wenn er hinschaut
Ob Markierung oder Voran: Schicke Deinen Hund nur dann, wenn er auch wirklich weiß, wohin es gehen soll. Wenn er z. B. noch auf den Helfer schaut, wird er die Fallstelle nicht korrekt abrufen können. Lieber einmal mit der Hand helfen, als den Dummy nicht zu finden.
5. Hilfe ist erlaubt – wenn sie nötig ist
Ein häufiger Denkfehler: „Bei einer Markierung darf ich nicht helfen.“ Doch manchmal braucht Dein Hund genau das – eine kleine Unterstützung, damit er erfolgreich arbeiten kann. Das Ziel ist immer, den Hund gut zu führen – und nicht blind Regeln zu befolgen.
6. Wind, Gelände und Plan B nicht vergessen
Ein häufig übersehener Punkt: die äußeren Bedingungen. Wer den Wind ignoriert oder das Gelände falsch einschätzt, bringt den Hund in schwierige Situationen. Genauso wichtig: Immer einen Plan B haben – vor allem, wenn Dein Hund anfängt zu zweifeln oder fragt.
7. Höre ganz genau zu
Manchmal liegt der Fehler schon im Zuhören: Wenn Du die Aufgabenstellung nicht richtig verstehst – sei es durch Aufregung oder Unkonzentriertheit – kann das wertvolle Punkte kosten. Also: Nimm Dir bewusst Zeit, die Ansage des Richters zu verinnerlichen. Wenn du etwas nicht verstehst, dann frag nach.
8. Reagiere rechtzeitig – nicht zu spät
Das berühmte Prinzip Hoffnung („vielleicht klappt’s ja doch noch“) hat schon viele Punkte gekostet. Gerade in der F-Klasse ist schnelles Reagieren gefragt. Wenn Dein Hund in die falsche Richtung läuft: sofort pfeifen! Warten führt oft zu Nullrunden.
9. Fehler bei der Anmeldung: Zu früh oder zu spät
Auch der Zeitpunkt, an dem Du Deinen Hund für einen WT meldest, kann entscheidend sein. Zu früh bedeutet: Der Hund ist noch nicht bereit. Zu spät: Du wartest ewig auf „perfekte Bedingungen“, die es nie gibt. Finde einen Mittelweg – ca. 80 % Sicherheit ist ein guter Richtwert. Aber: Bei Problemen wie Lautgeben oder Nichtabgeben lieber mehr Zeit lassen.
10. Abwechslung beim Schicken beugt Automatismen vor
Wenn Du bei jedem Start das gleiche Ritual verwendest (z. B. Startnummer = Freigabe), lernt Dein Hund schnell, selbstständig loszulegen – manchmal zu früh. Wechsle Deine Kommandos und Abläufe bewusst, damit Dein Hund nicht „automatisiert losspringt“.
Fazit: Fehler sind Lernchancen
Jeder dieser Fehler zeigt: Niemand ist perfekt – und das ist auch gut so. Entscheidend ist, dass Du reflektierst, was passiert ist, und daraus lernst. So wirst Du von WT zu WT sicherer – und Dein Hund auch.




