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Wie du Distanzen im Dummytraining wirklich aufbaust und warum Meter allein kaum etwas aussagen
Wenn wir über Distanz im Dummytraining sprechen, denken viele zuerst an Zahlen: 10 Meter, 40 Meter, 100 Meter.
Aber die Wahrheit ist: Eine Zahl ist nur dann eine Zahl, solange du nicht das Gelände berücksichtigst.
Und genau da beginnt das eigentliche Training.
In dieser Podcast Episode zeige ich dir, warum Entfernungen im Dummytraining niemals absolut sind, wie du sie sinnvoll aufbaust und warum Vertrauen allein nicht reicht, damit dein Hund wirklich weiter läuft.
Warum Entfernungen im Dummytraining immer relativ sind
Entfernung ist nicht Entfernung.
Zumindest nicht für deinen Hund.
Denn je nach Gelände fühlt sich dieselbe Meterzahl völlig anders an.
Wiese – der unterschätzte Klassiker
Hier unterrschätzen wir die Entfernung häufig.
Man denkt schnell: „Ach, das sind doch nur 20 Meter.“
Und plötzlich zeigt die App später: Es waren 40 oder 50.
Auf der Wiese wirken Distanzen optisch kürzer, was häufig dazu führt, dass man die Entfernung zu schnell zu weit wählt.
Wald – hier überschätzt man gern
Im Wald passiert das Gegenteil:
Man glaubt, man hätte in der Aufgabe 30m Entfernung aufgebaut, aber oft sind es nur 10–15 Meter.
Die optische Enge und die Bäume sorgen dafür, dass Distanzen größer wirken als sie sind.
Unwegsames Gelände – korrekt schätzen, aber Schwierigkeit unterschätzen
Hier passiert ein spannender Effekt:
Die Entfernung wird meist korrekt eingeschätzt, aber die Schwierigkeit wird massiv unterschätzt.
Warum?
Weil jeder kleine Stein, jeder Grasbüschel, jeder Ast dafür sorgt, dass der Hund mehr denken muss.
Und je mehr Zeit er zum Denken hat, desto größer die Chance, dass er:
– bremst
– sucht
– fragt
– oder sogar abbricht
Deswegen ist „20 Meter“ nicht automatisch dieselbe Trainingsanforderung – die Umgebung entscheidet mit.
Warum wir im Team Jagdfieber keine festen Zwischendistanzen angeben
Im Team Jagdfieber gibt es pro Stufe Start- und Enddistanzen, die zum Abschluss einer Trainingsaufgabe erreicht werden sollen.
Aber wie du dorthin kommst, ist flexibel.
Denn jede Aufgabe muss an dein Gelände angepasst werden und an deinen Hund.
Um sicherzugehen, dass jedes Team die Stufe wirklich verstanden hat, gibt es am Ende jeder Stufe ein Bingo Board.
Darin werden Aufgaben in allen drei Geländearten überprüft:
– Wiese
– Wald
– unwegsam
So stellst du sicher, dass dein Hund nicht nur „im Lieblingsgelände“ die Aufgabe verstanden hat, sondern überall.
So baust du Distanz wirklich auf: sichtbar, klar, fair
Wenn du möchtest, dass dein Hund größere Entfernungen sicher läuft, dann gibt es einen goldenen Grundsatz:
Distanz übt man nicht mit Blinds.
Blind-Aufgaben brauchen Vertrauen.
Aber Distanz braucht Sicherheit und Sichtbarkeit.
Du trainierst Distanz am besten mit:
– sichtigen Punkten
– gut erkennbaren Zielen
– klaren Linien
– Aufgaben, die der Hund „ohne Nachdenken“ absolvieren kann
Dein Hund muss laufen lernen.
Nicht suchen, nicht zweifeln, nicht interpretieren – laufen.
Distanz ist auch eine Frage des Selbstbewusstseins
Jetzt wird’s spannend:
Du kannst die beste Technik haben, wenn dein Hund nicht an sich glaubt, wird er nicht gehen.
Viele Teams denken:
„Dann müssen wir einfach mehr Voran üben.“
Aber Distanz entsteht nicht nur im Voran.
Sie entsteht überall dort, wo dein Hund Selbstvertrauen tankt.
Unsichere oder „Denker“-Hunde brauchen mehr Aufgaben im Feld Unabhängigkeit
Im Team Jagdfieber arbeiten wir mit vier Feldern für ein erfolgreiches Dummytraining.
Eines davon ist das Feld „Unabhängigkeit“, welches das Selbstbewusstsein deines Hundes stärkt und das hilft enorm bei großen Distanzen.
Die besten Übungen dafür sind:
– die große Suche
– Markierungen
– eigenständiges Ausarbeiten
– Aufgaben, bei denen dein Hund Entscheidungen trifft
Denn wer regelmäßig Erfolg durch eigene Entscheidungen erlebt, traut sich später auch mehr im Voran.
Warum wir nur Mindestdistanzen geben – und du den Rest entscheidest
In den Trainingsaufgaben im Team Jagdfieber geben wir vor:
– Startdistanz
– Zieldistanz
Alles dazwischen bestimmst du als Hundeführer.
Denn nur du kannst live einschätzen, was heute geht.
Damit dir das leichter fällt, helfen dir diese Fragen:
1. Wie gut kann dein Hund das Ziel sehen?
Sichtbar oder halb versteckt?
Gegenlicht? Schatten? Hoher Bewuchs?
2. Wie eindeutig ist das Ziel?
Weißer Stab?
Einzelner Busch?
Oder „der eine Baum unter 20 gleichen Bäumen“?
3. Gibt es Leitlinien?
– Weg
– Ackerfurche
– Zaunlinie
– Geländeübergang
Gerade Übergänge sind leichter, schräge schwerer.
4. Was hat dein Hund schon zuverlässig geleistet?
Welche Distanzen kannst du als „abgehakt“ betrachten?
Welche Elemente sitzen in welcher Entfernung?
Und ganz wichtig:
Nur weil etwas früher ging, heißt das nicht, dass es heute geht.
Basics regelmäßig nachtesten!
5. Wie ist dein Hund heute drauf?
– vorsichtig
– unsicher
– übermotiviert
– stürmisch
Das entscheidet mit, welche Distanz fair ist.
🌟Geheim-Tipp zum Distanzen aufbauen: Nutze eine App
Mit einer einfachen Distanz-App kannst du nicht nur deine Aufgaben planen,
du schulst gleichzeitig dein Auge.
Ein paar Wochen damit, und du triffst Entfernungen viel genauer.
Fazit
– Entfernungen sind immer relativ, das Gelände entscheidet.
– Distanz baut man mit sichtigen Übungen auf, nicht mit Blinds.
– Selbstbewusstsein ist ein zentraler Faktor und entsteht nicht nur im Voran.
Du kannst auch ein kleines Quiz daraus machen:
„Wie weit ist dieser Baum wirklich entfernt?“
Dann mit der App messen – garantiert ein Aha-Moment.
Und wenn du im Team Jagdfieber bist, weißt du ja:
Die nächste Aufgabe wartet schon.
Viel Spaß beim Training!




