P222: Diese 4 Dinge solltest du trainieren, bevor du eine Dummyprüfung meldest

März 26, 2026


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Prüfungsnah trainieren, damit dein Hund auch im Ernstfall abliefert

In dieser Podcastepisode geht es darum, wie du dein Dummytraining so gestaltest, dass es nicht nur im Training funktioniert, sondern auch dann, wenn es wirklich zählt. Also in der Prüfung. Vielleicht kennst du das. Zu Hause kann dein Hund alles. Auf dem Trainingsgelände läuft es rund. Und sobald eine neue Umgebung, fremde Menschen oder echte Prüfungsatmosphäre dazukommen, ist plötzlich alles weg. Genau hier setzt prüfungsnahes Training an.

Es geht nicht darum, noch schwierigere Aufgaben zu bauen. Es geht darum, die Situation zu trainieren.

1 - Frust ist dein größter Hebel im Training

Frust ist einer der wichtigsten Bausteine, wenn es um Prüfungsvorbereitung geht. Und gleichzeitig etwas, das im Training oft zu wenig Platz bekommt. Viele sagen, im Training ist Frust kein Problem, da klappt ja alles. Genau das ist der Punkt. In der Prüfung ist dein Hund nicht in seiner gewohnten Umgebung. Er ist aufgeregt, muss warten, darf nicht arbeiten und verliert im schlimmsten Fall die Fassung.

Frust kickt die meisten Teams aus der Prüfung. Nicht die Aufgabe. Nicht das Gelände. Sondern die Situation drumherum.

Deshalb ist es so wichtig, Frust gezielt ins Training einzubauen. Werde kreativ und überlege dir, was deinen Hund wirklich aufregt. Du kannst Treiben simulieren, indem du Luftballons einsetzt. Du kannst Fußarbeit am Teich machen, während spielende Kinder oder Hunde in der Nähe sind. Du kannst Steine ins Wasser werfen, während dein Hund sitzen bleiben muss.

Eine besonders effektive Übung ist, in voller Dummy-Montur in den Stadtpark zu gehen oder an Orte, an denen viele Hunde unterwegs sind. Dort setzt du dich hin und dein Hund sitzt. Zehn Minuten lang. Ohne Aufgabe. Ohne Action.

2 - Lenke dich selbst ab und bleib trotzdem ansprechbar

Ein weiterer wichtiger Punkt ist deine eigene Ablenkung. Dein Hund muss lernen, Signale auch dann zu halten, wenn du scheinbar nicht voll bei der Sache bist. Tippe am Handy herum. Telefoniere. Schau bewusst weg. Dein Hund soll trotzdem im Sitz, Fuß oder Platz bleiben.

Dabei geht es nicht darum, wirklich unaufmerksam zu sein. Du musst jederzeit reagieren können. Aber dein Hund soll merken, abschalten geht nicht. Auch das ist Prüfungsrealität.

Aufregung betrifft nicht nur den Hund

Aufregung ist kein reines Hundethema. Sie betrifft euch als Team. Deine Nervosität überträgt sich auf deinen Hund, oft ohne dass du es merkst. Wenn dich das Thema interessiert, hör dir unbedingt die vorherige Podcastepisode zum Lampenfieber an. Dort geht es genau darum, wie deine eigene Aufregung entsteht und was sie mit deinem Hund macht.

3 - Andere Orte schaffen andere Hunde

Aufregung entsteht häufig durch neue Umgebungen. Wenn du immer auf denselben Flächen trainierst, fehlt deinem Hund die Erfahrung mit Veränderung. Prüfungsnahes Training heißt deshalb auch, den Ort des Trainings zu wechseln.

Fahr bewusst woanders hin. Steh früh auf. Schneide Würstchen. Pack das Auto. Fahr eine längere Strecke. All diese Dinge sind Signale für deinen Hund, heute ist etwas anders. Genau das willst du nutzen.

Wenn dein Hund soweit ist, kannst du auch Prüfungen besuchen, ohne selbst teilzunehmen. Wichtig ist, vorher die Prüfungsleitung zu fragen, ob das in Ordnung ist. Störe den Ablauf nicht. Lass deinen Hund angeleint. Es geht nicht darum, zuzuschauen. Es geht darum, deinem Hund die Atmosphäre zu zeigen.

Beobachte ihn genau. Wenn er entspannt ist, kannst du bleiben. Wenn du merkst, die Aufregung wird zu groß, geh wieder. Fahr weg, entspann euch, komm eventuell später noch einmal zurück.

4 - Prüfungsrituale bewusst trainieren

Prüfungsrituale sind Dinge, die zur Prüfung dazugehören, aber nichts mit der eigentlichen Aufgabe zu tun haben. Zum Beispiel steht jemand hinter dir, wenn du deinen Hund schickst. Oder jemand läuft langsam hinter euch her. Menschen reden laut. Zuschauer bewegen sich. All das ist für die Aufgabe irrelevant, aber für den Hund extrem präsent.

Baue solche Situationen gezielt ins Training ein. Lass dich ansprechen, während dein Hund am Bein wartet. Lass jemanden hinter dir stehen. Lass Menschen laut reden. Je öfter dein Hund das kennt, desto weniger stört es ihn später.

Auch deine eigene Ablenkung spielt hier wieder eine Rolle. Rechne im Kopf eine Matheaufgabe. Überlege dir Hauptstädte oder Länder. In der Prüfung gehen dir ohnehin die seltsamsten Dinge durch den Kopf. Training unter mentaler Ablenkung hilft enorm.

Am Ende brauchst du vor allem eins: Mut

So gut du auch trainierst, es wird etwas schiefgehen. Dein Hund wird nicht perfekt sein. Du wirst nicht perfekt sein. Und das ist völlig in Ordnung. Du wirst eine steile Lernkurve haben. Du wirst erleben, wie ihr als Team auf neue, intensive Situationen reagiert. Das schweißt zusammen.

Versuche, Prüfungen als Abfragen zu sehen, nicht als Bewertung deiner Fähigkeiten. Du bist nicht in der Schule. Eine Prüfung entscheidet nicht über deinen Wert als Mensch oder Hundehalterin. Alles ist Work in Progress.

Wir haben uns alle schon einmal blamiert. Auf dem Hundeplatz, in der Schule oder im Alltag. Das gehört dazu.

Links, die in dieser Episode erwähnt wurden:


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Susanne

Gründerin der Hundeschule Jagdfieber

Seit über 10 Jahren bringe ich in der Hundeschule Jagdfieber Mensch-Hund-Teams das Dummytraining bei. 


Ich habe mich voll und ganz auf das Dummytraining spezialisiert und unterrichte es hauptsächlich online in meinen Kursen und dem Mitgliederbereich "Team Jagdfieber".


In meiner kostenlosen Trainingsgruppe Jagdfieber schicke ich dir jeden Freitag eine Mail mit Infos zum Podcast oder mit einer extra Trainingsaufgabe für dich zu Hause.


Es ist so ein toller Sport und möchte dich dabei begleiten, ihn zu verstehen und zu genießen.

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