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Weitere Informationen 'Aufgeben ist keine Option – warum dein Hund im Dummytraining durchhalten muss
Vielleicht kennst du die Situation, dein Hund sucht, findet nicht und kommt dann zurück zu dir in die Grundstellung oder er bleibt vor dir sitzen. Und dein erster Impuls ist, ihn einfach noch mal zu schicken.
Genau hier beginnt das eigentliche Problem.
Warum dein Hund im Training aufgibt
Aufgeben hat in den seltensten Fällen etwas mit Unlust zu tun. Viel häufiger steckt Unsicherheit dahinter.
Dein Hund weiß nicht genau, was er tun soll, ist verwirrt oder hat das Gefühl, die Aufgabe nicht lösen zu können. Also sucht er Sicherheit bei dir und kommt zurück.
Gerade sensible Hunde sind davon besonders betroffen, weil sie nichts falsch machen wollen. Sie entscheiden sich dann lieber dafür, gar nichts zu tun, statt etwas falsch zu machen.
Und wenn sie für dieses Verhalten auch noch indirekt bestätigt werden (durch dein erneutes Schicken), entsteht ein Muster.
Der Denkfehler im Training
Das erneute Schicken wirkt logisch, ist aber problematisch, da Hunde in Ketten lernen. Er verknüpft, ich kann zurückkommen, ich bekomme Hilfe und ich muss die Aufgabe nicht selbst lösen.
Damit wird Aufgeben zu einer echten Strategie im Training.
Was stattdessen passieren sollte
Wenn dein Hund aufgibt, ist die Aufgabe in diesem Moment durch.
Das klingt hart, bringt aber unglaublich viel Klarheit in dein Training. Du musst nichts mehr retten, sondern kannst dich darauf konzentrieren, keinen zusätzlichen Fehler einzubauen.
Hier kommt Management ins Spiel.
Das bedeutet, du lässt deinen Hund gar nicht erst in die Grundstellung kommen, sondern bleibst in Bewegung und gehst aktiv ins Gelände, wenn dein Hund anfängt unsicher zu werden.
Dein Hund bekommt keine neue Chance im Sinne von noch mal schicken, sondern eine Unterstützung. Ihr löst die Situation gemeinsam, bis er ein Dummy findet.
So lernt dein Hund, aufgeben bringt mich nicht ans Ziel, weitermachen schon.
Vertrauen und Selbstbewusstsein gezielt aufbauen
Damit dein Hund langfristig nicht mehr aufgibt, brauchst du zwei Dinge: Vertrauen und Selbstbewusstsein.
Vertrauen bedeutet, dein Hund glaubt dir, dass dort ein Dummy liegt.
Selbstbewusstsein bedeutet, er traut sich, loszugehen und dranzubleiben, auch wenn es schwierig wird.
Das erreichst du durch klare Aufgaben, kleine Trainingsschritte und ein sauberes Training ohne unnötige Verwirrung.
Wenn du deinen Hund schickst und er macht es richtig, dann muss dort auch etwas sein.
Was du unbedingt vermeiden solltest
Gerade bei unsicheren Hunden sind komplizierte Übungen mit vielen Richtungswechseln oder häufigem Stoppen problematisch.
Wenn dein Hund losläuft und plötzlich korrigiert wird, obwohl er eigentlich alles richtig gemacht hat, verliert er Vertrauen in dich und in sich selbst.
Das verstärkt genau das Verhalten, das du eigentlich vermeiden willst.
Fazit
Aufgeben ist kein Charakterproblem, sondern ein Trainingsproblem.
Du kannst es verändern, indem du deinem Hund klare Aufgaben gibst, ihn im richtigen Moment unterstützt und dafür sorgst, dass er Erfolg hat.
Dein Hund will mit dir arbeiten und er will es richtig machen.
Er braucht nur die Sicherheit, dass sich Dranbleiben für ihn lohnt.




