P232: Dummytraining – Auslastung für Jagdhunde auch ohne Jagdschein – mit Sara Spelsberg

Juni 4, 2026


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Warum Dummytraining für deinen Jagdhund mehr ist als Apportieren

Für viele klingt Dummytraining nach „Apportieren im Gelände". Das greift zu kurz. Für Jagdhunde ist es oft genau die Arbeit, die sie wirklich brauchen, auch wenn sie nie jagdlich geführt werden.

In dieser Podcastepisode spreche ich mit Sara Spelsberg darüber, warum Jagdhunde anders ticken, was das für dein Training bedeutet und wie du Dummytraining sinnvoll einsetzt.

Jagdhund ist nicht gleich Jagdhund

Viele denken bei Jagdhunden zuerst an Retriever. Das ist aber nur eine kleine Gruppe.

Daneben gibt es Vorstehhunde, Bracken, Schweißhunde und Bauhunde. Und selbst innerhalb dieser Gruppen sind die Unterschiede groß.

Für dich heißt das: Du kannst Training nicht einfach von einem Hund auf den anderen übertragen.

Ein Labrador arbeitet anders als ein Toller. Ein Vorstehhund bringt andere Anlagen mit als ein Terrier.

Und genau hier beginnt gutes Training. Nicht beim Plan, sondern bei dem Hund, der vor dir steht.

Auslastung ist mehr als Bewegung

Ein häufiger Denkfehler ist, dass Auslastung mit Bewegung gleichgesetzt wird. Lange Spaziergänge, viel Rennen, vielleicht noch Bälle werfen. Und trotzdem ist der Hund am Abend nicht zufrieden.

Der Grund: Jagdhunde sind auf Leistung gezüchtet. Sie wollen nicht nur laufen, sondern arbeiten.

Konkret heißt das, sie wollen Aufgaben lösen, ihre Nase einsetzen, mit dir im Team arbeiten und eigene Entscheidungen treffen.

Wenn das fehlt, sucht sich der Hund seine Aufgabe selbst. Und die gefällt uns dann meistens nicht.

Dummytraining als sinnvolle Antwort

Dummytraining spricht genau diese Anlagen an. Dein Hund darf suchen, er darf apportieren und er arbeitet mit dir zusammen. Strukturiert und kontrolliert.

Gerade wenn du keinen Jagdschein hast, ist Dummytraining eine der sinnvollsten Möglichkeiten, deinen Jagdhund artgerecht zu beschäftigen.

Wichtig dabei: Nicht jeder Hund bringt die gleichen Voraussetzungen mit.

Retriever haben oft eine hohe Bringfreude und arbeiten eng mit dem Menschen. Andere Jagdhunde sind deutlich selbstständiger. Sie treffen gerne eigene Entscheidungen und sind weniger führig.

Das macht sie nicht ungeeignet. Es heißt nur, dass dein Training anders aufgebaut sein darf.

Gehorsam und Selbstständigkeit gehören zusammen

Im Dummytraining gibt es immer diesen Spagat. Du willst einen Hund, der hört, und gleichzeitig einen, der selbstständig arbeitet.

Meistens kippt es in eine Richtung.

Der eine Hund läuft sauber raus, sucht aber nicht eigenständig. Der andere sucht großartig, lässt sich aber schwer schicken.

Im Dummytraining hast du die Möglichkeit, genau das Schritt für Schritt aufzubauen. Ohne Druck und ohne Eile.

Was Dummytraining mit euch als Team macht

Sara hat es im Gespräch sehr passend formuliert: Beim Dummytraining geht es nicht nur um das Ergebnis, sondern um Zusammenarbeit.

Du lernst, deinen Hund zu lesen. Dein Hund lernt, dir zuzuhören. Ihr wachst zusammen.

Und genau das ist am Ende die größte Auslastung. Nicht nur körperlich, sondern auch mental.

Links, die in dieser Episode erwähnt wurden:


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Susanne

Gründerin der Hundeschule Jagdfieber

Seit über 10 Jahren bringe ich in der Hundeschule Jagdfieber Mensch-Hund-Teams das Dummytraining bei. 


Ich habe mich voll und ganz auf das Dummytraining spezialisiert und unterrichte es hauptsächlich online in meinen Kursen und dem Mitgliederbereich "Team Jagdfieber".


In meiner kostenlosen Trainingsgruppe Jagdfieber schicke ich dir jeden Freitag eine Mail mit Infos zum Podcast oder mit einer extra Trainingsaufgabe für dich zu Hause.


Es ist so ein toller Sport und möchte dich dabei begleiten, ihn zu verstehen und zu genießen.

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