Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Podigee. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere Informationen 'Warum Dummytraining für deinen Jagdhund mehr ist als Apportieren
Für viele klingt Dummytraining nach „Apportieren im Gelände". Das greift zu kurz. Für Jagdhunde ist es oft genau die Arbeit, die sie wirklich brauchen, auch wenn sie nie jagdlich geführt werden.
In dieser Podcastepisode spreche ich mit Sara Spelsberg darüber, warum Jagdhunde anders ticken, was das für dein Training bedeutet und wie du Dummytraining sinnvoll einsetzt.
Jagdhund ist nicht gleich Jagdhund
Viele denken bei Jagdhunden zuerst an Retriever. Das ist aber nur eine kleine Gruppe.
Daneben gibt es Vorstehhunde, Bracken, Schweißhunde und Bauhunde. Und selbst innerhalb dieser Gruppen sind die Unterschiede groß.
Für dich heißt das: Du kannst Training nicht einfach von einem Hund auf den anderen übertragen.
Ein Labrador arbeitet anders als ein Toller. Ein Vorstehhund bringt andere Anlagen mit als ein Terrier.
Und genau hier beginnt gutes Training. Nicht beim Plan, sondern bei dem Hund, der vor dir steht.
Auslastung ist mehr als Bewegung
Ein häufiger Denkfehler ist, dass Auslastung mit Bewegung gleichgesetzt wird. Lange Spaziergänge, viel Rennen, vielleicht noch Bälle werfen. Und trotzdem ist der Hund am Abend nicht zufrieden.
Der Grund: Jagdhunde sind auf Leistung gezüchtet. Sie wollen nicht nur laufen, sondern arbeiten.
Konkret heißt das, sie wollen Aufgaben lösen, ihre Nase einsetzen, mit dir im Team arbeiten und eigene Entscheidungen treffen.
Wenn das fehlt, sucht sich der Hund seine Aufgabe selbst. Und die gefällt uns dann meistens nicht.
Dummytraining als sinnvolle Antwort
Dummytraining spricht genau diese Anlagen an. Dein Hund darf suchen, er darf apportieren und er arbeitet mit dir zusammen. Strukturiert und kontrolliert.
Gerade wenn du keinen Jagdschein hast, ist Dummytraining eine der sinnvollsten Möglichkeiten, deinen Jagdhund artgerecht zu beschäftigen.
Wichtig dabei: Nicht jeder Hund bringt die gleichen Voraussetzungen mit.
Retriever haben oft eine hohe Bringfreude und arbeiten eng mit dem Menschen. Andere Jagdhunde sind deutlich selbstständiger. Sie treffen gerne eigene Entscheidungen und sind weniger führig.
Das macht sie nicht ungeeignet. Es heißt nur, dass dein Training anders aufgebaut sein darf.
Gehorsam und Selbstständigkeit gehören zusammen
Im Dummytraining gibt es immer diesen Spagat. Du willst einen Hund, der hört, und gleichzeitig einen, der selbstständig arbeitet.
Meistens kippt es in eine Richtung.
Der eine Hund läuft sauber raus, sucht aber nicht eigenständig. Der andere sucht großartig, lässt sich aber schwer schicken.
Im Dummytraining hast du die Möglichkeit, genau das Schritt für Schritt aufzubauen. Ohne Druck und ohne Eile.
Was Dummytraining mit euch als Team macht
Sara hat es im Gespräch sehr passend formuliert: Beim Dummytraining geht es nicht nur um das Ergebnis, sondern um Zusammenarbeit.
Du lernst, deinen Hund zu lesen. Dein Hund lernt, dir zuzuhören. Ihr wachst zusammen.
Und genau das ist am Ende die größte Auslastung. Nicht nur körperlich, sondern auch mental.




