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Weitere Informationen 'Dein Hund läuft los, sucht, findet das Dummy und lässt es einfach liegen. Oder er nimmt es kurz auf und lässt es gleich wieder fallen. Vielleicht sieht es in der Suche sogar so aus, als hätte er eine schlechte Nase, obwohl du genau weißt, dass er längst weiß wo es liegt, aber kreist nur drumherum.
Als Erstes: Gesundheit abklären
Bevor du anfängst, an der Aufnahme zu arbeiten, lohnt sich ein Blick auf den Körper deines Hundes. Das Aufnehmen klingt simpel, ist aber für den Hund eine körperliche Leistung. Er kommt oft noch im Laufen an, nimmt den Kopf runter und hebt das Dummy im Drehen auf. Probleme mit der Halswirbelsäule, dem Kiefer, den Zähnen oder verspannten Muskeln können genau hier sichtbar werden. Wenn dein Hund alles rund ums Dummy gerne macht, nur das Aufnehmen nicht, kann das ein Hinweis sein, dem du nachgehen solltest. Wärme deinen Hund außerdem vor dem Training auf, zumindest ein bisschen Bewegung in der Fußarbeit ist ein muss.
Was steckt wirklich hinter dem nicht Aufnehmen / Blinken?
Wenn dein Hund zu Hause mit Freude bringt, aber im Dummytraining die Aufnahme verweigert, ist das kein Widerspruch, sondern ein Hinweis. Irgendwo hat der Hund gelernt, dass Dummy aufnehmen und bringen den Spaß beendet. Das passiert zum Beispiel, wenn das Halten oder die Abgabe mit zu viel Druck oder zum falschen Zeitpunkt aufgebaut wurde, bevor der Hund überhaupt Freude am Bringen entwickeln konnte. Dazu kommt oft noch ein zweites Muster: Leicht versteckte Dummies bringen kaum Bestätigung, schwere Aufgaben dagegen schon. Der Hund lernt, dass sich einfache Aufgaben schlicht nicht lohnen, und macht bei Pipikram-Aufgaben eben Pipikram.
Was du jetzt tun kannst, wenn dein Hund das Dummy zwar findet, aber nicht bringt
Der erste Schritt ist nicht das Dummy, sondern du. Finde heraus, was dein Hund wirklich toll findet, und zwar mit dir zusammen. Nicht welches Futter, sondern auch wie du es gibst, rollend, geworfen, als Suchspiel. Welches Spiel funktioniert für euch beide? Das braucht manchmal ein bisschen Suchen, vor allem bei Hunden, die nicht von Natur aus spielfreudig sind. Wenn du mit einer Erwartungshaltung spielst, merkt ein sensibler Hund das sofort und wird eher verhalten. Es soll zunächst nur ums Spielen gehen, kein Ziel, kein Dummy, einfach Spaß miteinander. Wenn du das gefunden hast, übe es auch mal in der Gruppe, ohne Dummy.
Wenn dein Hund dann doch blinkt oder das Dummy fallen lässt, geh einfach neutral hin. Kein Rufen, kein Locken, kein Schimpfen. Dein Hund wird das Dummy in den meisten Fällen dann doch noch aufnehmen und dir entgegenkommen. Du nimmst es ruhig entgegen, leinst an, wirfst das Dummy wieder auf die ursprüngliche Stelle und gehst zurück in die Linie. Keine große Reaktion in keine Richtung, weder Bestrafung noch Belohnung.
Dreh außerdem die Belohnungsstruktur um. Einfaches Dummy, schnell und direkt gebracht, bekommt die größte Belohnung. Schwere Aufgabe mit viel Arbeit bekommt weniger Belohnung. Dein Hund soll lernen, dass das zügige, direkte Bringen sich am meisten lohnt.
Als zusätzliche Unterstützung kannst du dein Bringkommando einsetzen, das du bereits positiv aufgebaut hast. Wenn dein Hund kurz vor dem Dummy steht und du merkst, er zögert, kannst du es einmal ruhig einsetzen. Nicht als Dauerlösung, aber als Brücke in dieser Phase.




