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Weitere Informationen 'Das Voran gehört zu den anspruchsvollsten Elementen im Dummytraining. Vielleicht fragst auch du dich, wie du das Einweisen sinnvoll aufbauen kannst, ohne deinen Hund zu überfordern oder zu verunsichern. In dieser Podcastfolge erklärt Susanne von der Hundeschule Jagdfieber genau das: wie man das Voran Schritt für Schritt aufbaut, welche Prinzipien dabei wichtig sind und wie der Aufbau im Jagdfiebersystem konkret aussieht.
Warum das Voran für Hunde so schwer ist
Bevor es um den eigentlichen Aufbau geht, lohnt sich ein Blick darauf, warum das Voran überhaupt eine Herausforderung darstellt. Viele Fähigkeiten bringt ein Hund quasi von Natur aus mit ins Dummytraining, z.B. das Verfolgen der Flugbahn eines geworfenen Dummys.
Beim Voran ist das anders. Hunde suchen normalerweise nicht in einer geraden Linie. Sie arbeiten mit der Nase, folgen einem Geruchstrichter und bewegen sich dabei in Schlängellinien. So können sie prüfen, ob der Geruch stärker oder schwächer wird. Ein Hund, der einfach nur geradeaus rennt, hat diese Rückmeldung nicht.
Das bedeutet: Das Voran ist für einen Hund unnatürlich. Genau deshalb dauert es, bis es sitzt, und genau deshalb lohnt sich ein strukturierter Aufbau.
Power vor Präzision: Das erste Prinzip beim Voran aufbauen
Ein zentraler Grundsatz beim Voran aufbauen lautet Power vor Präzision. Wichtiger als eine perfekt gerade Linie ist, dass der Hund selbstsicher und mit Schwung losläuft.
Wird ein Hund zu oft korrigiert, wird er unsicher. Im schlimmsten Fall geht er dann gar nicht mehr richtig raus. Ein Hund, der mit Power arbeitet, lässt sich später gut korrigieren, sei es im weiteren Training oder direkt in der Situation mit Stopp-Pfiff oder Seitenkommandos. Ein Hund, der von Anfang an gebremst wird, hat dagegen von vornherein verloren.
Das heißt nicht, dass Präzision unwichtig ist. Sie kommt aber Schritt für Schritt dazu, aufbauend auf einem Hund, der mit Vertrauen arbeitet.
Das zweite Prinzip des Voran: Zeit geben
Weil das Voran unnatürlich für Hunde ist, braucht es Zeit. Wer sein Voran Schritt für Schritt aufbauen möchte, sollte sich davon nicht abbringen lassen, auch wenn andere Teams schneller vorankommen oder andere Techniken verwenden.
Wichtig ist außerdem, bei einer einmal gewählten Technik zu bleiben. Ein ständiger Wechsel zwischen verschiedenen Herangehensweisen verwirrt den Hund und verhindert, dass sich eine Technik überhaupt entfalten kann.
Der systematische Aufbau im Jagdfiebersystem
Im Team Jagdfieber wird das Voran in klar aufeinander aufbauenden Stufen vermittelt. Diese Struktur zeigt gut, wie ein durchdachter Aufbau in der Praxis aussehen kann.
Grundlagen im Smart Basics
Noch bevor das eigentliche Voran beginnt, legt der Smart Basics Kurs die Grundlage. Hier lernt der Hund, ruhig sitzen zu bleiben, auch wenn sich der Mensch bewegt oder die Arme einsetzt. Das ist wichtig, weil viele Probleme beim ersten Voran genau hier entstehen: Der Hund ist unruhig, unsicher, wann er losdarf, und reagiert eher auf Zufall als auf ein klares Signal.
Das Ritual im Starter Dummy
Im Starter Dummy geht es zunächst um das Ritual. Bevor der Hund überhaupt trainiert wird, sollte man sich als Halterin überlegen, wie das eigene Ritual aussehen soll. Welche Hand wird genutzt? Wie wird sie gehalten? Wie viel Abstand zum Hund ist gewünscht?
Hat man sich für ein Ritual entschieden, wird der Hund zunächst mit Hilfslinien und auf kurze Distanz voran geschickt. So sieht er das Ziel und kann von Anfang an lernen, geradeaus zu laufen. Erst danach wird die Distanz Schritt für Schritt erhöht.
Ein besonders wichtiger Punkt in dieser Phase: Der Hund muss lernen, dass die Hand die Richtung vorgibt, nicht ein Hilfsmittel wie ein weißer Stab. Wird dieser Unterschied nicht sauber aufgebaut, kann es später schwierig werden, wenn die Hilfsmittel wegfallen sollen.
Geländeübergänge im Pocket Dummy
Im Pocket Dummy kommen Geländeübergänge dazu. Das ist ein anspruchsvoller Schritt, denn der Hund soll nicht nur voran durch den Übergang laufen, sondern auf dem Rückweg auch dieselbe gerade Linie nehmen, statt den Übergang zu umrunden.
Auch die Distanz zwischen Hund und Geländeübergang spielt eine Rolle. Liegt der Übergang nah an der Startposition, ist er für den Hund leichter anzunehmen. Liegt er weit entfernt, braucht der Hund mehr Vertrauen, um trotzdem geradeaus durchzulaufen.
Verleitungen im Standard Dummy
Im Standard Dummy kommen schließlich Verleitungen hinzu. Das können Markierungen sein, alte Fallstellen, Suchgebiete oder auch geländebedingte Ablenkungen wie ein abbiegender Weg. In dieser Stufe werden zudem einzelne weitere Elemente eingebaut, etwa ein Stopp-Pfiff oder ein Suchenpfiff, immer mit dem Fokus darauf, dass das Voran selbst gerade und sicher bleibt.
Fazit: Voran aufbauen ist ein fortlaufender Prozess
Wer das Voran Schritt für Schritt aufbauen möchte, sollte sich auf einen längeren Prozess einstellen. Selbst bei einem sauberen, strukturierten Aufbau wird es immer wieder Momente geben, in denen nachjustiert werden muss. Das ist normal und gehört zum Training dazu.
Mit den beiden Grundprinzipien Power vor Präzision und der nötigen Zeit für den Hund sowie einem systematischen Aufbau in klaren Stufen lässt sich das Voran jedoch nachvollziehbar und sinnvoll trainieren.
Wenn du dein Voran ebenso strukturiert aufbauen möchtest wie im Jagdfiebersystem beschrieben, kannst du dich auf die Warteliste für das Team Jagdfieber setzen lassen unter www.teamjagdfieber.de. So verpasst du nicht, wenn sich die Anmeldung wieder öffnet.




