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Weitere Informationen 'In dieser Podcastepisode geht es um das zweite Feld: Vertrauen.
Du erfährst, warum Vertrauen im Dummytraining nicht das ist, was du vielleicht denkst, und wie du es gezielt aufbauen kannst, damit dein Hund dir auch in Prüfungen sicher folgt – selbst, wenn er eine ganz andere Idee hat.
Was bedeutet Vertrauen im Dummytraining?
Vertrauen klingt zunächst nach einem Gefühl. Doch im Training heißt es vor allem: Dein Hund glaubt dir, dass du den besten Weg zum Ziel kennst – auch wenn er selbst etwas anderes wahrgenommen hat.
Wichtig: Es geht nicht um das emotionale Vertrauen, das ihr im Alltag miteinander habt, wenn er dir bei gruseligen Geräuschen folgt oder bei dir Schutz sucht.
Im Dummytraining geht es um fachliches Vertrauen in deine Führungsqualität.
Dein Hund soll lernen:
„Auch wenn ich nichts gesehen habe – mein Mensch weiß, was er tut.“
Was dein Hund in diesem Feld lernen soll
Im Trainingsfeld „Vertrauen“ geht es darum, dass dein Hund:
- auf deine Kommandos hört, auch wenn er andere Informationen hat (z. B. eine Verleitung gesehen hat).
- geradeaus läuft, wenn du „voran“ sagst – nicht zweifelt, zögert oder abbricht.
- dich als Führung akzeptiert, wenn er nichts gesehen hat (z. B. bei einem Blind).
- deine Richtung einschlägt, selbst wenn er überzeugt ist, dass es woanders liegt.
- selbstbewusst auf dein Signal reagiert, ohne zu hinterfragen.
Kurz: Dein Hund soll erkennen, dass es sinnvoll ist, dir zu folgen – und das braucht Training.
Warum Vertrauen im Dummytraining so wichtig ist
Gerade in Prüfungen ist es oft so:
Ein Dummy fällt, aber du darfst es nicht zuerst arbeiten, sondern musst deinen Hund auf ein Blind schicken, das er nicht gesehen hat.
Wenn dein Hund dann nicht gelernt hat, dir zu vertrauen, wird er:
- zweifeln,
- stehen bleiben,
- oder zur sichtbaren Verleitung abdrehen.
Und du kannst ihm nicht helfen, wenn das Vertrauen fehlt.
Wie du Vertrauen gezielt aufbaust
Vertrauen entsteht nicht durch Strenge – sondern durch klare, erfolgreiche Erfahrungen im Training. Damit dein Hund merkt:
„Mein Mensch bringt mich zum Dummy – jedes Mal.“
Hier sind die zentralen Elemente:
Blinds statt nur Memories
Viele Hunde lernen das Voranschicken über Memories – also Dummys, die sie vorher gesehen haben. Doch nur echte Blinds helfen beim Vertrauensaufbau:
- Du weißt, dass dort etwas liegt.
- Dein Hund weiß es nicht – und soll trotzdem gehen.
Genau das musst du trainieren.
Lining
Dein Hund soll nicht irgendwo hinlaufen, sondern in die exakte Richtung, die du vorgibst – und zwar ohne zu zweifeln oder abzubrechen. Dafür brauchst du:
- Voran mit klarem Ziel
- Links / Rechts-Kommandos
- Pushen nach einem Stopp
Wiederholungen auf die gleiche Stelle
Viele Hunde haben Schwierigkeiten, zwei- oder dreimal auf denselben Punkt eingewiesen zu werden. Das kannst du trainieren – weiter unten gibt es dazu eine konkrete Aufgabe.
Typische Probleme bei zu wenig Vertrauen
Wenn dein Hund dir im Training (noch) nicht voll vertraut, erkennst du das oft an folgenden Baustellen:
1. Dein Hund lässt sich nicht zweimal auf dieselbe Stelle schicken
Er denkt: „Da war ich doch schon – da ist nichts mehr.“
Lösung:
Mach die zweite Wiederholung leichter und spannender, z. B. durch:
- Wechsel des Blickwinkels
- kürzere Distanz beim zweiten Schicken
- wenig Pause dazwischen, um den „Flow“ zu halten
2. Dein Hund geht nur bis zu einer bestimmten Entfernung, dann bleibt er stehen
Er zweifelt an dir – und an sich selbst.
Lösung:
Trainiere mit Blinds, die knapp hinter der „Zweifelgrenze“ deines Hundes liegen.
Beispiel: Dein Hund zweifelt ab 20 Metern? Lege das Dummy bei 25 m – hinter eine kleine Kuppe, damit er trotzdem läuft, auch wenn er nichts sieht.
3. Dein Hund fällt auf Verleitungen herein
Er hat etwas gesehen und glaubt, dort sei die richtige Aufgabe – und ignoriert dein Signal.
Lösung:
Arbeite nicht mit Strenge, sondern mit Vertrauen. Zeig ihm, dass nach dem Blind auch die Verleitung kommt.
Nutze z. B. eine Aufgabe, bei der du das Dummy hinter dich wirfst, ihn geradeaus schickst, und dann die Verleitung arbeiten lässt. So lernt dein Hund: „Ich bekomme alles – wenn ich zuerst auf mein Mensch höre.“
Der Schlüssel: Dein Hund muss dich nützlich finden
Dein Hund folgt dir, wenn er verstanden hat, dass du derjenige bist, der ihn zum Erfolg führt – und nicht, weil er „muss“.
Mach dir klar:
- Vertrauen ist keine Frage von Dominanz.
- Es ist eine Trainingsfrage.
- Und du kannst es aufbauen – Stück für Stück.
Fazit: Vertrauen ist die Basis für Zusammenarbeit auf Distanz
Ein Dummyhund muss viele Dinge alleine machen – aber manchmal braucht er dich. Und dann muss er sich blind auf dich verlassen können.
Wenn du erkennst, dass dein Hund:
- zögert bei Blinds,
- nicht auf Richtungen reagiert,
- oder auf Sichtreize reinfällt –
…dann solltest du im Feld Vertrauen trainieren.
In meiner Trainingsgruppe Jagdfieber findest du dazu jede Woche passende Aufgaben:
www.hundeschule-jagdfieber.de/trainingsgruppe
Mach Vertrauen zur Stärke deines Teams – und ihr seid für jede Prüfung gewappnet.




