P009: Trainingsfeld Kommunikation

September 20, 2019


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Episoden-Infos

In dieser Podcastepisode geht es um das oft unterschätzte, aber enorm wichtige Feld: Kommunikation. Du erfährst, wie dein Hund lernt, deine Signale sinnvoll anzunehmen, und du lernst, wann und wie du überhaupt helfen solltest, ohne deinen Hund zu verwirren oder zu bremsen.

Was bedeutet Kommunikation im Dummytraining?

Kommunikation heißt nicht: laut Kommandos brüllen und hoffen, dass der Hund reagiert.

Kommunikation heißt:

„Ich sende dir ein klares Signal, das dir hilft – und du nimmst es an, weil du weißt, dass es dich weiterbringt.“

Sie ist die Brücke zwischen VertrauenUnabhängigkeit und Teamarbeit. Nur wenn du sinnvoll und gezielt kommunizierst, kann dein Hund deine Hilfe auch annehmen – und erfolgreich umsetzen.

Was dein Hund in diesem Trainingsfeld lernen sollte

Dein Hund soll verstehen, dass deine Signale eine Unterstützung sind – keine Störung. Er soll wissen:

  • Sitz heißt: "Stoppe kurz, ich helfe dir."
  • Back / Links / Rechts heißt: "Dort geht’s weiter zum Dummy."
  • Suchpfiff heißt: "Genau hier lohnt sich die Nase einzusetzen."

Und er soll lernen, nicht einfach nach Schema F zu handeln, sondern auf deine Hinweise zu achten – auch, wenn er etwas anderes erwartet.

Was du in diesem Feld lernst

Mindestens genauso wichtig: Du musst lernen, wie du deinem Hund am besten hilfst.

Denn Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Du lernst:

  • Wann du helfen solltest (z. B. mit Sitzpfiff oder Richtung),
  • Wie viel Hilfe nötig ist – ohne zu überfordern,
  • Wie du Hilfen so gibst, dass sie verständlich sind,
  • Und vor allem: wann du auch mal nicht eingreifen solltest.

Diese Feinheiten lernst du nicht aus Büchern – sondern nur durch konkrete Trainingsaufgaben.

Typische Probleme bei fehlender oder schlechter Kommunikation

Wenn du das Feld Kommunikation vernachlässigst, erkennst du das oft erst in der Prüfung – und dann ist es zu spät. Hier sind typische Baustellen:

 1. Dein Hund sieht super aus – bis es ein Problem gibt

Er stoppt nicht oder hört nicht auf deine Hilfe, sondern löst die Aufgabe auf eigene Faust.
 Kein Teamwork. Keine Kommunikation.

 2. Dein Hund stoppt, führt aber danach das Falsche aus

Du sagst „Back“, aber er geht nach rechts.
 Dein Signal ist entweder nicht klar genug – oder nicht nützlich genug, um es ernst zu nehmen.

 3. Dein Hund umrundet Gewässer trotz Komm-Pfiff

Er nimmt zwar deinen Pfiff wahr – aber nutzt ihn, um es sich „einfach“ zu machen.
 Er hat nicht gelernt, dass deine Kommunikation präzise Rückführung bedeutet.

So baust du echte Kommunikation auf – Trainingsideen

 Aufgabe 1: Sitzpfiff mit Sinn

Ziel: Dein Hund soll merken, dass „Sitz“ ein echter Hinweis ist – kein Machtspiel.

So geht’s:

  • Schick deinen Hund auf ein Memory oder eine Markierung.
  • Auf halbem Weg gibst du den Sitzpfiff.
  • Du gehst zu ihm hin, drehst ihn leicht zur Seite und schickst ihn dort in die Suche.
  • Belohnung erfolgt nur, wenn er gut gestoppt hat und auf deine neue Anweisung reagiert.

 So lernt er: Sitz + Richtung = Ziel finden

 Aufgabe 2: Suchen statt Schema

Ziel: Teste, ob dein Hund wirklich zuhört – oder nur automatisiert abarbeitet.

So geht’s:

  • Lege ein Dummy sichtbar hinter ihn und ein Blind vor ihn.
  • Sitz deinen Hund ab und geh weg.
  • Mach den Suchpfiff (nicht „Back“, obwohl er das erwarten würde).

 Beobachte, ob er auf dein tatsächliches Signal reagiert – oder seinem eigenen Film folgt.
Diese Aufgabe zeigt, ob Kommunikation funktioniert – oder nur Routine abläuft.

 Aufgabe 3: Komm-Pfiff beim Rückruf über Wasser

Ziel: Dein Hund soll auf direktem Weg zurückkommen – nicht außen herum.

So geht’s:

  • Setz deinen Hund ans andere Ufer.
  • Ein Dummy liegt im Wasser (nah an seinem Ufer).
  • Gib den Komm-Pfiff.
  • Sobald er das Dummy nimmt, erneut Komm-Pfiff, um ihn zum direkten Rückweg durch das Wasser zu bringen.

 So lernt dein Hund: Pfiff bedeutet Rückweg – nicht Umweg.

Warum Kommunikation mehr ist als „Sitz und Platz“

Viele Hunde lernen Aufgaben durch Wiederholung – nicht durch echtes Verstehen.
Doch in einer Prüfung, in der etwas Unvorhergesehenes passiert, bringt das nichts.

Nur wenn du mit deinem Hund wirklich kommunizieren kannst, wirst du:

  • flexibel reagieren,
  • Fehler korrigieren,
  • und Aufgaben als Team lösen.

Fazit: Kommunikation ist euer Werkzeug für schwierige Situationen

Dein Hund kann noch so gut suchen, markieren oder voran laufen – wenn ihr nicht kommunizieren könnt, scheitert ihr genau dann, wenn du ihm helfen willst.

Das Ziel ist:

  • Ein Hund, der zuhört und reagiert,
  • Ein Mensch, der klar und sinnvoll hilft,
  • Und ein Team, das miteinander statt nebeneinander arbeitet.

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Susanne

Gründerin der Hundeschule Jagdfieber

Seit über 10 Jahren bringe ich in der Hundeschule Jagdfieber Mensch-Hund-Teams das Dummytraining bei. 


Ich habe mich voll und ganz auf das Dummytraining spezialisiert und unterrichte es hauptsächlich online in meinen Kursen und dem Mitgliederbereich "Team Jagdfieber".


In meiner kostenlosen Trainingsgruppe Jagdfieber schicke ich dir jeden Freitag eine Mail mit Infos zum Podcast oder mit einer extra Trainingsaufgabe für dich zu Hause.


Es ist so ein toller Sport und möchte dich dabei begleiten, ihn zu verstehen und zu genießen.

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