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In dieser Podcastepisode geht es um das vierte Feld der 4-Felder-Methode: Kommunikation.
Du erfährst, wie dein Hund lernt, deine Signale sinnvoll anzunehmen, und du lernst, wann und wie du überhaupt helfen solltest, ohne deinen Hund zu verwirren oder zu bremsen.
Was bedeutet Kommunikation im Dummytraining?
Kommunikation heißt nicht: laut Kommandos brüllen und hoffen, dass der Hund reagiert.
Kommunikation heißt:
„Ich sende dir ein klares Signal, das dir hilft und du nimmst es an, weil du weißt, dass es dich weiterbringt.“
Sie ist die Brücke zwischen Vertrauen, Unabhängigkeit und Teamarbeit. Nur wenn du sinnvoll und gezielt kommunizierst, kann dein Hund deine Hilfe auch annehmen und erfolgreich umsetzen.
Was dein Hund in diesem Trainingsfeld lernt
Dein Hund soll verstehen, dass deine Signale eine Unterstützung sind – keine Störung. Er soll wissen:
- Sitz heißt: "Stoppe kurz, ich helfe dir."
- Back / Links / Rechts heißt: "Dort geht’s weiter zum Dummy."
- Suchpfiff heißt: "Genau hier lohnt sich die Nase einzusetzen."
Und er soll lernen, nicht einfach nach Schema F zu handeln, sondern auf deine Hinweise zu achten, auch, wenn er etwas anderes erwartet.
Was du in diesem Feld lernst
Mindestens genauso wichtig: Du musst lernen, wie du deinem Hund am besten hilfst.
Denn Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Du lernst:
- Wann du helfen solltest (z. B. mit Sitzpfiff, Suchenpfiff oder Seite),
- Wie viel Hilfe nötig ist – ohne zu überfordern,
- Wie du Hilfen so gibst, dass sie verständlich sind,
- Und vor allem: wann du auch mal nicht eingreifen solltest.
Diese Feinheiten lernst du nicht aus Büchern, sondern nur durch konkrete Trainingsaufgaben.
Typische Probleme bei fehlender oder schlechter Kommunikation
Wenn du das Feld Kommunikation vernachlässigst, erkennst du das oft erst in der Prüfung und dann ist es zu spät. Hier sind typische Baustellen:
1. Die Arbeit deines Hundes sieht super aus, bis es ein Problem gibt
Er stoppt nicht oder hört nicht auf deine Hilfe, sondern löst die Aufgabe auf eigene Faust. Kein Teamwork. Keine Kommunikation.
2. Dein Hund stoppt, führt aber danach das Falsche aus
Du sagst „Back“, aber er geht nach rechts. Dein Signal ist entweder nicht klar genug – oder nicht nützlich genug, um es ernst zu nehmen.
3. Dein Hund umrundet Gewässer trotz Komm-Pfiff
Er nimmt zwar deinen Pfiff wahr, aber nutzt ihn, um es sich „einfach“ zu machen. Er hat nicht gelernt, dass deine Kommunikation präzise Anweisungen bedeutet.
So baust du echte Kommunikation auf – Trainingsideen
Aufgabe 1: Sitzpfiff mit Sinn
Ziel: Dein Hund soll merken, dass „Sitz“ ein echter Hinweis ist – kein Machtspiel.
So geht’s:
- Schick deinen Hund auf ein Memory oder eine Markierung.
- Auf halbem Weg gibst du den Sitzpfiff.
- Du gehst zu ihm hin, drehst ihn leicht zur Seite und schickst ihn dort in die Suche.
- Belohnung erfolgt nur, wenn er gut gestoppt hat und auf deine neue Anweisung reagiert.
So lernt er: Sitz + Richtung = Ziel finden
Aufgabe 2: Suchen statt Schema F
Ziel: Teste, ob dein Hund wirklich zuhört oder nur automatisiert abarbeitet.
So geht’s:
- Lege ein Blind aus
- Setze deinen Hund direkt vor dem Blind ab (achte auf Rückenwind) und
- werfe ein Dummy sichtbar ca. 15m hinter ihn
- Mach den Suchpfiff (nicht „Back“, obwohl er das erwarten würde)
- und schau, ob dein Hund direkt anfängt zu suchen oder zum geworfenen Dummy rennt
Beobachte, ob er auf dein tatsächliches Signal reagiert oder seinem eigenen Film folgt.
Eine solche Aufgabe zeigt, ob Kommunikation funktioniert oder nur Routine abläuft.
Aufgabe 3: Komm-Pfiff beim Rückruf über Wasser
Ziel: Dein Hund soll auf direktem Weg zurückkommen und nicht außen herum.
So geht’s:
- Setz deinen Hund ans andere Ufer.
- Ein Dummy liegt im Wasser (nah an seinem Ufer).
- Gib den Komm-Pfiff.
- Sobald er das Dummy nimmt, erneut Komm-Pfiff, um ihn zum direkten Rückweg durch das Wasser zu bringen.
So lernt dein Hund: Pfiff bedeutet Rückweg – nicht Umweg.
Fazit: Kommunikation ist euer Werkzeug für schwierige Situationen
Dein Hund kann noch so gut suchen, markieren oder voran laufen, wenn ihr nicht kommunizieren könnt, scheitert ihr genau dann, wenn du ihm helfen willst.
Das Ziel ist:
- Ein Hund, der zuhört und reagiert,
- Ein Mensch, der klar und sinnvoll hilft,
- Und ein Team, das miteinander statt nebeneinander arbeitet.
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