P011: Der perfekte Start in die Dummyarbeit

Oktober 18, 2019


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Wann fängst du mit dem Dummytraining an? Und womit? Die zweite Frage ist die entscheidende. Wer früh mit den richtigen Aufgaben startet, legt ein Fundament, das auch durch die Pubertät trägt. Wer wartet, fängt oft genau dann an, wenn der Hund am unberechenbarsten ist.

Früh starten hat einen Grund

Ein junger Hund vor der Pubertät hinterfragt Kommandos kaum. Er lernt tief und mit vollem Vertrauen. Diese Phase lässt sich nutzen, nicht um schnell fertig zu sein, sondern um Bindung und Grundlagen aufzubauen, die später tragen. Das bedeutet nicht, den Hund zu überfordern. Es bedeutet, die Aufgaben konsequent seinem Alter und Entwicklungsstand anzupassen.

Ein Arbeitshund verbindet sich mit dem Menschen, der mit ihm arbeitet. Wer früh mit seinem Hund trainiert, legt genau dort den Grundstein. Diese Bindung ist kein Nebeneffekt, sie ist einer der wichtigsten Bausteine für ein funktionierendes Team.

Die ersten vier Aufgaben

Der Einstieg folgt den vier Trainingsfeldern. Jede Aufgabe hat einen klaren Grund, warum sie früh kommt und nicht später.

Suchenpfiff (Kommunikation):

Die Pfeife soll von Anfang an verschiedene Bedeutungen haben. Wer nur den Kommpfiff aufbaut, muss den Suchenpfiff später mühsam nacharbeiten. Der Einstieg: Futter unsichtbar in ein kleines, klar abgegrenztes Gebiet streuen, Hund mit dem Rücken dazu positionieren, Suchenpfiff geben. Der Hund dreht sich um, geht rein, findet. Schritt für Schritt wird das Futter durch Dummies ersetzt und die Entfernung erhöht.

Freie Suche (Unabhängigkeit):

Im restlichen Dummytraining steht fast immer Kontrolle im Vordergrund. Die freie Suche ist der Gegenpol. Der Hund darf einfach Hund sein, die Nase einsetzen, sich im Gelände behaupten, ohne Leistungsdruck arbeiten. Du gehst mit ihm in S-Form durchs Gebiet und zeigst ihm so, wie man den Wind kreuzt. Auf die Zeit achten: Nasenarbeit ist anstrengender als sie aussieht.

Fußarbeit (Frustrationstoleranz): 

Ein Hund, der weiß, wo er hingehört, muss darüber nicht nachdenken. Das senkt die Erregungslage, bevor die eigentliche Aufgabe überhaupt beginnt. Gemeint ist die Dummy-Fußarbeit: Der Hund läuft entspannt links neben dir, bleibt dort, bis du etwas anderes sagst. Einmal Fuß, und er bleibt da. Täglich trainieren, Langeweile trainieren statt Spannung.

Voran (Vertrauen): 

Das Voran braucht von allen Aufgaben am längsten, bis es wirklich sitzt. Deshalb fängt man früh damit an. Der Einstieg startet mit einer sichtbaren Futterschüssel und einem klaren Handritual. Rückenwind, damit der Hund sicher ans Ziel kommt. Das Ritual immer gleich, den Hund dabei nicht stören. Das Ziel in dieser frühen Phase ist nicht Perfektion, sondern ein Hund, der lernt: Wenn ich losgeschickt werde, wartet etwas am Ziel.

Fazit

Der Start ins Dummytraining muss nicht perfekt sein, aber er sollte durchdacht sein. Wer früh anfängt, die Aufgaben dem Hund anpasst und von Beginn an alle vier Felder im Blick hat, gibt seinem Hund etwas Wichtiges mit: Orientierung, Vertrauen und echte Erfahrung. Das zahlt sich aus, nicht beim nächsten Training, sondern über Jahre.

Hier kannst du dir mein Starter Kit (ehemals Welpenguide) downloaden:

Links, die in dieser Episode erwähnt wurden:


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Susanne

Gründerin der Hundeschule Jagdfieber

Seit über 10 Jahren bringe ich in der Hundeschule Jagdfieber Mensch-Hund-Teams das Dummytraining bei. 


Ich habe mich voll und ganz auf das Dummytraining spezialisiert und unterrichte es hauptsächlich online in meinen Kursen und dem Mitgliederbereich "Team Jagdfieber".


In meiner kostenlosen Trainingsgruppe Jagdfieber schicke ich dir jeden Freitag eine Mail mit Infos zum Podcast oder mit einer extra Trainingsaufgabe für dich zu Hause.


Es ist so ein toller Sport und möchte dich dabei begleiten, ihn zu verstehen und zu genießen.

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