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Weitere Informationen 'In dieser Episode erfährst du, wie du dein Dummytraining strukturierter und zielgerichteter gestalten kannst. Statt ziellos verschiedene Aufgaben zu trainieren, gebe ich dir ein System an die Hand: die 4 Trainingsfelder. Sie helfen dir, dich im Trainingsdschungel besser zurechtzufinden, typische Probleme zu erkennen und gezielt an ihnen zu arbeiten.
Warum ein Trainingssystem wichtig ist
Kennst du das? Du möchtest trainieren, weißt aber nicht genau, womit du anfangen sollst. Oder du hast das Gefühl, den Überblick verloren zu haben – was kann dein Hund schon gut, woran musst du noch arbeiten? Genau hier setzt mein System an.
Das Dummytraining ist vielfältig, spannend, aber manchmal auch überfordernd. Mit den 4 Trainingsfeldern bekommst du eine klare Orientierung:
- Unabhängigkeit
- Vertrauen
- Kommunikation
- Frustrationstoleranz
Du musst nicht jede Übung in allen vier Feldern machen, aber du solltest verstehen, wo dein Hund gerade steht und was er braucht, um sich weiterzuentwickeln.
Feld 1: Unabhängigkeit – Lass deinen Hund selbstständig arbeiten
In diesem Feld geht es darum, dass dein Hund selbstständig Entscheidungen treffen, seine Nase einsetzen und Gelände annehmen kann – ganz ohne Hilfe von dir. Er soll lernen, dass er etwas finden kann, auch wenn du ihn nicht direkt führst.
Was dein Hund hier lernt:
- Eigenständige Suche mit Ausdauer
- Sichere Gelände- und Wassereingänge
- Vertrauen in seine Fähigkeiten
Typische Probleme bei mangelnder Unabhängigkeit:
- Dein Hund fragt in der Suche ständig nach
- Er meidet schwieriges Gelände
- Er verlässt sich zu sehr auf deine Hilfe
Der Schlüssel ist: Nicht zwingen, sondern positiv bestärken. Dein Hund soll merken: „Wenn ich selbstständig arbeite, finde ich etwas Tolles!“
Feld 2: Vertrauen – Dein Hund folgt dir, auch wenn er es besser weiß
Nachdem dein Hund gelernt hat, sich selbst zu vertrauen, geht es nun darum, dir zu vertrauen. Gerade bei Blinds oder in schwierigen Situationen ist es wichtig, dass dein Hund deine Führung akzeptiert – selbst wenn seine eigene Idee eine andere ist.
Was dein Hund hier lernt:
- Deine Signale zu akzeptieren, auch gegen seine Intuition
- Dir über große Distanzen zu folgen
- Verleitungen zu ignorieren, weil er dir vertraut
Typische Probleme bei mangelndem Vertrauen:
- Der Hund läuft nicht auf Blinds
- Er stoppt nicht oder lässt sich nicht pushen
- Er fällt immer wieder auf Verleitungen herein
Vertrauen entsteht durch klare Kommunikation, faire Führung und Erfolgserlebnisse – nicht durch Druck. Wenn dein Hund dir glaubt, folgt er dir auch durch schwieriges Gelände oder über weite Wasserflächen.
Feld 3: Kommunikation – Helfen statt nerven
In diesem Feld geht es um den Dialog zwischen dir und deinem Hund. Dein Hund soll lernen, dass deine Signale eine Hilfe sind – kein lästiges Eingreifen. Gleichzeitig lernst du, wann und wie du eingreifen solltest.
Was dein Hund hier lernt:
- Deine Signale als nützlich zu erkennen
- Nach dem Stoppsignal aufmerksam auf deine Hilfe zu reagieren
- Auch auf Distanz mit dir „im Gespräch“ zu bleiben
Was du hier lernst:
- Wann du eingreifen solltest – und wann nicht
- Wie du gezielt unterstützt, ohne zu verwirren
- Wie du Timing, Tonfall und Klarheit verbesserst
Typische Probleme ohne gute Kommunikation:
- Der Hund ignoriert Signale oder macht einfach sein Ding
- Er stoppt zwar, reagiert aber nicht auf weitere Hilfen
- In Prüfungen lässt er sich nicht lenken oder helfen
Gute Kommunikation ist der Schlüssel für ein echtes Teamwork im Dummytraining. Du wirst merken: Je besser ihr kommuniziert, desto mehr Spaß macht das Training – für euch beide!
Feld 4: Frustrationstoleranz – Bleib cool, auch wenn’s schwer wird
Das vielleicht unterschätzteste Feld: Die Fähigkeit deines Hundes, mit Rückschlägen umzugehen, ruhig zu bleiben und auf Anweisungen zu warten – auch wenn es schwerfällt. Gerade bei sehr motivierten oder sensiblen Hunden ist das Training dieser Fähigkeit enorm wichtig.
Was dein Hund hier lernt:
- Ruhig bleiben trotz Aufregung (z. B. bei Markierungen oder Verleitungen)
- Nicht einspringen, nicht fiepen, nicht knautschen
- Kontrolle behalten, auch wenn es mal nicht sofort losgeht
Typische Probleme ohne Frustrationstoleranz:
- Einspringen, Fiepen, Aufdrehen
- Knautschen durch Stress
- Konzentrationsprobleme, wenn er warten muss
Frustrationstoleranz trainierst du nicht, indem du den Hund aus allem heraushältst, was ihn stresst – sondern indem du ihm hilfst, damit umzugehen. Geduld, Klarheit und Wiederholungen helfen dabei.
So nutzt du das System der 4 Felder
Mit diesen vier Feldern hast du jetzt ein klares Raster zur Hand, um dein Training besser zu planen:
- Unabhängigkeit – wenn dein Hund zu unsicher oder anhänglich ist
- Vertrauen – wenn dein Hund sich nicht führen lässt
- Kommunikation – wenn er deine Hilfe nicht annimmt
- Frustrationstoleranz – wenn er schnell überdreht oder gestresst reagiert
Du kannst jedes Feld einzeln trainieren oder gezielt kombinieren. Anfänger starten am besten mit Einzelfeldern, Fortgeschrittene können Aufgaben nutzen, die mehrere oder alle Felder gleichzeitig ansprechen.
Fazit: Werde ein starkes Team
Am Ende geht es nicht darum, einen perfekten Hund zu formen, sondern ein starkes, harmonisches Team zu werden. Ein Team, das sich aufeinander verlassen kann, klar kommuniziert und gemeinsam Probleme meistert.
Wenn du mehr zu den einzelnen Trainingsfeldern lernen möchtest, höre dir die nächsten Episoden von Dummy & Co. an – dort gehen wir detailliert auf jedes einzelne Feld ein. In meiner Trainingsgruppe Jagdfieber findest du außerdem passende Aufgaben zu jeder Folge.




