Wie du deinen Hund wirklich auf die Aufgaben in der Dummy A Prüfung vorbereiten solltest

Meine Nummer ist dran und ich gehe mit Eddi zur Richterin. Sie begrüßt mich sehr nett und erklärt mir die Aufgabe.

„Du bleibst mit deinem Hund an dieser Fahne stehen. Die Helfer sind da hinten vor dem Wald. Siehst du sie? Ja? Okay. Wir gehen jetzt gemeinsam langsam auf sie zu und wenn ein Schuss kommt, dann bleibst du stehen. Dann gehen wir wieder weiter und nach dem zweiten Schuss, darfst du schicken. Alles verstanden? Ja? Dann los. Wird alles und viel Glück!“

Meine Hände sind schwitzig, ich zappel zu lange mit der Leine rum und Eddi steht aus der Grundstellung auf. Nochmal sitz und dann können wir starten.

Ich sage „Fuß“ und gehe auf die Helfer zu. Die Richterin gibt mir kurz einen Hinweis, dass ich viel zu schnell bin, also Schneckentempo an. Eddi hat fast die ganze Zeit die Nase auf dem Boden. Ob es zu spannend ist? Oder ist er zu aufgeregt und versucht sich abzulenken? Egal, Eddi – Fuß! Okay, er ist wieder bei mir, weiter gehts. Oh, ich muss mal etwas schneller machen, Eddi ist zu weit vor, aber die Richterin meinte ich soll langsamer laufen. „Puff“ Shit. Ich hab den Wurf verpasst. Naja, Eddi hat ihn bestimmt gesehen. Jetzt nochmal Fokus! Hätte ich eigentlich stehen bleiben sollen? Oh, mann soviel an was man denken muss und ich... „Puff“. So schnell? Ich dachte ich hätte noch Zeit Eddi ein bisschen einzuordnen. Achso, ja stehen bleiben! Ausrichten, warum glotzt Eddi immer zur Seite??? Egal, Mut für die Unwissenden - Apport!

Das war ein kleiner Ausschnitt in den Kopf einer Teilnehmerin der Dummy A.

Hast du von der Dummy A schon mal gehört? Ja, nein, vielleicht? Im nächsten Absatz erfährst du was es mit der Dummy A beim Dummytraining auf sich hat und warum du sie auf jeden Fall als Prüfung ins Auge fassen solltest.

Weißt du, was die Dummy A Prüfung ist?

Sie ist die Arbeitsprüfung mit Dummys in der Anfängerklasse des DRC (Deutscher Retriever Club). Sie ist die Eintrittskarte in die DRC Workingtest Welt.

Diese Prüfung muss gemeistert werden, wenn man bei Retrieverprüfungen oder Workingtests mitmachen möchte.

Die Dummy A Prüfung besteht aus 4 Aufgaben:

1 – Einzelmarkierung
2 – große Suche
3 – Wasserapport
4 – Walk Up

Alles kein großes Ding.

Es sind vor allem geworfene Dummys (2 mal auf Wiese, 1 mal ins Wasser), die dein Hund apportieren soll und einmal Nase runter und ein paar Dummys in der Nähe finden.

Da ist es doch total logisch mit Werfen und Suchen zu beginnen, oder?

So bereiten sich alle auf eine Prüfung vor.

Du schaust dir an, was verlangt wird und dann wird das geübt, bis man so gut ist, dass man melden kann.

Und das ist der größte Fehler, den viele neue Hundehalter machen, die irgendwann mal die Dummy A laufen wollen.

Die Aufgaben der Dummy A Prüfung sind ein schlechtes Beispiel

Neben dem Dummy werfen – sitzen bleiben – hinrennen – wiederbringen gibt es noch eine sehr große Palette an Sachen, die dein Hund lernen muss, bevor du starten kannst.

Ich wage mal zu behaupten, dass jeder Fiffy von nebenan zu einem Dummy rennen kann. Das ist keine große Kunst. Das musst du also auch nicht üben.

Erster Merksatz für die Dummy A: Markierungen am Anfang vermeiden!

Viel schwieriger ist es einem Hund beizubringen:

A - sich nicht so aufzuregen, bevor es los geht,
B - mit dir zusammen zuarbeiten, anstatt sein eigenes Ding zu machen und
C - dir alles immer und sofort zu bringen, anstatt damit herumzukaspern oder es gar nicht erst aufzunehmen.

Dinge, die du über die Dummy A wissen solltest

Es gibt da nämlich noch ein Extra Fach bei der Dummy A, was du kennen solltest.

Dein Hund darf NICHT:

Das Problem: Wenn du mit den Prüfungsaufgaben im Kopf das Training startest, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dein Hund fiept, einspringt, aufgeregt ist, Dummy tauscht, pinkelt und in der Fußarbeit vorprellt oder hängt.

Also was nun tun, wenn man die Orientierung an den Prüfungsaufgaben unsinnig ist?

Welche Aufgaben du als erstes trainieren musst, damit die Dummy A Prüfung ein Erfolg wird

Die Elemente, auf die du dich am Anfang konzentrieren solltest, sind:

  • Voran
    -> Damit dein Hund lernt, dass auch du Ideen hast, die es sich lohnt zu folgen. Damit kannst du das Vertrauen in dich aufbauen und stärken und gleichzeitig gegen den „ich weiß es aber besser“ Teufel auf der Schulter deines Hundes vorgehen.
  • Kleine Suche
    -> Damit dein Hund lernt, klein zu bleiben und intensiv zu suchen, anstatt wild durch die Gegend zu rennen, um auf gut Glück ein Dummy zu finden. Übrigens auch eine wunderbares Training, damit der Hund auf der Fallstelle der Markierung intensiver sucht.
  • Fußarbeit
    -> Damit dein Hund lernt, sich runterzufahren und nicht nur den Impuls auszuhalten. Dadurch wird dein Hund viel entspannter in der Prüfung sein und du kannst dich viel besser auf den Ablauf und die Geschehnisse drumherum konzentrieren.
  • Große Suche/Bringen
    -> Damit dein Hund lernt, seine Nase zu benutzen, anstatt nur seinen Augen zu vertrauen. Plus du kannst hier ganz ohne Stress und Werfen trainieren, dass dein Hund alles was er findet direkt zu dir bringt. Somit kommt es gar nicht erst zum blinken, tauschen und pinkeln später.

Die konkreten ersten Aufgaben zu den vier Elementen mit Anleitung und Beschreibung kannst du dir mit dem kostenlosen Starter Kit herunterladen -> klick

Meine Empfehlung: Dann erst mit den anderen Elementen weiter trainieren.

Erst wenn dein Hund alle Elemente beherrscht solltest du die Dummy A melden.

Warum ich das so sage, obwohl in der Dummy A Prüfungsordnung nichts von Einweisen, Sitzpiff und Co steht, kommt im nächsten Absatz.

Zweiter Merksatz für die Dummy A: Trainiere nicht nach der Prüfungsordnung der Dummy A, sondern trainiere mit deinem Hund systematisch und logisch, sodass er die Dummy A im Vorbeigehen absolvieren kann.

Warum muss dein Hund erst alle Elemente können?

Weil du deinem Hund helfen möchtest Punkt!

Die Markierung ist geflogen, dein Hund ist ruhig geblieben, du gibst dein „Apport“, dein Hund rennt genau auf die korrekte Position und findet nicht. Du stehst da und weißt nicht was du tun sollst. Im Training hat das mit dem Markieren immer gut funktioniert. Aber nun rennt dein Hund immer weitere Kreise und bekommt keinen Wind vom Dummy. So langsam verliert er den Mut, bleibt stehen und schaut dich an. Und du kannst nichts tun, außer ihn zurück zu rufen.

Genau davor möchte ich dich bewahren.

Dieses Gefühl der Hilflosigkeit, wenn dein Hund so nah am Dummy ist und so sehr alles richtig machen möchte und er einfach Pech hat und nicht findet.

Deswegen.

Dritter Merksatz für die Dummy A: Du musst deinen Hund mindestens auf 50m einweisen können (Sitzpfiff, Links, Rechts, Back), bevor du starten kannst.

Wie du alle Elemente in einem Trainingsplan integrieren kannst, kannst du hier nachlesen -> klick

Für eine bessere Übersicht habe ich dir hier eine Checkliste für die Dummy A erstellt.

Checkliste: Was sollte dein Hund können, bevor du die Dummy A Prüfung meldest?

  1. Fußarbeit auf hohem Erregunglevel (nicht bei dir zu Hause um die Ecke)
  2. Bringfreude in jeder Lebenslage (am besten dein Hund überschlägt sich fast, wenn er ein Dummy findet, weil er es soo gerne zu dir bringen möchte)
  3. Innere Reife, damit er die neuen Erlebnisse auch verarbeiten kann
  4. Äußere Reife, damit sein Körper keinen Schaden nimmt (mind. 12 Monate besser 18 Monate alt)
  5. Er kann sich wegdrehen von einer Markierung
  6. Dein Hund kann Blinds auf 20 m
  7. Dein Hund kann die mittlere Suche auf 10m x 10m
  8. Dein Hund gibt dein Dummy in die Hand
  9. Bringt Dummys freudig und direkt zurück (ohne Pinkeln)
  10. Schüttelt sich nicht am Wasser

Ab wann solltest du mit der Dummy A starten?

Wenn du dich wohl damit fühlst und du bei der Checkliste mind. 8 von 10 Punkten abhaken kannst.

Nicht weil die Dummy A gerade um die Ecke angeboten wird oder weil dein Hund die letzten beiden Trainings okay war oder weil du eine Deadline brauchst, um im Training zu bleiben.

Wenn die Dummy A deine erste Prüfung sein wird, dann solltest du dort so entspannt wie möglich antreten.

Ja, andere gehen schon viel früher mit viel jüngeren Hunden.

Aber entweder haben sie Erfahrung, sind cool in der Prüfung und schätzen ihren Hund korrekt ein oder sie machen einen Riesen-Fehler.

Und jetzt noch die Frage, wer kann da eigentlich mitmachen?

Wer kann bei der Dummy A Prüfung mitmachen?

Teilnehmen dürfen alle Jagdhunde mit Papieren (VDH).
Mindestalter ist 10 Monate.

Aber ganz abgesehen von diesen Beschränkungen finde ich die Dummy A als erstes Prüfungsziel sehr schön.

Auch wenn du mit deinem Hund nicht unter die teilnehmende Fraktion fällst, kann dir diese Prüfung ein guter Anhaltspunkt sein auf das du hintrainieren kannst. Denn anfangen kannst du mit dem Dummytraining an sich schon viel eher. Mehr dazu erfährst du hier: P079: Welpe, Junghund, Pubertät, erwachsener Hund – Dummytraining für jedes Alter

Vielleicht organisierst du mit 2 Freundinnen eine interne Dummy A Prüfung nur für euch drei? Eine macht die Richterin, eine die Helferin und die andere wird geprüft. Dann rotiert ihr dreimal und schon habt ihr alle einen tollen Tag verbracht.

Alternativen zur Dummy A

Du hast keinen Hund mit Papieren? Dann schau dir mal den BHV an. Dort kann man auch ohne Papiere Dummyprüfungen absolvieren.

Wenn du Dummytraining ohne Prüfung machen möchtest, höre dir auch diese Podcastepisode an: -> P104: 7 Dinge die du vernachlässigen kannst, wenn du KEINE Prüfung im Dummytraining melden möchtest

Möchtest du wissen, mit welcher Prüfung ich starten würde, höre dir diese Podcastepisode an: P029:Mit welcher Prüfung du als erstes starten solltest

Wissenswertes zu Dummyprüfungen findest du außerdem in der Podcastepisode P043: Was darf man auf einem Workingtest und was nicht?

Jetzt weißt du, was dein Hund alles können sollte, was nicht explizit in der Prüfungsordnung steht. Deswegen können wir jetzt zum Abschnitt über die einzelnen Aufgaben an sich kommen. 

Die einzelnen Aufgaben der Dummy A Prüfung

Und jetzt kommen wir zu den einzelnen Aufgaben der Dummy A. Ich habe dir zuerst aufgeschrieben, was in jeder einzelnen Aufgabe verlangt wird und dann meine Sicht zu den Knackpunkten dieser Aufgabe.

Einzelmarkierung Land

Wie es in der Prüfung abläuft:

Du stehst mit deinem unangeleinten Hund auf einer Wiese. Die Richterin steht hinter dir und gibt ein Signal an den Helfer (meistens indem ein Klemmbrett hochgehalten wird). Dann schießt eine Helferin (Schreckschuss) in die Luft und die andere Helferin wirft ein Dummy entweder vor sich, seitlich oder seitlich hinter sich. Die Entfernung ist dabei geländeabhängig, aber im Schnitt so zwischen 30 und 50m.

Dummy A Prüfung Aufgaben Markierung Land

Was meiner Meinung nach die Knackpunkte sind:

Dein Hund muss sitzen bleiben und die Klappe halten, während der gesamten Zeit.

Die Markierung sollte zügig gearbeitet werden. Also kein langes Rumsuchen an der Fallstelle.

Wenn das Dummy gefunden wurde, muss es sofort aufgenommen werden. Kein Rumgucken in die Ferne oder sondieren oder nochmal woanders hinlaufen.

Nach der Aufnahme direkt zu dir zurück kommen, ohne pinkeln, Helfer anlaufen/begrüßen oder großem Bogen. Perfekt ist es, wenn dein Hund schneller rein als raus geht, aber das ist auch Hunde-Typ abhängig.

Abgabe sicher und ohne Hektik in deine Hand. Ob das in der Grundstellung passiert oder im Stehen, seitlich, frontal oder sonst wie ist Wurst. Hauptsache du zeigst, dass du nicht hektisch nach dem Dummy grapschen musst.

Dann sollte dein Hund direkt in die Grundstellung kommen, damit du deinen Hund anleinen kannst. Kein Rumhopsen, Richter abschnüffeln oder weglaufen.

Freiverlorensuche - Große Suche

Wie es in der Prüfung abläuft:

Du stehst mit deinem unangeleinten Hund vor einem Wald auf einem Weg oder einer höheren Wiese, die meistens nach hinten begrenzt ist mit einem Wald. Nur Wiese ist eher selten. Die Richterin gibt dir die Freigabe und du schickst deinen Hund so lange immer wieder in die große Suche, bis die Richterin sagt, okay, du kannst deinen Hund anleinen.

Dummy A Prüfung Aufgaben Suche

Was meiner Meinung nach die Knackpunkte sind:

Das Suchengebiet ist meistens sehr klein (10x10m) und die Dummys liegen extrem nah bei dir. Das soll wahrscheinlich zeigen, dass dein Hund nicht überläuft oder die Nase erst später anmacht. Egal was für einen Grund, trainiere für die Dummy A eine extra Suche -> bei uns im Team Jagdfieber heißt sie mittlere Suche.

Dein Hund darf nicht tauschen, auch wenn zwei Dummys sehr nah beieinander liegen.

Je nachdem, wie du stehst, bekommt dein Hund vielleicht nicht genug Wind, um das Dummy schnell zu finden.

Dein Hund wird zu groß oder kommt zu dir zurück.

Mehr zur großen Suche erfährst du in dieser Podcastepisode P004: Drei Wege die Suche zu verbessern

Einzelmarkierung Wasser

Wie es in der Prüfung abläuft:

Du stehst mit deinem unangeleintem Hund an einem Gewässer ca. 5m von der Uferkante entfernt. Meist ein kleinerer See, selten Fließgewässer. Die Richterin steht hinter dir und gibt ein Signal an den Helfer (meistens indem ein Klemmbrett hochgehalten wird). Dann schießt eine Helferin (Schreckschuss) in die Luft und die andere Helferin wirft ein Dummy ins Wasser. Die Richterin wartet 2 Sekunden und gibt dann frei. Dann schickst du deinen Hund Apport auf die Wassermarkierung, dein Hund geht direkt ins Wasser, fängt an zu schwimmen, dreht nach dem Dummyfang direkt um und kommt durchs Wasser wieder zu dir zurück. Dein Hund kommt aus dem Wasser, bleibt nass und hält das Dummy fest. Er gibt es dir in die Hand und erst dann schüttelt sich dein Hund. Dann wieder Grundstellung und anleinen.

Dummy A Prüfung Aufgaben Markierung Wasser

Was meiner Meinung nach die Knackpunkte sind:

Fußarbeit zum Wasser ist hier schon für viele zu schwierig und muss als erstes geübt werden.

Schütteln bevor das Dummy in die Hand gegeben wurde.

Vierter Merksatz für die Dummy A: Wenn dein Hund noch keine Fußarbeit am Wasser zeigen kann, wenn du einen Stein ins Wasser wirfst, dann melde nicht die Dummy A!
Hinweis zum Schwimmen:

Schwimmen sollte vor dem ersten Wasserapport geübt werden, damit dein Hund nicht soviel Eustress – Freudestress beim Einstieg ins Wasser hat und es direkt richtig macht. Also erstmal gerade und direkten Wassereinstieg OHNE werfen üben und wenn das sitzt erst mit Markierungen über Wasser beginnen, bevor was im Wasser landet.

Wenn dein Hund im Wasser am Dummy ist, sollte er direkt zurückkommen und nicht die Abkürzung über Land nehmen. Das am besten gleich von Anfang an üben und die Gewässer so wählen, dass ein Aussteigen nicht so attraktiv für deinen Hund ist, wie ein direktes Zurückkommen.

Bei der Abgabe aus dem Wasser solltest du vor allem beachten, dass du deinem Hund beibringen musst, dass Wasser im Fell richtig, mega geil ist. Nicht, dass du soviel Druck mit „Halten“ machst, dass er sich nicht traut zu schütteln -> mehr dazu kannst du in meinem Wasserkurs lernen.

Appell und Memory

Wie es in der Prüfung abläuft:

Diese Aufgabe ist oft unterschiedlich von Dummy A zu Dummy A. Aber meistens läuft es so ab. Du stehst mit deinem unangeleinten Hund auf einer Wiese. Die Helfer stehen vor dir, die Richterin hinter dir. Nach der Freigabe beginnst du mit Fußarbeit geradeaus. Entweder laufen die Helfer dann vor dir her, seitlich mit oder sie bleiben stehen und du läufst auf sie zu. Die Richterin steht hinter dir und gibt ein Signal an den Helfer (meistens indem ein Klemmbrett hochgehalten wird). Dann schießt eine Helferin (Schreckschuss) in die Luft und die andere wirft ein Dummy entweder vor sich, seitlich oder seitlich hinter sich.

Die Entfernung ist dabei geländeabhängig aber im Schnitt so zwischen 30 und 50m. Du solltest bei dem Schuss stehen bleiben (und dein Hund auch!). Danach geht es nochmal mit Fußarbeit weiter und wenn die Richterin das zweite Mal das Signal an die Helfer zum Schuss gibt, dann bleibst du stehen und dein Hund kommt in die Grundstellung. Nach Freigabe schickst du deinen Hund mit Apport auf das eine (beim ersten Schuss) geworfene Dummy.

Dummy A Prüfung Aufgaben Appell
Dummy A Prüfung Aufgaben Appell Beispiel

Was meiner Meinung nach die Knackpunkte sind:

Fußarbeit!!!! Auch wenn bei den anderen Teilen die Fußarbeit nicht explizit bewertet wird, fließt sie in den Gesamteindruck vom Richter mit ein. Wenn du also bei den anderen Aufgaben schon einen schlechten (Team) Eindruck hinterlassen hast, dann wirst du spätestens hier wegen der Fußarbeit druchfallen. Dein Hund sollte bei dir bleiben und nicht nach hinten oder nach vorne prellen. Die Richter und Richterinnen sind da unterschiedlich hart in ihrem Punkteabzug, aber das muss echt nicht sein.

Bleib beim Schuss nicht abrupt stehen, sondern geh einen Schritt langsamer, bevor du stehen bleibst. So gibst du deinem Hund Zeit zu merken, dass du stehen bleibst und er wird besser in die Grundstellung kommen.

Dreh dich beim Stehen bleiben so ein, dass dein Hund direkt auf den Wurf schauen kann. Du musst NICHT so ausgerichtet sein, wie du gelaufen bist, wenn die Helfer auf der Seite werfen.

Trainiere NICHT diese konkrete Abfolge -> Fuß – Schuss und Wurf – Fuß – Schuss und Apport. Dann lernt dein Hund die Abfolge und wird in der Prüfung abkürzen und vorprellen. Lass diese Aufgabe variabel sein und überrasche deinen Hund, wann er das Dummy holen darf.

Dein Hund muss sich die Fallstelle von einer anderen Stelle aus arbeiten, als das er sie fliegen gesehen hat. Das ist für manche Hunde ziemlich schwierig. Falls dein Hund zusätzlich auch eher zur Aufregung neigt, würde ich dennoch nicht viele Markierungen üben, sondern eher den Fokus auf die Fußarbeit und Runterfahren legen. Eine schlecht gearbeitete Markierung kostet Punkte, ein Einspringen oder ein Fiep ist sofort eine Null.

Noch mehr Infos zur Dummy A Prüfung

Diese Vier Aufgaben werden in einer Prüfung in unterschiedlicher Reihenfolge abgefragt. Meistens hängt es ab vom Gelände und ob man fürs Wasser nochmal umsetzen muss oder alles an Ort und Stelle hat. Die Landmarkierung und der Appell werden oft direkt nacheinander gearbeitet.

Wenn du mehr zu den Aufgaben lesen möchtest, dann kannst du dir hier die Prüfungsordnung runterladen. -> klick

Hat dich dieser Bericht zur Dummy A eher motiviert loszulegen oder bist du völlig überfordert, mit all den Informationen?

Für beide Gefühlszustände haben wir das Starter Kit erstellt, welches du dir hier gratis herunterladen kannst -> klick Wenn du gleich loslegen willst, findest du dort konkrete Aufgaben mit Beschreibungen und Anleitungen.
 
Wenn du dich überfordert fühlst, hast du im Starter Kit eine kurze und übersichtliche Anleitung mit dem was du für den Start wissen musst und was du erstmal beiseite lassen kannst.

Für alle nur das Beste. 🙂

Gratis Starter Kit

Mit dem Starter Kit bekommst du die vier ersten Aufgaben in den vier Feldern als PDF mit Erklärungen und Step-by-Step Anleitung zugeschickt.

Und wenn du wissen willst wie der Appell vom Anfang dieses Artikels ausgegangen ist, dann...

Wie es für Eddi in der Dummy A ausgegangen ist

Eddi rennt los und ist ziemlich gut auf der Linie zur Markierung. Uff, nochmal Glück gehabt. Wie sagt man so schön, da hat dir der Hund nochmal den Ar... Mist! Er ist dran vorbei. Und jetzt sucht er viel zu weit hinten. Arg, was mach ich nur. Darf ich eigentlich pfeifen? Ist ja schon eine Markierung und man darf ja nicht einweisen auf Markierung. Aber halt, was hat Susanne immer gesagt? Wenn dein Hund Hilfe braucht, dann hilf ihm! Egal was die Richterin dazu sagt. Also los, ich probier mal den Kommpfiff und dann mach ich den Suchenpfiff. „Tut-tut“ oh cool, er kommt! Super, oh ja, schnell. „Trillertrillertriller“ der Suchenpfiff kam jetzt echt knapp, aber ja! Eddi nimmt die Nase runter, jetzt ist er genau da! Und? Darf man Nägel kauen in einer Prüfung?? Er hat es!

Ich höre das Ausatmen der Richterin und wir sind beide echt happy. Jetzt noch die Abgabe okay, Eddi ist auf dem Weg, was für ein Affenzahn. Stopp, nicht so schnell du rennst mich noch um, lieber ein paar Schritte nach hinten gehen... Okay, Hand raus uuuuuuund ich habs. Jipiiiiiii! Eddi „komm ran“ jetzt noch Leine dran und dann geht es grinsend in die Wartezone. Und die Fußarbeit wird ab morgen aber sowas von geübt!

Viel Spaß beim Training und teile dein Training gerne mit mir auf Instagramm und tag mich mit @susanne.jagdfieber!