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Weitere Informationen 'Dummytraining lockt mit einer riesigen Produktwelt. Westen, Dummies in jeder Farbe und Größe, Launcher, Sprays, Spezialleinen. Vieles davon ist nett. Einiges davon ist sinnfrei. Und manches schadet sogar dem Training.
In dieser Episode teile ich meine persönliche Ausrüstungsliste, aufgeteilt in vier Kategorien: was du wirklich brauchst, was du weglassen kannst, was praktisch aber kein Muss ist, und was bei spezifischen Baustellen hilft.
Die vollständige Übersicht findest du unter www.hundeschule-jagdfieber.de/ausrüstung.
Susannes Must-Haves
Dummies
Sechs grüne Standard-Dummies von verschiedenen Herstellern, nicht als Set. Dein Hund soll von Anfang an lernen, dass Dummies unterschiedlich aussehen und sich unterschiedlich anfühlen. Dazu zwei rote Standard-Dummies, vier Wasser-Dummies und vier kleine Mini-Dummies für die intensive Suche. Außerdem mindestens ein breites Dummy für Hunde, die am Zipfel tragen oder nur in den Frontzähnen greifen.
Wichtig bei Farben: kein Blau, kein Weiß. Dein Hund soll mit der Nase arbeiten, nicht mit den Augen.
Leine und Geschirr
Eine Moxonleine in auffälliger Farbe, also Pink, Neonrot oder Neongelb, damit du sie im Gelände wiederfindest. Die Länge ist individuell, aber die Leine sollte in der Grundstellung nur einen leichten Bogen machen, nicht straff, nicht zu lang. Ein Geschirr gehört ebenfalls zur Basisausrüstung, solange die Fußarbeit noch im Aufbau ist.
Weste, Pfeife und Einweisestäbe
Eine Dummyweste oder -tasche, je nach Vorliebe. Mehrere Pfeifen, nicht nur eine. Und mindestens drei bis vier Einweisestäbe. Wer nur einen kauft, trainiert seinen Hund darauf, zu einem weißen Stab zu laufen statt der Hand zu folgen. Erst wenn mehrere Stäbe aufgestellt sind und deine Hand die Richtung vorgibt, ergibt dieses Hilfsmittel wirklich Sinn.
Welche Ausrüstung sinnfrei oder kontraproduktiv ist
Blaue und weiße Mini-Dummies. Der Sinn eines Mini-Dummies ist, nicht mit den Augen gefunden zu werden. Wer ihn blau oder weiß macht, hebelt genau das aus.
Welpen-Dummies für ausgewachsene Hunde. Sie sind zu leicht, verführen zum lässigen Tragen und machen Abgabe und Aufnahme schlechter statt besser. Wer im Zahnwechsel noch kein Dummy nutzt, nimmt Spielzeug. Danach reicht der Standard-Dummy.
Geruchsspray für Dummies. Der Effekt bleibt in der Praxis aus.
Kann man kaufen, muss aber nicht
Für Fortgeschrittene oder alle, die auch mit Wild arbeiten, sind folgende Dinge praktisch: eine Moxon-Umhängeleine für freie Hände, ein Armflex für bessere Sichtbarkeit beim Einweisen, Dead Fowl Dummies und Fell-Dummies für ungewohnte Formen und Konsistenz, Lockenten für Toller-Prüfungen, ein Hundemantel nach dem Wasser sowie festes Schuhwerk, am besten isolierte Gummistiefel.
Utensilien für spezifische Baustellen
Verleitung beim Einweisen: Einweisestäbe, in ausreichender Anzahl und korrekt eingesetzt.
Spielen mit dem Dummy auf dem Rückweg: Schwere Dummies, die genauso aussehen wie normale 500g-Dummies. Der Hund greift, merkt es erst dann und kann trotzdem nicht ausweichen.
Aufregung in der Gruppe: Wasserballons als Schussersatz. Klein aufpumpen, in der Hand knallen lassen. Günstig, effektiv, ohne Gruppe.
Kein korrekter Griff: Dreiteilige Dummies, die in der Mitte weich sind und dem Hund zeigen, wo der optimale Greifpunkt liegt.
Keine Ausdauer beim Schwimmen: Weiße Wasser-Dummies, die auch auf größere Entfernung gut zu sehen sind.
Geländehärte: Futter-Dummies mit stark riechendem Inhalt, an den Rand des schwierigen Geländes geworfen. Der Hund geht von allein rein, weil er es will, nicht weil er muss.
Fazit
Gute Ausrüstung macht kein gutes Training, aber schlechte oder falsch eingesetzte Ausrüstung kann Training erschweren oder sogar zunichtemachen. Fang mit dem Wesentlichen an, lass den Rest weg und schau erst dann weiter, wenn du weißt, was du wirklich brauchst. Die vollständige Liste mit allen Empfehlungen findest du unter www.hundeschule-jagdfieber.de/ausrüstung.




