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Weitere Informationen 'Meistens trainiert man Dummytraining häufiger alleine als in der Gruppe. Auf dem Spaziergang ein paar Übungen einbauen, für eine spezielle Baustelle in ein geeignetes Gebiet fahren. Das geht alles prima, bis man merkt: Es fehlt ein Helfer.
Vor allem wenn man an Baustellen arbeiten möchte, ist eine Person, die einem ein paar Dummies durch die Gegend wirft, echt praktisch. Aber sie ist kein Muss. In dieser Episode zeige ich dir anhand von drei häufigen Vorbehalten, wie du Blinds, Steadyness in der Gruppe und Markierungen auch ohne Helfer trainieren kannst.
Baustelle 1: Blinds
Dein Hund bekommt sofort mit, wenn du ein Dummy irgendwo verstecken möchtest. Je unauffälliger du es versuchst, desto aufmerksamer wird er.
Der häufigste Fehler ist deshalb, das Dummy heimlich auslegen zu wollen. Leg es stattdessen ganz entspannt aus, auch wenn der Hund es sieht, und geh einfach weiter. Entferne dich, ignoriere sein Interesse. Die meisten Hunde vergessen es schneller als man denkt. Sobald er sich wieder normal verhält, schickst du ihn.
Zusätzlich kannst du den Winkel verändern: zwei Seiten eines Dreiecks ablaufen, die dritte Seite geht der Hund. So wird aus einem gesehenen Dummy zumindest ein halbechtes Blind. Oder du baust eine Zwischenaufgabe ein: erst in eine Suche oder auf ein Memory schicken, dann auf das ausgelegte Dummy.
Baustelle 2: Steadyness in der Gruppe
Dein Hund ist im Einzeltraining super, aber sobald er in einer Gruppe arbeiten soll, dreht er auf und kommt nicht mehr runter.
Wenn dein Hund in der Gruppe ständig in denselben Fehler läuft, setz die Gruppe lieber vorübergehend aus. Ein Fehler, der sich einbrennt, dauert länger zu korrigieren als er entstanden ist. Geh weiterhin hin, um zuzuschauen und die Aufgaben für zu Hause mitzunehmen, aber lass deinen Hund vorerst zu Hause.
Die Aufregung einer Gruppe lässt sich auch alleine nachstellen. Kleine Wasserballons als Schussersatz in der Hand knallen lassen, an Schießanlagen trainieren, in Parks mit freilaufenden Hunden Fußarbeit üben. Die Ablenkung anderer Hunde ist kein Problem, sondern eine Chance.
Baustelle 3: Markierungen
Keiner ist da, der dir eine Markierung wirft. Also kannst du es nicht üben.
Doch. Hund absitzen, Markierung selbst werfen, entweder direkt vom Standort aus schicken oder zurückgehen und von dort schicken. Beides funktioniert, je nach Hund.
Ein wichtiger Hinweis zur Reihenfolge: Markierung sollte erst trainiert werden, wenn dein Hund ruhig und steady ist. Ein Hund, der eingewiesen werden kann, ist auf der Prüfung wertvoller als einer, der gut markiert, aber fiept. Markierung kommt zum Schluss, nicht am Anfang.
Die Vorteile des Alleintrainings
Einzeltraining ist kein Ersatz für die Gruppe. Es hat Vorteile, die du dort gar nicht hast: zeitliche Flexibilität ohne feste Termine, freie Gebietswahl abgestimmt auf die aktuelle Baustelle, selbst bestimmte Intensität und Häufigkeit, perfektes Timing ohne Rücksicht auf andere und die Möglichkeit, sich per Video aufzunehmen und das eigene Handling zu analysieren.
Fazit
Kein Helfer bedeutet nicht, dass du an deinen Baustellen nicht weiterkommst. Blinds, Markierungen und Aufregung lassen sich alle alleine trainieren, wenn man weiß wie. Wer Einzeltraining strukturiert angeht, kommt oft schneller voran als in der Gruppe, weil er genau das trainiert, was sein Hund gerade braucht.




