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Weitere Informationen 'Fußarbeit richtig korrigieren – so gelingt dir eine ruhige, präzise und verlässliche Fußarbeit
Fußarbeit ist eine der Grundlagen jeder guten Dummyarbeit und gleichzeitig für viele Teams eine große Herausforderung. Vielleicht kennst du das: Du läufst mit deinem Hund 30 oder 50 Meter korrekt im Fuß und plötzlich wird er schneller, zieht zu einem bestimmten Punkt oder schnüffelt.
Doch wie kannst du die Fußarbeit richtig korrigieren, ohne deinen Hund zu verunsichern? Und wie schaffst du es, dass er erst gar nicht aus der Position möchte?
In dieser Podcast Episode erfährst du die wichtigsten Prinzipien für sinnvolle Korrekturen und bekommst einen klaren Trainingsaufbau, der die Fußarbeit zuverlässig stabilisiert.
Warum eine Korrektur allein das Problem nicht löst
Viele Hundeführer konzentrieren sich darauf, wie sie korrigieren sollen, dabei übersehen sie den eigentlich entscheidenden Teil: Der Hund muss wissen, was richtig ist, bevor du korrigierst.
Sonst korrigierst du nur ein Verhalten, das er nie wirklich verstanden hat, und ihr landet in einer unangenehmen Schleife: Fehler – Korrektur – neuer Fehler – Korrektur.
Damit eine Korrektur wirklich wirkt, brauchst du zwei Dinge:
- Eine klare, eindeutige und immer gleiche Art der Korrektur.
- Ein korrekt aufgebautes Grundverständnis der Fußposition.
Bevor du also die Fußarbeit richtig korrigierst, musst du sicherstellen, dass dein Hund die Position überhaupt sicher kennt.
Wie du eine sinnvolle Korrektur setzt – eindeutig, punktgenau und fair
Um Fußarbeit effektiv zu korrigieren, solltest du immer dieselbe Form der Korrektur verwenden, unabhängig davon, warum der Hund die Position verlässt (Schnüffeln, schneller werden, abgelenkt werden).
Die 5 Kriterien einer guten Korrektur
- Immer dieselbe Korrektur
Egal ob der Hund schnüffelt, zieht oder abdriftet, nutze dieselbe Korrektur, damit er sie verlässlich zuordnen kann. - Die Korrektur ist klar abgrenzbar.
Dein Hund muss eindeutig erkennen: Das war die Korrektur – nichts anderes. - Die Korrektur passiert punktgenau.
Nicht erst, wenn er schon längst vorn ist, sondern in dem Moment, in dem er anfängt, die Position zu verlassen. - Er kann das Fehlverhalten nicht mehr ausführen.
Schnüffeln? Unmöglich. Vorpreschen? Geht nicht mehr. Die Korrektur muss den Zweck seines Fehlverhaltens verhindern. - Du läufst an der Problemstelle nochmal vorbei.
Keine Umwege, kein „Schummeln“. Wenn der Hund am Baum schnüffeln will, muss er am Baum korrekt Fuß laufen, nicht drei Meter daneben.
Der Negativmarker – präziser als jede Leinenkorrektur
Die präziseste Methode, um im richtigen Moment zu korrigieren, ist ein Negativmarker, z. B. ein kurzes „st“, „äh“ oder ein anderes Geräusch.
Der Vorteil:
Du kannst exakt den Moment markieren, in dem dein Hund beginnt, die Fußposition zu verlassen, viel früher und klarer, als du es mit Leine oder Hand je könntest.
Diese Methode wirkt, weil sie:
- ohne Härte auskommt
- für den Hund absolut eindeutig ist
- ihn nicht in die Meidehaltung bringt
- und gleichzeitig verhindert, dass der Hund durch Fehlverhalten Erfolg hat
So kannst du die Fußarbeit richtig korrigieren, ohne die Motivation zu zerstören.
Die 6 Grundprinzipien für eine stabile Fußarbeit
Damit du deinen Hund nicht nur korrigierst, sondern ihm auch zeigst, was richtig ist, solltest du diese Prinzipien beachten:
1. Trenne Fußarbeit konsequent von der Aufgabe
Kein Fuß zwischen zwei Dummys, solange die Fußarbeit nicht absolut sitzt.
2. Trenne Grundstellung und Fußlaufen
Beides erfordert unterschiedliche Emotionen und Techniken, baue es sauber getrennt auf.
3. Verwende zwei verschiedene Kommandos
Eines fürs Sitzen in der Grundstellung, eines fürs Laufen im Fuß.
4. Übe täglich
Kleine Einheiten sind okay, aber bitte jeden Tag.
5. Kein Kommando, bevor er es kann
Gib „Fuß“ erst dann, wenn dein Hund wirklich verstanden hat, wo er laufen soll.
6. Beende das Training rechtzeitig
Ein klarer Schluss ist besser als ein endloses Herumprobieren.
Drei Mythen über die Fußarbeit und warum du sie vergessen kannst
Mythos 1: „Kurze Einheiten reichen.“
Dein Hund muss lernen, länger im Fuß zu bleiben, sonst bricht er in jeder Prüfung ein.
Mythos 2: „Viele Wendungen halten die Aufmerksamkeit hoch.“
Für Dummyarbeit brauchst du Ruhe, Länge und ein Hund, der die Position auch langweilig aushält.
Mythos 3: „Erst auspowern, dann Fußarbeit üben.“
In Prüfungen kommt die Fußarbeit immer vor der Aufgabe, mit hoher Erregung.
Fazit: Fußarbeit richtig korrigieren beginnt lange vor der Korrektur
Wenn du deinen Hund sinnvoll korrigieren willst, musst du zuerst klar aufgebaut haben:
- Was ist die richtige Position?
- Wie lange soll er sie halten?
- Was passiert, wenn er sie verlässt?
Mit einer eindeutigen Korrektur, klarem Aufbau und gutem Timing wirst du merken:
Dein Hund läuft entspannter, sicherer und viel, viel zuverlässiger im Fuß – egal ob im Alltag oder im Dummytraining.




