P124: Gesundheit geht vor – Gangbildanalyse beim Hund mit Corinna Gerbitz

Februar 2, 2024


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In dieser Podcastepisode habe ich Tierheilpraktikerin Corinna Gerbitz zu Gast und spreche mit ihr über die Gangbildanalyse beim Hund. Sie ist meine langjährige Vertrauensperson in allen Sachen Gesundheit am Hund. Wir kennen uns noch aus alten Zeiten bei der Rettungshundearbeit, und ich freue mich sehr, dass ich sie einmal zu diesem spannenden und wichtigen Thema ausquetschen durfte.

Wer macht Gangbildanalysen beim Hund?

Es gibt keine festen Regeln, wer bei Hunden Gangbildanalysen macht. Ein Tierphysiotherapeut könnte es tun, aber das hängt von ihrer Ausbildung ab, nicht jeder Tierphysiotherapeut ist automatisch darauf spezialisiert. Ein Tierheilpraktiker muss sogar eine zusätzliche orthopädische Ausbildung machen, um Gangbildanalysen durchzuführen. Wenn du einen suchst, der es kann, musst du danach gezielt fragen oder auf deren Website nachschauen.

Wann und warum sollte man eine Gangbildanalyse machen lassen?

Die Entscheidung, wann eine Gangbildanalyse beim Hund sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei akuten Problemen, wie plötzlicher Lahmheit, ist eine sofortige Analyse nicht angebracht, sondern eher in der Nachsorge. In solchen Fällen, wie einem Kreuzbandriss, kann die Gangbildanalyse im Nachgang helfen, langfristige Probleme zu identifizieren. Nach Operationen ist es wichtig, sicherzustellen, dass der Hund sich wieder normal bewegt und keine Ungleichgewichte oder Schmerzen entwickelt. Auch bei chronischen Problemen, die sich nicht offensichtlich zeigen, kann eine Analyse helfen, etwa wenn beide Knie des Hundes betroffen sind. In solchen Fällen ist es schwer für Laien, Unregelmäßigkeiten im Gangbild zu erkennen.

Die Analyse kann auch bei sportlichen Aktivitäten des Hundes sinnvoll sein, um sicherzustellen, dass keine Belastungen oder Verletzungen auftreten. Manchmal sind es auch scheinbar kleine Dinge, wie das Werfen von Bällen mit einer Schleuder, die zu Verletzungen führen können, die man nicht direkt sieht. Die Gangbildanalyse hilft, solche Details zu erkennen und passende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Was passiert nach der Gangbildanalyse?

Nach der Gangbildanalyse werden je nach Bedarf weitere Schritte eingeleitet. Bei offensichtlichen Problemen, wie Lahmheiten, kann eine Weiterleitung zur Tierklinik für Röntgenbilder oder weitere Diagnostik erfolgen.

Falls bereits Voruntersuchungen stattgefunden haben und keine dauerhafte Lösung gefunden wurde, kann eine Therapie beginnen. Diese kann Akupunktur, Laserbehandlung, Magnetfeldtherapie, unterstützende Kräuter oder Vitalpilze umfassen. Zusätzlich kann eine Physiotherapie in Betracht gezogen werden, um Muskulatur aufzubauen und Probleme langfristig zu adressieren. Osteopathie könnte ebenfalls eine Option sein, wobei die Vorgehensweise individuell auf das Tier und seine Beschwerden abgestimmt wird. Röntgenbilder allein geben keine genaue Auskunft über den Schmerzzustand, daher ist eine individuelle Herangehensweise erforderlich.

Wie läuft eine Gangbildanalyse beim Hund ab?

Die Gangbildanalyse beim Hund erfolgt einheitlich auf einer Asphaltstrecke, indem der Hund solange läuft, bis er ruhig läuft und seine natürliche Laufweise zeigt. Der Analyseprozess beinhaltet das Beobachten der Wirbelsäule, Rutenhaltung, Gliedmaßenbewegungen, Ellbogenposition, Brustkorbform und Muskelaufbau. Neben dem Schritt werden auch Übergänge und der Trab betrachtet, um eventuelle Probleme in der Hinter- oder Vorhand zu identifizieren. Ein Passgang zum Beispiel kann auf Rückenprobleme oder andere Schwierigkeiten hinweisen.

Verletzungsgefahren beim Dummytraining

Auch im Dummytraining gibt es Risiken für Verletzungen, wie Steine oder Unebenheiten im Gelände. Die Gefahr besteht, dass Hunde sich überschlagen oder in Löcher treten. Auch durch einen unvorbereiteten "Kaltstart" in Prüfungen kann sich ein Hund verletzen. Vorab-Bewegung im Training hilft, die Gelenke vorzubereiten und die Verletzungsgefahr zu minimieren.

Auch eine prophylaktische Gangbildanalyse kann bei Hunden sinnvoll sein, die sportliche Leistungen erbringen und als Diagnoseinstrument helfen, Schmerzen und Ungleichgewichte aufzudecken bevor sie zu schweren Problemen führen.

Links, die in dieser Episode erwähnt wurden:

Transkript zu dieser Episode:

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Herzlich willkommen beim Podcast Dummy & Co. Ich bin Susanne von der Hundeschule Jagdfieber und heute habe ich mal wieder ein Interviewgast bei mir zu Gast. Und zwar die liebe Corinna Gerbitz, eine Tierheilpraktikerin und ich muss sagen meines Vertrauens. Und ich kenne Corinna schon sehr, sehr lange. Wir haben uns damals bei der Rettungshundearbeit kennengelernt.

Sie repariert immer meine Hunde, oder hat sie repariert, als ich noch in Deutschland war. Wir unterhalten uns darüber, wie eine Gangbildanalyse so funktioniert, was das so ist und was man damit überhaupt macht. Also wie läuft so eine Analyse überhaupt ab? Und bei welchen Hunden ist es sinnvoll, eine Gangbildanalyse machen zu lassen? Und Was kann man bei einer Gangbildanalyse alles erkennen? Und über vieles mehr habe ich mich mit Corinna unterhalten und ich hoffe, diese Episode macht dir genauso viel Spaß beim Hören wie uns beiden bei der Aufnahme. Und Ja, dann lass uns gleich mal loslegen. Hallo Corinna, schön, dass du da bist und dass du meinem Ruf gefolgt bist, auch mal bei einem Podcast mit dabei zu sein. Ich freue mich wahnsinnig, dass du dabei bist.

Ja, hallo. Ich freue mich auch riesig, dass du mich eingeladen hast und ich dann heute hier sein kann und ein bisschen was zum Thema Gangbildanalyse erzählen kann. Ich bin Corinna Gerbitz. Ich bin hier in Launbruch an der Elbe, habe dort eine Praxis für Tiernaturheilkunde, weil ich Tierheilpraktikerin bin. Meine Schwerpunkte sind neben der Gangbildanalyse beim Hund auch die Akupunktur, Lasertherapie, Homöopathie, Auch mit Kräutern arbeite ich gerne und ein paar andere kleinere Geschichten, aber das sind die Hauptschwerpunkte. Ich habe mich 2007 hier selbstständig gemacht. Mittlerweile behandle ich fast ausschließlich Hunde und Katzen, die Pferde mittlerweile nicht mehr und habe mich heute für das Thema Gangbildanalyse hier entschieden, weil ich das auch gerade bei den Hunden, die Dummy gearbeitet werden, recht wichtig finde.

Ja, genau. Corinna hat meine Hunde immer wieder repariert. Genau. Ich war so, Corinna, Corinna, Mika ist kaputt. Kannst du den mal wieder gerade machen? Ja, das ist halt einfach das Ding, wenn die Hunde den Sport so toll finden, dann sind sie auch manchmal nicht sehr vorsichtig da, wo sie so lang laufen. Und man selber weiß ja auch manchmal gar nicht genau, wo man den Hund da gerade so reinschickt. Deswegen ist es wichtig, dass man immer ein Auge drauf hat. Und deswegen finde ich es ganz toll, dass wir uns heute darüber unterhalten.
Und Da habe ich auch gleich schon die erste Frage. Und zwar, wer macht denn überhaupt Gangbildanalysen? Also sag mal, ich habe jetzt gehört Gangbildanalysen sind total wichtig. Wo gehe ich denn dahin? Gehe ich da zum Tierarzt?

Du kannst zu verschiedenen Stellen tatsächlich gehen. Also unter anderem machen das manche Tierheilpraktikerinnen so wie ich. Jetzt müssen wir hier richtig, Praktiker und Praktikerinnen, so wie ich, die sich halt auch auf orthopädische Geschichten auch mit spezialisiert haben, die werden Gangbildanalysen anbieten. Auch Tierphysiotherapeuten, bei denen es ja ganz viel auch Bewegungsapparat geht, werden teilweise Gangbildanalysen mit anbieten. Es gibt aber auch zum Beispiel Tierärzte und manche Tierkliniken, die sich auch ganz stark orthopädisch ausgerichtet haben und sich sehr individuell auf das Tier einschließen und sich tatsächlich die Zeit nehmen, diese Gangbildanalysen durchzuführen. Eine Gangbildanalyse ist eben nicht mal eben so schnell gemacht. Das ist nicht nur, ich führe das Tier mal eben einmal vor, mal zehn Schritte vor, zehn Schritte zurück oder 20. Das ist keine Gangbildanalyse, sondern das dauert, das nimmt Zeit in Anspruch und deswegen wird das nicht überall gemacht.


Da muss man so ein bisschen schauen, wer das tatsächlich in dem Bereich, wo man wohnt, dann eben anbietet.
Und derjenige sollte dann auch sozusagen spezialisiert darauf sein? Also ich sage mal, es gibt ja auch Tierheilpraktiker, also Physiotherapeuten, Die sollten standardmäßig darauf spezialisiert sein, oder?
Bei dem Thema Tierphysiotherapeut muss ich fairerweise sagen, ich weiß im Groben, was sie machen, aber ich bin eben kein Tierphysiotherapeut. Deswegen kann ich nicht sagen, ob es da Ausbildungsrichtungen gibt, wo die Gangwildanalyse immer dabei ist, oder ob es da auch welche gibt. Das kann ich tatsächlich nicht sagen. Beim Tierhaltpraktiker selber ist ja auch nicht grundsätzlich die Gangwildanalyse dabei. Das ist ja eine komplette orthopädische Zusatzausbildung, die ich da gemacht habe, wo man wirklich dann eben die Gangbildanalyse erlernt, die durchzuführen und guckt, was ist mit den Hunden los, was gibt es da eben für Erkrankungen, woran kann ich was erkennen. Und da muss man schauen, dass man sich jemanden dann raussucht. Also das ist nicht standardmäßig irgendwo. Also ich kann nicht sagen, mit der Berufsbezeichnung macht er das automatisch, sondern das muss ich dann eben erfragen oder erlesen auf der Internetseite oder wie auch immer.


Also sollte man danach suchen, dass es eine orthopädische Weiterbildung oder Vertiefung gibt in der Richtung?
Ja, dann sollte das eigentlich vorhanden sein. Das Problem ist eben, Dieses einfach nur vorlaufen lassen. Wenn man die Gangbildanalyse nicht erlernt hat, dann übersieht man häufig was. Also Praxisbeispiel, Hund mit einem abgebrochenen Knochen- und Ellbogengelenk. Kann bei manchen Personen so vorlaufen, dass sie sagen, der läuft okay. Im Röntgenbild zeigt sich dann eben, dass da was gebrochen ist und das erkennst du teilweise nur, wenn du auch wirklich dein Auge geschult hast einfach dafür.


Ja, Hunde sind ganz schön hart im Nehmen. Gerade wenn sie versuchen, es zu kaschieren und zu sagen, nein, nein, mir geht es total super. Die Frau kommt mit Spritzen. Nein, nein, alles toll hier. Das heißt, jetzt weiß man, wo man jetzt hingeht, aber was hat man denn jetzt sozusagen von der Gangbildanalyse? Dein Beispiel war schon mal sehr gut, man weiß, dass der Hund den Knochen gebrochen hat, das ist ja auch schon ziemlich heftig. Aber was hat man denn davon? Also ich sage mal so, gehen wir jetzt mal davon aus, dass der Mensch mit seinem Hund jetzt erstmal noch keine Probleme hat. Also sollte man zu einer Gangbildanalyse gehen, wenn man Probleme sieht oder so einmal im Jahr?


Also das ist total unterschiedlich. Wenn ich jetzt zum Beispiel, wenn Indi jetzt heute akut anfängt zu lahmen, meine Dinge, so eine typische Vorderhand-Lahmheit, dieses Ticken, was jeder eigentlich erkennt, wenn sein Hund da so auf die Vorderhand fällt und dieser Kopf so runter geht, was man als Ticken oder Nicken dann eben bezeichnet, wo jeder Laie erkennen kann, mein Hund hat irgendwie eine Larmheit, das tritt heute auf oder so, dann würde ich nicht sagen, komm morgen zur Gangbildanalyse vorbei. Das macht in dem Moment keinen Sinn, weil das ist erst mal vermutlich eine ganz akute Lahmheit. Vielleicht hat er sich echt ganz blöd vertreten. Da macht es keinen Sinn, eine Gangbildanalyse zu machen. Das ist eindeutig, dass da was ist. Wenn ein Hund aber ein chronisches Geschehen hat, nehmen wir zum Beispiel mal den akuten Kreuzbandriss, der auch erst mal hinten dann ja genauso deutlich zu sehen ist. In den meisten Fällen, wie jetzt das Ticken zum Beispiel vorne, also der Hund belastet hinten ganz extrem nicht und man sieht, oh, da ist wirklich ein ganz akutes, schmerzhaftes Geschehen.


Gegebenenfalls wird Der Hund dann operiert in der Klinik, kommt dann nach Hause. Das heißt, es ist ja über längere Zeit ein schmerzhaftes Geschehen in dem Bereich. Er kann nicht richtig auftreten. Das bedeutet, er nimmt dann natürlich auch auf den anderen Toten vermehrt Last auf. Er entlastet extrem natürlich die Gliedmaße, wo es wehtut und schiebt teilweise auch mehr nach vorne rüber. Wenn es hinten wehtut, nimmt er natürlich vorne mehr Last auf. Wenn es rechts, hinten rechts wehtut, dann versucht er auch hinten links mehr aufzunehmen, weil er hinten rechts kaum auftritt. Dann kommt es dann natürlich zu Überlastungen.


Das heißt, gegebenenfalls werden an den Ansatzstellen, wo die Muskulatur ansetzt, am Knochen, vielleicht eine Überlastung statt. Vielleicht gerät auch ein Muskel dadurch in Hartspann. Ein anderer atrophiert, das heißt, er bildet sich zurück, weil er weniger benutzt wird. Dann entsteht so ein Ungleichgewicht. Und da ist halt auch die Frage, zum Beispiel, kommt der Hund da so von alleine dann eben wieder raus? Da ist natürlich auch die Physiotherapie eben angesagt oder so. Aber eben auch zu gucken, läuft er hinterher, nachdem das ausgeheilt ist, läuft er wieder vernünftig? Oder hat er immer Schuhenhaltung? Vielleicht einfach aufgrund der Muskulatur, die da nicht mehr so in dem Moment gleichmäßig ist, wie sie vorher war. Entweder nicht beidseitig gleichmäßig ausgeprägt oder nicht gleichmäßig, weil eine verkrampft im Hartspann oder eben nicht, sind da Schmerzen noch. Deswegen hat er die Gliedmaße vielleicht immer noch nicht so richtig gesetzt, was man als Laie, vor allem wenn man neben dem Hund geht, oft super schwer erkennen kann.


Ein anderes Problem ist, dass ich auch erst mal gucken muss, wie läuft der Hund an sich, selbst wenn jetzt nicht so was Akutes war, wie jetzt das Beispiel mit dem Kreuzbandriss. Wenn zum Beispiel ein Problem besteht, was relativ beidseitig ist, wenn beide Knie zum Beispiel wehtun, dann wird der Hund ein relativ gleichmäßiges Gangbild haben, aber trotzdem eins, was nicht rund ist. Und so etwas ist als Laie natürlich auch sehr schwer zu erkennen. Und da macht es dann eben Sinn, einfach zwischendurch auch mal zu gucken. Also es macht eben Sinn nach tatsächlich größeren Verletzungen, sag ich mal so, wo der Hund längere Zeit nicht, wo jeder weiß, da ist er nicht vernünftig gelaufen. Also Da macht es auf jeden Fall Sinn. Aber es macht auch Sinn, einfach mal zu gucken, ob der Hund grundsätzlich vernünftig lohnt. Dadurch, dass der Hund seine Vierfüße hat, hat er immer eine Möglichkeit, das super gut auszugleichen, dass uns das sehr schwer fällt zu sehen.


Wie gesagt, dieses Ticken oder sowas, das sieht man, Aber alles andere, was er so verschleiern kann, wird eben auch gerne versteckt und nicht so einfach dann eben zu sehen. Und gerade wenn ich dann mit dem Hund Sport machen möchte oder arbeiten möchte oder sowas, dann sollte man eben schauen, läuft der Hund wirklich rund? Oder sind da ein paar Baustellen, an die man vielleicht rangehen kann? Oder wie man vielleicht für gewisse Zeit oder auch dauerhaft das Training gegebenenfalls ändern kann? Oder die Arbeit ändern kann? Manchmal sind es ja nur Kleinigkeiten. Ein Beispiel, so ein typisches, das hat jetzt mit Sport und Arbeit weniger zu tun, aber ist dieses klassische Ballwerfen. Gerne noch mit diesen, wie heißen diese Teile, wo der ist, diese Verlängerung, wo der Ball dann drin ist, wo man so richtig schön weit schmeißen kann. Weißt du, diese Schleuder.


Ich glaube, das ist eine Schleuder, ja, so ein Ballschleuder, genau. Da sitzt der Hund schon ganz aufgeregt oder man mal hüpft da vor einem rum. Man wirft dieses Teil, der Hund prescht los und brettert voll rein und der ganze Schuh kommt ja von hinten, muss vorne abgebremst werden. Vorne haben wir ja nur die muskuläre Aufhängung, der Hund driftet dann auch rum, das geht dann nochmal voll auf die Hüfte. Und manchmal macht es dann einfach Sinn, dass man sagt, Mensch, du kannst ja mit deinem Hund dieses Spiel machen, aber vielleicht bauen wir das anders auf. Dass es ein bisschen gelenkschonender ist und dem Hund nicht so wehtut. Natürlich spreut er sich rein in dem Moment. Hinterher sagt er sich, das hat wieder wehgetan.
Und manchmal sind es dann eben einfach diese Kleinigkeiten, die man dann so ein bisschen umschiffen kann, wenn man weiß, wo das Problem ist. Sonst sieht es so, dass der Hund so ein bisschen seine kleine Baustelle hat.
Ja, auf jeden Fall. Also Das mit dem Ball, da muss ich auch immer wieder schmunzeln. Hast du mir natürlich auch erzählt. Ich mache es auch, ich werfe ja sehr selten Bälle, aber wenn ich es dann mache, bzw. Wenn jetzt die Kinder anfangen zu nerven. Ich möchte auch mal, ich möchte auch mal. Ich sage, nein, das ist mein Hund, mache ich nicht kaputt. Ich habe keine Corinna hier.


Aber dass man wirklich erst wirft und dann den Hund das Schöne ist, dann hat man gleich auch noch Steadiness-Training. Das ist gar noch positiv. Aber wo du das gerade erzählt hast, habe ich auch gedacht, ja, gerade auch wenn man in der Belohnungsphase ist, da ist man ja öfters auch ein bisschen aufgeregt. Also der Hund kommt wieder mit dem Dummy, bringt alles, alles ist toll und dann will man ihn belohnen und Dann wirft man mal ein Bärchen nach links und ein Bärchen nach rechts. Dann hat man nicht diesen krassen Schub, wie wenn der Hund erst mal 30 Meter rennt und Vollgas reinrennt. Das nimmt dann immer nur so ein Meter oder zwei Meter. Aber das ist dann schon ganz gut, wenn man vorher diese Gangbildanalyse einfach mal profilaktisch auch gemacht hat, zu schauen, ob denn der Hund wirklich rund läuft, wie man das glaubt.


Genau. Du hattest das aber auch irgendwo schon mal gezeigt, dass du das Mika, den du auch gerne so bestätigt hast, einfach den Ball in die Schnauze gesteckt hast.


Genau.
Zum Beispiel, Wenn ich weiß, dass mein Hund da wirklich ein Problem hat, dann kann ich das normale Spielen so abwandeln. Oder ich werfe nur diese zwei, drei Meter, dass der Hund sagt, einmal, juhu. Ich habe ihn, aber nicht dieses erst mal in Vollgas gehen und dann reinbrettern und nochmal umschließen. Der Schub kommt ja die ganze Zeit von hinten beim Hund. Vorne haben wir ja nur diese muskuläre Aufhängung und hinten über die knöchernen Strukturen. Das muss dann natürlich auch alles abgefangen werden. Deswegen sieht man ja auch, dass die Hunde dann so schön, wenn sie ankommen, dass der Hintern so hoch schließt. Weil diese ganze Energie, die weiß gar nicht wohin mit dem.


Deswegen ist es schön, wenn man da eine Trainerin hat, die Alternativmethoden anbietet.
Was ich auch gerne mache, gerade mit Indi zum Beispiel, ist, dass ich den Ball, also er sitzt halt und ich habe den Ball auf meiner Hand liegen und dann sage ich okay oder so und dann werfe ich nur müh hoch, nur so 10 Zentimeter und er kann ihn da aus der Luft fangen. Das reicht ihm schon, weil er dann so, ah ich konnte ihn fangen und er hat leicht gesagt, ich habe jetzt meinen Ball. Ich finde ja mal lustig, was für Endorphine da freigesetzt werden. Ich meine, was haben wir da gezüchtet?


Aber das ist auch eine schöne Idee, einfach den Ball so einen Tick hochzuwerfen. Dafür habe ich ja, das habe ich heute Morgen hier mit Schneebellen probiert, mit den ersten Schneebellen, die mein Hund gesehen hat. Und Er hat ganz faszinierend immer von oben nach unten geguckt. Hat es aber nicht geschneit. Es ist nicht für alle Hunde geeignet, aber für manche bestimmt ganz doch.
Wir müssen erst mal damit klarkommen, mit dem Tennisball anfangen. Oh, Tennisball, da habe ich das böse Wort gesagt. Natürlich nein, mit einem hunde ergonomisch geformten richtigen Ball, damit nichts kaputt geht. Okay, also wer macht die Angabenanalysen? Haben wir geklärt, was man davon hat. Also es ist schon mehr, also nicht profilaktisch, aber es wäre schon schön, wenn man das, sage ich mal, ab einem gewissen Alter, Ich meine mal ganz ehrlich, ein Welpe läuft immer falsch. Ein Welpe läuft ganz so gesehen ganz grottig.


Nein, das
gehört sich natürlich so.
Wabbel, Schwabbel, Schwabbel. Da fliegt alles in die Gegend.
Also es macht keinen Sinn, das jetzt mit einem Welpen oder Jungkern zu machen, wenn ich nicht das Gefühl habe, da ist etwas nicht in Ordnung. Klar, das ist eine andere Sache, aber wenn ich den Eindruck habe, es ist ein ganz normales Junghundlaufen, dann macht es keinen Sinn, das mit einem Junghund zu machen. Der Hund sollte schon ausgewachsen sein.


Gibt es da so ein Mindestalter? Also jetzt grob, natürlich, ich sage mal, wenn irgendwas passiert ist und der Hund komisch läuft, dann soll man sich den auch angucken, wenn er ein Dreivierteljahr alt ist.


Ich würde da vielleicht mal so ganz grob anderthalb oder so sagen. Also wenn sie eigentlich so ein bisschen fertig sind in dem Ganzen. Klar, jetzt kommen natürlich wieder welche, die sagen, die Hunde sind aber erst später fertig oder so. Aber dann steht eigentlich dieses Grundgerüst vom Bewegungsapparat bei den meisten Hunden ganz da, das man eben sehen kann. Und vor allen Dingen, man hat dann ja tatsächlich auch schon mit dem Training im Normalfall begonnen. Wenn wir jetzt mal von den Welpen ausgehen, die man bekommt, dann hat man da schon fast anderthalb Jahre Training gemacht oder so. Das heißt, dann kann man auch mal gucken, ist da vielleicht eine vermehrte Belastung. Wenn ich natürlich einen Tierheimhund habe, der meinetwegen ein halbes Jahr im Tierheim sitzt und gar keine Muskulatur mehr hatte und dann plötzlich erst anfängt, überhaupt etwas aufzubauen, da kann man natürlich zwischendurch mal gucken, wie läuft das jetzt, baut sich das vernünftig aus oder haben wir da Probleme.


Aber wie gesagt, da würde ich tatsächlich immer erst mal warten, bis da auch wirklich was ist. Weil ansonsten, Wenn sich das in Anschlussstrichen verwechst, verwechst du jetzt natürlich den falschen Begriff, aber du weißt, wie ich meine. Dass sich das reguliert, weil sich die Muskulatur erst noch einmal ausbilden muss, vernünftig an den richtigen Stellen und so, dann macht es keinen Sinn, das früher zu machen. Aber was ich noch einmal zu dem Ball werfe, Deswegen ist das Dummy auch so eine tolle Geschichte, diese Dummy-Arbeit. Beim Dummy hast du ja eigentlich immer das Teil liegen und schickst dann den Hund. Das ist ja genau das. Das heißt, die Brettern natürlich auch hin, aber es ist eben nicht dieses Hinbrettern, was du hast, wenn du direkt wirfst. Von der Sportart her, wenn ich es mal Sport bezeichnen will, ist das viel, viel besser als wenn ich jetzt zum Beispiel an solche Sachen wie Frisbee oder so was denke.


Ja, wir sehen immer so hochspringen und so auf den Rücken und dann sich drehen und die Mallis. Also es sieht schon cool aus, aber es sieht auch immer so aus, als wenn, okay, was
ist denn jetzt gerade alles? Ja, aber das ist natürlich extrem, weil du landest ja auf der Hintergliedmaße, die ja keine Federung hat. Das ist echt heftig. Wenn man normalerweise springt, landet er ja vorne und taucht so richtig ein, geht so richtig runter gegebenenfalls, weil er diesen ganzen Schwung ja abfängt. Und das hast du hinten nicht. Hinten hast du ja so eine knöcherne Verbindung, also für die Skule im Prinzip zum Becken hin. Das sind ja alles gelenkige Verbindungen. Und das haut natürlich dann jedes Mal drauf.


Jetzt habe ich eine Exkursfrage. Wenn man seinen Hund aus dem Auto hebt, dann ist das ja rein menschlich einfacher. Ich greife unter die Brust und dann in den Hintern und dann ist es rein menschlich für mich leichter in den Hintern erst auf dem Boden, also die Hinterpfoten, als die Vorderpfoten. Also Sollte ich das ändern? Weil ich das gerade so höre, denke ich, ich wollte eigentlich, ich habe im Endeffekt, setze ich mit allen gleichzeitig, aber die Hinterbeine kommen zuerst, und dann kommen die Vorhänge. Einfach weil es so...
Also ich gehe mal davon aus, Du hast ja gesagt, du setzt deinen Hund auf den Boden. Wenn du das tust, dann ist es eigentlich wurscht. Weil du schmeißt deinen Hund ja nicht auf den Boden.
Ich lass ihn nicht fallen. Der Sinn der Sache, dass ich ihn raushole.


Er hat ja nicht spontan jetzt sein Körpergewicht in 8-fach oder so, was er da plötzlich mit dem hinteren Bereich abhangen muss. Du setzt ihn ja einfach nur runter. Er ist ja nur mit der Hintergemaße zuerst auf den Boden. Ich habe mir gerade überlegt,
ich muss das umändern. Der muss unbedingt mit dem Vorderkörper als erstes den Boden berühren.
Nein, das ist völlig egal. Wenn du springst, dann hast du ja immer ein Mehrfaches deines Körpergewichts, was aufkommt. Wenn ein 20-Kilo-Hund in der Galoppphase nur eine Gliedmaße auf der Erde landet, dann rechnet man ungefähr mit dem Achtfachen, das heißt mit 160 Kilo dann, die auf dieser Gliedmaße landen. Das ist aber eben in dieser Galoppphase auf einer Gliedmaße dann. Das hast du aber nicht, wenn du deinen Hund aus dem Auto... Du machst ja keinen Beitwurf erst mit dem.


Okay, ich bin beruhigt. Wir können den Exkurs abgeschlossen. Ich war nur gerade so, nein, ich mache das immer falsch. Okay, also genau, Alter war so anderthalb und ich muss auch immer sagen nochmal an alle, die gerade zuhören, vertraut doch auf euer Gefühl. Ich bin auch ganz oft zu Corinna gegangen, die hat gesagt, der humpelt nicht, er frisst normal, er spielt, er macht Dummy, aber ich habe da so ein Gefühl, es ist komisch, es fühlt sich einfach nur komisch an, der Hund, also wie er so ist. Aber an sich oder andere Menschen haben das gar nicht gemerkt oder gesehen, auch in der Familie haben wir gesagt, der ist doch ganz normal, der liegt da halt nur. Aber wenn ihr so ein Gefühl habt, einfach nur so ein Gefühl, dann einfach mal eine Gangbildanalyse machen lassen und ich meine mal im schönsten Fall, alles super. Dann ist das Gefühl nicht richtig gewesen.


Aber gerade dieses, man hat ja schon, gerade Jeder hat irgendwie eine Verbindung mit seinem Hund. Aber ich bin jetzt mal so mutig und sage, wenn man mit seinem Hund arbeitet, hat man einfach nochmal eine andere Qualität der ganzen Geschichte. Also man ist nicht nur miteinander, man geht nicht nur miteinander spazieren, sondern man macht was zusammen miteinander. Und deswegen hat man auch nochmal eine andere Art Bindung oder Verständnis oder Gefühl füreinander, finde ich.


Ja, das, was du eben gesagt hast mit meinem Hund macht ja noch Dummy, also kann es ihm ja nicht schlecht gehen, Das weiß ja eigentlich jeder, gerade bei Arbeitshunden, überhaupt keiner hat Aussagekraft. Also der Schäferhund, mit dem ich da Unterordnung ohne Ende mache, wenn ich zu dem Platz sage, dann muss der wirklich, da müssen, glaube ich, schon alle Beine gebrochen sein, der sagt, nee, ich kann gerade nicht oder so. Der wird sich immer in den Platz schmeißen, in ein ordentliches Platz, wo sich das, in Anführungsstrichen, für den Hundeplatz in dem Moment gehört. Auch wenn der Schmerzen hat. Ein Dummyhund wird immer das Dummy holen, wenn der da voll heiß drauf ist, einfach weil das sein Ding ist. Wenn dann eben die Vordergritmaße weh tut oder der Rücken weh tut oder sowas, das wird ihn nicht davon abhalten, da hinterher zu laufen. Das ist genauso wie manche sagen, dem geht es nicht schlecht, der frisst ja noch. Beim Labrador ist das keine Aussage.
Oder bei meinem hat das auch keine Aussage geklappt.


Ja, da erinnere ich mich auch immer noch an Beiko, meinen ersten. Der hat sich bei der Rettungshundearbeit den Oberschenkel aufgeschnitten. Also der ist irgendwie blöd über den Baum rüber und es war halt dunkel, typisch Rettungshundearbeit, Training und so. Und der hat angezeigt, der hat sich bestätigen lassen, Wir haben nichts gemerkt und dann packe ich ihn ins Auto und dann plötzlich habe ich alles voller Blut. Das muss man sich mal vorstellen. Der ist durch den Wald gerannt und ich sage, nein, ich blute nicht. Nein, nein, das gehört so. Ich bin an Bären vorbeigelaufen.


Und das war nun halt sehr drastisch zu sehen, dass er da sagt, nein, nein, passt schon alles, Hauptsache ich darf arbeiten. Und bei den Dummy-Hunden ist es, glaube ich, immer ein bisschen anders, weil sie ja auch dazu gezüchtet oder ich sag mal dazu trainiert werden, egal ob es jetzt auch ein Retriever ist oder nicht, aber Dummyhunde werden ja dazu trainiert, ruhig zu sein, zu fokussieren und dann volle Kanne zu geben. Das heißt, sie haben das schon gelernt, dieses Ausblenden, es tut mir nichts weh, Aber was man da vielleicht auch ganz gut noch sagen kann, also wenn ihr irgendwie Dummy Training macht und von etwas, was normal funktioniert und das funktioniert plötzlich nicht mehr, hat es meistens nichts mit dem Training zu tun. Sondern der Hund hat plötzlich irgendwie Aua, irgendwo und zum Beispiel wenn er nicht mehr rausgehen möchte oder so, dann tut ihm zum Beispiel, vielleicht bin ich jetzt mal, bin ich Corinna, aber er beim Losrennen aus dem Sitz tut ihm einfach der Rücken weh und deswegen rennt er nicht mehr so gerne los. Er rennt noch los, aber eben langsamer. Oder er steht auf.


Das ist so diese Geschichte, wann sollten die Alarmglocken angehen, dass man wirklich mal dran denkt, jetzt sollte ich das vielleicht tatsächlich mal überprüfen lassen. Ist das Gangbild noch in Ordnung? Ist das Licht am Gangbild? Wenn der Hund Beschwerden hat, muss es nicht immer das Gangbild sein. Der Hund hat ja auch noch andere Stringen als so ein Gangbild. Aber es kann eben ein Teil sein. Es ist oft eine häufige Baustelle bei Hunden, gerade die im Sport sind. Oder bei Hunden, die viel aktiv sind, ist das schnell mal eine Baustelle, weil sie dann eben mal eine kleine Verletzung hatten und da manchmal nicht so wieder richtig rausgekommen sind. Oder man es eben nicht so wirklich sieht, dass sie vielleicht im Kniegelenk oder im Hüftbereich Probleme haben. Das heißt, alle so diese Sachen, was du eben aufgezählt hast, wenn der Hund plötzlich nicht mehr so durchstartet.


Aber auch wenn ich plötzlich feststelle, also sagen wir mal so, häufig habe ich in der Praxis Hunde, die reinkommen, wo es dann heißt, ja, Er ist jetzt ein bisschen ruhiger, aber er ist ja auch älter geworden. Das ist so immer schon mal, wo man so sagt, okay, natürlich gibt es Hunde, die älter sind und auch ruhiger werden, völlig klar. Das kann auch damit zusammenhängen, aber ganz häufig bekomme ich dann meistens nach der ersten, zweiten Akupunktur die Rückmeldung, können wir das hier wieder zurückdrehen, jetzt dreht er völlig auf. Irgendwie ist das gerade ein bisschen zu viel. Also es liegt dann manchmal eben nicht am älter sein, sondern es ist tatsächlich dann ein Schmerzgeschehen, weswegen der Hund einfach gewisse Sachen nicht mehr macht. Man kann darauf achten, wie springt der Hund ins Auto, wenn er ins Auto springt. Fängt der plötzlich an, so zu überlegen. Also...


Viele Hunde starten ja so durch und zack, sind im Auto. Und manchmal stellen sie sich plötzlich davor und so einmal kurz überlegen, drei Sekunden, zack und dann rein. Das ist oft schon, weil die überlegen, mit welchem Fuß muss ich abspringen, wie muss ich sozusagen meinen Körper jetzt anspannen, nicht anspannen, dass ich möglichst schmerzfrei ins Auto komme. Oder wenn man Treppen im Haus hat, da fangen die auch plötzlich an. Stehen dann vor der Treppe und überlegen. Manche fangen auch so an zu tippeln plötzlich, dass sie einmal so... Oft mit der Hintergliedmaße, dass sie so einmal rechts, links, rechts oder so was, weil sie sich dann einmal so hinsortieren müssen. Wie muss ich jetzt gucken, dass ich da vernünftig hochkomme? Bei manchen Hunden ist es auch so, wenn man feststellt, Das sind ja so Hunde, die haben immer gerne gespielt.


Plötzlich werden die manchmal ein bisschen aggro gegenüber, wo man so denkt, was ist mit dem heute los? Schlechte Laune? Also Hunde, die jetzt wirklich massiv aggressiv werden. Und natürlich auch Hunde, die früher gerne den Kontakt mit anderen Hunden hatten. Also wenn ich jetzt so einen Hund habe, der das nicht gut findet, dann hat das natürlich keine Aussagekraft. Aber wenn sich sowas ändert einfach. Manche gehen auch eher ins Meideverhalten. Die sind früher vielleicht eher zu anderen Hunden hingegangen oder wenn andere Hunde kamen, haben sie gesagt, ja, alles gut, alles klar. Und dann haben sie irgendwie eine schlechte Erfahrung gemacht, weil durch das Spiel, wenn es vielleicht so ruppig war, dann tat irgendwas weh. Und dann gehen sie ins Meideverhalten und sagen, damit möchte ich nicht mehr so wirklich was zu tun haben.


Das sind alles so Sachen, wo man ein bisschen hellhörig werden sollte, wenn man Mund hat. Und sich dann überlegen, macht es eventuell Sinn, da einmal drüber gucken zu lassen. Klar, was ich eben auch sagte, es können eben Probleme im Bewegungsapparat sein. Das können aber natürlich auch mal Beschwerden im Bauchraum, gastrointestinale Beschwerden sein, die in den Rücken ausstrahlen, dass der Hund da plötzlich empfindlich wird. Es muss nicht immer der Bewegungsapparat sein. Wir haben ja verschiedene Ursachen grundsätzlich, die auch so eine Larmheit auslösen können. Oder Veränderungen im Bewegungsablauf, so muss man sagen, ist das ja nicht immer gleich so direkt als Larmheit zu erkennen. Das sind natürlich diese ganzen relativ eindeutigen Sachen, die Brüche.
Das ist ganz klar, das kann sich auch jeder vorstellen oder so. Aber auch diese Erkrankung der älteren Hunde, wenn die Gelenke nicht mehr okay sind, das heißt Arthrosen, Arthritis, die Spondylose, das ist im Rückenbereich, wenn die knöchernen Strukturen sich verändern. Das ist so ein knöchernes Bewegungsapparat. Aber was ich anfangs auch sagte, das ist natürlich auch die Muskulatur einfach. Wenn die Muskulatur im Hartspann ist, viele kennen das ja von eigenen Nackenschmerzen, wenn wir da einmal Zucht gekriegt haben oder so, dann wissen wir eigentlich, wie weh das tun kann, ohne dass da überhaupt eine knöchelnde Struktur in dem Moment betroffen ist. Das ist ja wirklich nur der Muskel. Je nachdem, wo ich das habe, beim AD-Hund zum Beispiel, beim Hüftgelenksdysplasiehund, die ziehen ja die Beine so gerne nach innen zusammen und der Muskel spannt da richtig an. Wenn man den anfasst, merkt man oft, wie der im Hartspann ist.


Das tut einfach weh. Das kann aber auch durch die Sehnen und Bänder sein, wenn wir an Zerrungen denken. Zerrungen, das tut manchmal wahnsinnig weh und dauert auch echt lange, bis sowas wieder vernünftig ausgeheilt ist. Da muss man manchmal den Hund wirklich auch längere Zeit schonen, dass das wieder wirklich vernünftig gut aushält.
Das ist meine Achillesverse. Genau.
Dann soll
man das schonen, nicht so, oh Gott, drei Wochen leiden. Dann sieht der Hund schon wieder total super aus und will und guckt dich an. Und du so, Corinna hat gesagt, noch eine Woche.


Ja, aber genau das macht wirklich Sinn, weil ansonsten entwickeln sich wirklich diese chronischen Geschichten. Aber es kann natürlich auch neurologisch einfach sein, warum ein Hund schlecht läuft. Das heißt, beim Hund kann man immer an diese Cauda Equina-Geschichte denken, das heißt hinten die nervale Versorgung ist nicht mehr okay. Oder auch insgesamt, dass irgendwie ein Nerv mal einen Defekt hat, dass da ein Problem auftaucht, Bandscheibenvorfälle oder sowas. Aber was man auch echt nicht vergessen darf, was auch wirklich Larmheiten verursachen kann, das sind einfach Verklebungen, Verfilzungen an den Haaren. Wenn ich zum Beispiel einen Hund habe, der im Kniebereich hinten, wenn die die langen Hosen haben und da sind wirklich so Filzbrocken drin, Das tut einfach wahnsinnig weh, wenn ich das Knie strecken will. Also strecke ich das Knie nicht mehr. Dann laufe ich mit dem Knie total komisch, mit dem anderen normal.


Und wenn man das dann sehen würde, dann denkt man, oh, der hat aber arge Knieprobleme. Aber vielleicht ist es tatsächlich nur so ein Filzbollen da hinten drin.
Das fing immer an zu fassen, aber eine gute Überleitung. Ich wollte mich mal fragen, wie läuft denn so eine Gangbildanalyse ab? Also wenn man jetzt da hinkommt und sagt, du meintest ja 20 Meter hoch und runter laufen, ist es nicht?


Also ich
habe mit dir natürlich, ich bin jetzt schon wieder sechs Jahre in Kanada, ich habe auch schon viel vergessen, aber einfach mal so, okay, man kommt da so an, ist wahrscheinlich auch bei jedem etwas anders, ja, kann man jetzt nicht, aber so im Groben, Was wird denn da so alles gemacht?
Ja, es gibt da schon relativ, also zumindest mache ich das, tatsächlich relativ einheitlich die Gangbildanalyse. Das heißt, wichtig ist erstmal, dass wir eine Asphaltstrecke haben. Und dann ist es wichtig, dass der Hund so lange läuft, bis er echt gelangweilt ist. Weil wenn wir einen Hund haben, der noch völlig in einer Erwartungshaltung ist, was passiert denn hier, was ist denn da los? Dann verschleiert er natürlich sein ganzes schlechtes Laufengebnis. Weil der einfach in dem Moment in dieser Situation drin ist. Das heißt, ich habe hier vor meiner Praxis einen Dogwalk, da kann man so schön rauf und runter. Immerhin dieses Pose und dann umdrehen. Ich bleibe an einer Stelle stehen.


Und der Tierhalter läuft mit seinem Hund ganz entspannt. Der Hund soll Schritt laufen. Das ist für viele das Problem, weil es sehr langsam ist in dem Moment. Dann geht es in den meisten Fällen erst mal wirklich nur hoch und runter, bis der Hund irgendwann sagt, oh, ist das langweilig hier, so ein Mist. Und dann fängt der Hund nämlich an, einfach ganz normal entspannt nebenher zu tingeln. Und dann fängt es an, dass sich zeigt, wie er wirklich läuft. Und Dadurch, dass ich an einer Position erstmal bleibe, kann ich mit dem Hund halt immer von hinten angucken, wenn er von mir weggeht und immer von vorne, wenn er auf mich kommt. Und dann gucke ich mir natürlich an, wie bewegt sich die Wirbelsäule durch, Wie ist die Rutenhaltung? Werden beide, zum Beispiel, richtig mit hochgenommen? Werden beide vorgeführt? Wenn er noch von vorne kommt, das ganz Banale, natürlich ist ein Ticken da.


Wie wird der Kapus, wie heißt das, Handgelenk, wie wird das vorgeführt? Es ist auch so, dass es extrem schnell ist. Ist der Ellbogen sichtbar oder nicht sichtbar? Kommt der mit raus? Wenn ich zum Beispiel ein Tier mit einem sehr breiten Brustkorb habe, dann wird natürlich auch die Gliedmaße vorne ganz anders geführt, weil die muss ja irgendwie an diesem Brustkorb vorbei. Wenn ich die Muskulatur auch falsch aufgebaut habe und da viel Muskulatur unter dem Schulterblatt und wenig drüber, dann wird das auch nochmal wieder ganz anders geführt. Dazu muss ich mir natürlich auch das Tier im Stand vorab angucken, damit ich überlege, wie steht der überhaupt normal und kann auch gucken, ob die Gliedmaßen eben wirklich gerade sind oder hat man O-Beine, X-Beine oder diemäßige. Auch bei den Vordergliedmaßen gibt es natürlich Veränderungen. Man schaut sich den ganzen Bewegungsablauf an. Dann schaut man sich den Bewegungsablauf von den Seiten an. Da kann ich dann gucken, wie die Gliedmaßen vorgesetzt werden.


Ich kann schauen, wenn ich aus dem Schritt irgendwann rausgehe und der Hund in den Trab fällt, den Übergang. Weil wenn ich ein Problem in der Hinterhand habe, oder in der Vorhand habe, zeigt sich das gegebenenfalls auch an den Übergängen. Im Trab kann ich auch nochmal im Prinzip ähnliche Sachen schauen. Im Trab zum Beispiel ist die Wirbelsäule ja ganz anders als im Schritt. Im Schritt geht sie normalerweise so richtig hin und her, wackelt eben mit. Und im Trab, dadurch dass die Hunde versuchen ihre Beute zu fixieren, sollte das Ganze ein bisschen starr sein, sonst wackelt der Hase da vorne immer hin und her. Das heißt, ich gucke natürlich, ob die auch denn in dem Moment wirklich so angepasst ist. Manche Hunde gehen zum Beispiel im Trab, da sieht man einen Passgang.
Das ist immer auch ein Zeichen, wo ich sagen würde, da würde ich auf alle Fälle nochmal drüber gucken. Es gibt Hunde, bei denen ist das so, das sind aber ganz wenige, wo das so ein bisschen, ich sag mal, rassetypisch ist. Es gibt viele Hunde, die machen das, weil sie oft Rückenprobleme haben. Viele Probleme die ich in der Hinterhand habe, schiebt sich ja über den Rücken dann auf die Vorderhand oder umgekehrt. Das heißt, wir haben immer diesen Rücken dazwischen und deswegen ist der eben oft einfach mit betroffen. Und es gibt aber auch Hunde, die tatsächlich diesen Passgang sich einfach angeeignet haben. Das kann tatsächlich auch manchmal so sein, ist aber selten dann. Also Die meisten Hunde, die dann im Pass laufen, haben Probleme.


Manchmal ist es auch, weil der Besitzer zu langsam geht. Dann weiß der Hund nicht, wie soll ich das machen? Ich möchte gerne schneller, das ist zu langsam. Für sein Tempo einfach so, das ist nicht so angepasst. Das ist eben das, Wenn wir jetzt das Thema Passgang nehmen, es gibt ganz viele unterschiedliche Begründungen dafür. Das wird man aber nur in dem Gesamtkontext sehen können. Wenn alles andere in Ordnung ist und der Hund nirgendwo was zeigt, dann würde ich ihm aufgrund eines Passgangs jetzt keine dramatischen Probleme unterstellen. Aber da muss man eben dieses Gesamte nehmen. Also wir gucken uns den Hund im Stehen an, im Sitzen an, im Liegen an, im Aufstehen, im Hinlegen, in den Übergängen.


Aber dann, wenn du guckst, also gucken heißt wirklich gucken, du fässt den in dem Moment auch noch nicht an, sondern du sagst dem Besitzer, lass ihn sitzen, lass ihn liegen, steh wieder auf, langsamer, schneller.
Genau, weil ich kann im Sitzen auch gucken, wie setzt er sich hin, wie steht er auf. Einfaches Beispiel, wenn ich ganz arge Knieschmerzen habe, dann werde ich mich nicht so hinsetzen, dass ich mich mit dem Bein hochdrücken muss. Wenn ich ganz arge Knieschmerzen habe, dann werde ich mich nicht so hinsetzen, dass ich mich mit dem Bein hochdrücken muss. Wenn ich ganz arge Knieschmerzen habe, dann werde ich mich nicht so hinsetzen, dass ich das Knie dann gegebenenfalls ganz doll anwinke, wenn es mir arg wehtut.


Man kippt dann auch so ein bisschen oder? Man sieht immer so den Oberschenkel, die Innenseite.
Ja, das ist eine Sache, aber auch da muss man eben gucken. Viele kippen auf die schlechte Seite, mit der gesunden aufzustehen. Manche kippen auf die gesunde Seite, weil es für das Sitzen dann leichter ist. Auch da muss man eben schauen, wo ist jetzt das Problem. Aber es zeigt eben sehr schön, dass es nicht ganz einfach ist, sich für den Hund ganz normal gerade hinzusetzen. Und eben auch im Platz Wird schnell eine Entlastungshaltung eingenommen oder nicht. Und dann, wie gesagt, nachdem man sich das alles angeguckt hat und auch das Vorlaufen, Also was man nicht macht, man lässt den Hund nicht im Galopp vorlaufen. Weil das hat in dem Moment eigentlich keine Aussagekraft und vor allem nachher sieht man im Schritt auch wirklich schön deutlich die Darmheiten.
Was lachst du?


Ich habe gerade gedacht, der Besitzer so, und jetzt Galopp bitte. Und wenn man jetzt einen kleinen Hund hat, dann geht das ja noch. Aber wenn man einen großen Hund hat, also den alleine ins Galopp zu kriegen, da braucht es schon ein Fahrrad.


Also wenn Indy das nächste Mal hier sein sollte, dann werden wir auch ein Galopp-Test machen.
Ich mache das ganz kanadisch. Ich fahre mit dem Auto parallel. Nein, natürlich nicht. Tatsächlich ist das größte Problem wirklich,
dass langsame Schritte laufen. Das glaubt man gar nicht. Man sagt immer, dass der Hund wirklich ganz langsam im Schritt ist. Zu Anfang wird immer erstmal, weil man da sonst einfach nicht drauf achtet, man geht immer einfach los. Und der Hund kommt ja mit, Aber man achtet ja nicht so darauf, ob er im Trab oder im Schritt ist. Dadurch müssen sich die Tiere erst mal richtig runter reduzieren in der Geschwindigkeit, richtig lahm gehen, damit der Hund dann erstmal auch wirklich runterkommt. Ja, und dann im weiteren Verlauf, dann sind wir dann irgendwann drin. Dann guckt man sich halt auch die Haut hinten an, also über den ganzen Rücken geht man so rüber.


Das nennt sich kipperlische Hautfalte. Dass es da so Verklebungen gibt oder Aufquellungen. Das deutet dann auch immer auf Problemzonen hin. Dann drücke ich die Spiere noch mal ab. Das sind dann die Schuhpunkte und auch die Facettengelenke. Da kann man sich noch angucken, ob da noch Areale Schmerz zeigen. Und was dann noch auf jeden Fall dazu gehört, ist, dass man die Gelenke, der Vorder- und Hintergliedmaß, auf jeden Fall einmal vernünftig durchbewegt. Das heißt, komplette Beugung, komplette Streckung macht.


Und gucken, funktioniert das, oder ist da eventuell ein Schmerz. Oder vielleicht auch einfach ein Stopp, dass es nicht geht. Und... Dann kann man noch die Triggerpunkte drücken. Das sind spezielle Punkte, die meistens an den Ansatzstellen sitzen, wo die Muskulatur im Prinzip am Knochen ansetzt. Wenn dann eine Überbeanspruchung ist, dann ist das die Stelle, die meistens wehtut. Das heißt, da kann man sehr schnell sehen, ist meinetwegen das Knie schmerzhaft, ist da ein Problem? Oder ist der Schulterbereich oder so? Dann kann man das noch mal sehr gut lokalisieren und gucken, ob das dem Gangbild passt, was man gesehen hat. Wenn wir noch mal bei Pass bleiben und verschiedene Möglichkeiten hat, dass man sagt, okay, das kann aus Schmerzgründen sein, kann auch aus anderen Gründen sein, dann kann man einfach nochmal da so ein bisschen abklopfen, ist da tatsächlich gerade ein Problem oder eben nicht.
Das ist dann eigentlich so der komplette Ablauf von dieser ganzen Gangbildanalyse, der tatsächlich immer relativ ähnlich erst mal erfolgt.


Ja, Okay, also dann hast du das gesamte Bewegungsapparat, also wie der Bewegungsapparat sich denn bewegen kann, alles angeguckt und abgetastet und was passiert dann danach? Also was, dann sagst du, okay, das ist kaputt und das ist kaputt und das ist kaputt, Das ist ein bisschen kaputt, das ist ganz schlimm kaputt.
Genau, dann gibt es eine kaputte Liste. Nein. Dann kann man, je nachdem, dann ist es ein bisschen unterschiedlich. Also Es gibt natürlich Tiere, wo ich empfehle, in eine Tierklinik zu fahren und einmal das Beglied maße oder komplett röntgen zu lassen. Da sind solche Auffälligkeiten, dass man sagen muss, da macht es Sinn, einfach ein Röntgenbild anzufertigen. Das heißt, die werden dann tatsächlich weiter geschickt zur weiteren Diagnostik. Wenn vielleicht schon sogar vorab Diagnostik gelaufen ist, das ist ja manchmal auch so, dass ein Hund eine Lahmheit zeigt und der war schon mehrfach beim Tierarzt oder in der Tierklinik oder so und Man ist aber nicht so richtig weitergekommen, oder nicht dauerhaft weitergekommen, dass die dann bei mir landen. Dann würde man mit einer Therapie starten.


Das heißt, man kann mit Akupunktur supergut den Bewegungsapparat unterstützen. Man kann bewegungsapparats- unterstützende Kräuter verwenden. Man kann statt der Nadeln auch den Laser nutzen. Man kann den Laser an Stellen benutzen, die sehr gelängsnah sind, kein Risiko einzugehen, dass man eventuell mit der Nadel ans Gelenk kommt. Bei den Tieren ist es immer so, dass sie sich bewegen. Ich kann, wenn die Nadeln drin sind, nicht sagen, so und jetzt, keine Bewegung mehr. Das heißt, ich muss immer damit rechnen, dass sie sich bewegen. Deswegen setze ich keine Nadeln an Stellen, die da riskant sind.


Da würde ich dann immer den Laser benutzen. Man kann auch ein Magnetfeld benutzen. Das wird ja im Humanbereich auch gerne gemacht, einfach nach dem Sport zum einen die Muskulatur noch mal zu unterstützen, aber auch, wenn Probleme aufgetaucht sind. Da wird dann auch nochmal der ganze Sauerstofftransport verbessert und solche Sachen. Man kann mit Vitalpilzen oder sowas rangehen. Dann kann man aber auch weiter zum Physiotherapeuten, zur Physiotherapeutin gehen, die sich auch noch mal zusätzlich die Muskulatur anguckt und Ideen entwickelt und natürlich Tipps gibt und durchführt, wie man vielleicht die Muskulatur besser aufbauen kann, gleichmäßiger oder je nachdem was da für ein Problem eben besteht. Das ergänzt sich oft mit der Akupunktur. Dass man im Nachgang die Akupunktur ranschiebt, weil man dann Wege wieder freimacht, dass es dann einfach länger hält.


Man kann dann auch noch überlegen, ob man zum Osteopathen geht, da einmal schaut, ob da eine Unterstützung angesagt ist. Da gibt es keine Pauschalgeschichte, sondern da hängt es wirklich davon ab, was das für ein Tier ist, was die Beschwerden sind, wie lange die Beschwerden sind, wie massiv wir die einschätzen. Danach muss man handeln. Was man eben auch immer wissen muss, ist, wenn man zum Beispiel ein Röntgenbild hat und das Röntgenbild zeigt vielleicht leichte Veränderungen, dann ist das im Prinzip wie bei Menschen. Der eine sagt, ich merke da gar nichts. Und der andere hat ganz arge Schmerzen. Das heißt, so ein Röntgenbild sagt nichts über den Schmerzzustand aus. Natürlich kann man der Wahrscheinlichkeit nach, wenn das Röntgenbild ein sehr gutes ist, sagen, es ist sehr unwahrscheinlich, dass da Schmerzen sind.


Und wenn es grottig ist, kann man sagen, die Wahrscheinlichkeit ist groß. Aber es gibt eben auch wirklich Hunde, die kommen hier rein, und da denkst du, Gottes Willen, der kann ja gar nicht mehr laufen, das sieht gar nicht so vom Röntgenbild her, gar nicht so schlimm aus. Da ist dann eben die Frage, ist das einfach ein sehr empfindlicher Hund oder ist da gerade das muskuläre Problem vielleicht im Vordergrund? Und bei manchen eben genau umgekehrt. Also da muss man wirklich immer individuell schauen. Da gibt es keine Standardgeschichte, das läuft so und so, sondern da muss man gucken, was schon gemacht worden ist, was man vielleicht noch machen kann, das zu unterstützen. Und das muss dann dem abgeklärt werden.


Und die Gangbildanalyse ist sozusagen der erste Schritt, so eine Ganzkörperdiagnosenanalyse?
Das ist im Prinzip eine Diagnose, eine Diagnostik ist das. Ja. Das ist eine umfangreiche Diagnostik und da kann man eben dann überlegen, ob unterstützend andere Diagnostik noch dazu kommt Oder vielleicht bin ich ja schon die unterstützende andere Diagnostik, weil vorher schon was anderes dann gemacht wurde. Das ist, wie gesagt, immer ganz unterschiedlich. Aber es ist eigentlich nur Diagnostik. Es wird nur geguckt, wo zeigt der Hund Probleme. Das heißt, entweder im Laufen, beziehungsweise in der Bewegung oder eben durch das Drücken am Hund, wo er wirklich dann ein bisschen zuckt, weil es einfach unangenehm ist. Manche schmatzen auch nur, manche drehen sich auch nur zurück oder so was.
Es gibt auch braune kleine Hunde, die manchmal mehr zucken.


Da drückst du einfach mehr. Nein, also ich kann auch nur jenen empfehlen, so eine Analyse mal, also zumindest einmal machen zu lassen, weil es ist einfach auch, es ist so ein bisschen, ich meine, unsere Hunde sind ja fast Sportler. Ja, ich meine, gut, sie sind immer nicht solche Sportler, wie wir uns das manchmal vorstellen. Ja, also im Dummy-Training, das sind schon aktive Hunde, aber es sind jetzt keine Sportler, wenn man zum Beispiel sagt, es gibt Schlittenhunde, die zehn Stunden am Tag vom Schlitten rennen. Das ist einfach eine ganz andere Qualität von Arbeit, Aber trotzdem machen wir ja einen Sport, mit dem wir Spaß haben wollen und da sollte man dem Hund dann auch mal was Gutes tun und einfach sagen, okay, lass doch mal einfach mal alles durchgucken und es kann auf keinen Fall schaden.


Es ist aber auch schon ein Sport, wenn du bei den Dummies nachher diese größeren vom Gewicht her hast. Und wenn man weiß, dass der Hund natürlich auf der Vorderhand ja sowieso wesentlich mehr Last an sich aufnimmt. Und dann, ich weiß nicht, was ist da im extremen Fall, kommt da noch dazu?
Also im normalen Dummy Sport bleibt es bei 500 Gramm.
Ja, aber im jagdlichen Bereich ist es ja mehr.


Ja, also im Jagdlichten, ich weiß noch, Mika hat damals eine Gans tragen müssen von 8 Kilo. Er war ja schon gut mit seinen 20 Kilo, aber da waren auch Hündinnen dabei, die waren selber nur 14 Kilo und die mussten sozusagen die Hälfte ihres Körpergewichts und mehr tragen. Also das ist dann schon extrem und was man auch sagen muss, es ist ja auch viel mit Springen, gerade jetzt, wenn die ganzen Zäune immer anfangen, bei den ganzen Working-Tests, das ist jetzt immer spannend und toll, wenn die Hunde über Zäune rennen müssen und hoffentlich nicht reinrennen, weil sie sie nicht sehen können. Nein, aber es sind ja auch Strecken. Also die müssen schon. Und was ich halt auch krass finde als Belastung ist dieses, der Hund geht ja total aus dem kalten also ja man kann ihn vorher warm machen man kann ihn auch denen aber wenn du in der Prüfung bist dann sitzt dein Hund normalerweise fünf Minuten neben dir und darf sich nicht bewegen während der Richter erklärt was es geht und dann gibt es vielleicht noch mal zehn Meter Fußarbeit aber im Endeffekt starten die Hunde dann Kaltstart und dann volle Kanne und ins Wasser und über irgendwas drüber. Es ist ja auch alles Natur, also man kann jetzt nicht sagen, ich sag jetzt mal... Also beim Agi gibt es ja auch ganz viele Verletzungen, aber zumindest ist es ein Rasen, der keine Löcher hat.


Normalerweise. Und im Dummy-Training sind da plötzlich Steine, dann ist plötzlich ein Loch, dann... Du siehst eine Fläche, alles Gras, aber die ist total huckelig. Und das... Oder Indy hat sich auch schon mal überschlagen, einfach weil er beim Rennen, er kam so angerannt, nach Hause kommen, nach Hause kommen und plötzlich war da kein Boden mehr. Und dann war er unten drunter und dann flupp einmal rum. Also Die Verletzungsgefahr ist schon da, aber wir fahren ja auf Autos.
Aber wenn du tatsächlich diesen Kaltstart nur in der Prüfung hast, dann ist das halt einmal so. Wenn du ansonsten schaust, dass du den Hund ein bisschen vorab bewegst und im Training muss man ja diesen Kaltstart nicht machen. Da kann man ja gucken, dass man so ein bisschen in der Bewegung irgendwie bleibt und dass die Gelenke schon mal durchbewegt sind, dass die Gelenkflüssigkeit sich schön verteilt hat und sowas, das ist ja ein Schritt am effektivsten. Und wenn dann einmal die Prüfung irgendwann dazu kommt, das ist ja in dem Moment keine Dauersituation. Aber mit der Verletzungsgefahr hast du natürlich recht. Das ist natürlich deutlich mehr als bei diesen anderen Sachen. Wobei ich glaube, bei den anderen, wenn man jetzt so ans Agi oder so was denkt, da hast du so eine... Ständige...


So ein ständiges Problem. Also Wenn man jetzt an diese Stauchen an der Wippe oder so was denkt, das hast du ja so im Dummy nicht. Dafür hast du dann eben eventuell irgendwo ein Loch, wo er dann durchstolpert. Genau, ein
Vertreten als ein Dauerbelastung. Es ist halt einfach, wenn man mit seinem Hund Sport macht, dann kann der sich verletzen, wenn er auf der Couch liegt nicht, aber dann wird er fett und verletzt sich innerlich. Vielen Dank, Corinna, Vielen Dank, dass du hier dabei warst. War super spannend, hat mir richtig, richtig gut gefallen. Vielen, vielen Dank. Und vielleicht hören wir ja noch mal voneinander.

Auf alle Fälle.

Okay, vielen Dank. Tschüss. Tschüss. Und das war es auch schon. Ich hoffe, dir hat das Interview gefallen. Ich fand es auf jeden Fall wieder wahnsinnig spannend. Immer wenn ich mich mit Corinna unterhalte, denke ich so, okay, das müsste ich auch mal ran. Und Wenn du das jetzt auch machen möchtest, dann geh einfach zur Tierheilpraktikerin oder Physiotherapeuten deines Vertrauens und lass mal eine Gangbildanalyse machen von deinem Hund.

Und Wenn du schon eine gemacht hast, auch High 5, super. Alles gut. Und ich habe natürlich wieder eine Aufgabe für alle in der kostenlosen Trainingsgruppe Dummy & Co. Und zwar diesmal habe ich eine Aufgabe von Corinna bekommen in der Hinsicht. Sie hat mir einfach gesagt, welche Aufgabe sie gerade am liebsten mit ihrem Hund trainiert im Dummy-Training und genau diese Aufgabe könnt ihr dann zwei Wochen lang abrufen. Wenn ihr im Team Jagdfieber seid, kennt ihr das Ganze. Sie ist sofort in der Datenbank für die Podcastaufgaben zu finden, jetzt wo der Podcast schon rauskommt. Alle anderen müssen sich mindestens eine Woche gedulden.

Ja, und dann habt ihr zwei Wochen lang die Aufgabe. Ich wünsche euch wahnsinnig viel Spaß damit. Und wenn du noch nicht in der Trainingsgruppe bist, aber gerne reinkommen möchtest, dann schau doch einfach mal unter www.hundeschule-jagdfieber.de/Trainingsgruppe vorbei. Www.hundeschule-jagdfieber.de/Trainingsgruppe. Dann bekommst du von mir jeden Freitag eine E-Mail und entweder was über den Podcast oder zu den Aufgaben oder was auch sonst immer alles so bei uns gerade abläuft bei der Hundo Schule Jagdfieber. Okay, dann wünsche ich dir noch einen wunderschönen Abend und wir hören voneinander, gleiche Zeit, gleicher Ort. Bis dann. Tschüss!

Bis zum nächsten Mal.


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Susanne

Gründerin der Hundeschule Jagdfieber

Seit über 10 Jahren bringe ich in der Hundeschule Jagdfieber Mensch-Hund-Teams das Dummytraining bei. 


Ich habe mich voll und ganz auf das Dummytraining spezialisiert und unterrichte es hauptsächlich online in meinen Kursen und dem Mitgliederbereich "Team Jagdfieber".


In meiner kostenlosen Trainingsgruppe Jagdfieber schicke ich dir jeden Freitag eine Mail mit Infos zum Podcast oder mit einer extra Trainingsaufgabe für dich zu Hause.


Es ist so ein toller Sport und möchte dich dabei begleiten, ihn zu verstehen und zu genießen.

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