P123: Ruhe, Ruhe, Ruhe – muss dein Hund immerzu Ruhe lernen?

Januar 19, 2024


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Ruhe beim Hund: Warum ein Arbeitshund kein Buddha werden sollte

Als Hundebesitzer kennst du sicherlich einen der klassischen Ratschläge: "Ein Arbeitshund braucht viel Auslastung und muss ständig beschäftigt sein" oder „In den ersten Jahren lernt der Hund Ruhe und darf noch nicht arbeiten.“ Heute dreht sich alles um die Balance zwischen Aktivität und Ruhe – insbesondere bei Hunden, die für Arbeit und Aktivität gezüchtet wurden.

Ständige Beschäftigung oder bedingungslose Ruhe?

Vor etwa 20 Jahren hieß es, Arbeitshunde wie der Border Collie müssten ständig beschäftigt sein. Es galt als quasi unumstößlich, dass diese Hunde immer etwas zu tun haben müssen. Heute erleben wir eine Gegenbewegung. Überall wird betont, dass Hunde lernen müssen, zur Ruhe zu kommen. Das ist nicht falsch – gerade für Arbeitshunde ist es entscheidend, auch zu entspannen. Doch das andere Extrem ist ebenfalls nicht richtig. Ein Arbeitshund sollte nicht zu einem Buddha oder Couch-Potato gemacht werden.

Arbeitshunde haben eine natürliche Neigung, immer aktiv zu sein. Diese Energie darf nicht unterdrückt werden, doch gleichzeitig sollten sie nicht überdrehen. Es geht vielmehr darum, ihre Energie in die richtigen Bahnen zu lenken.

Auslastung muss gelernt werden, ohne den Hund hochzufahren

Es gibt eine klare Unterscheidung zwischen Auslastung und Ruhe. Dein Hund sollte lernen, sich zu beschäftigen, ohne dabei zu überdrehen. Gleichzeitig sollte Ruhe gelernt und erlebt werden und nicht nur durch Auslastung müde gemacht werden.

Auslastung kann helfen, aber allein durch ständige Aktivität lernt dein Hund nicht, zur Ruhe zu kommen. Das Erlernen der Ruhe erfordert gezieltes Training und Erfahrungen, in denen er lernt, in verschiedenen Situationen entspannt zu bleiben.

Wie kann der Hund Ruhe lernen

Ruhe kann nicht erzwungen werden, sie muss erlebt und gelernt werden

Vergleichbar mit einem hibbelnden Kind im Kino oder einem aufgeregten Jugendlichen vor dem ersten Date, muss auch dein Hund lernen, sich zu beruhigen. Es ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert.

Es gibt gezielte Übungen, die deinem Hund helfen können, Ruhe zu lernen und zu erleben. Ein Ruhe-Signal für verschiedene Orte oder Stressabbau durch gezielte Bewegungen wie Fußarbeit sind dabei hilfreich.

Auslastung passend wählen

Auslastung ist mehr als nur körperliche Bewegung. Es beinhaltet auch das Erleben und die Kontrolle verschiedener Umweltreize, ohne dabei hochzufahren. Wenn du eine passende Auslastung für deinen Hund wählst, die auf das Konto der Ruhe einzahlt, dann hast du eine Win-Win-Situation.

Fazit

Ruhe ist eine ebenso wichtige Fähigkeit wie Auslastung für Arbeitshunde. Es ist unfair dem Hund gegenüber, seinen natürlichen Drang zur Aktivität zu unterdrücken. Gleichzeitig ist es wichtig, dass sie lernen, sich zu entspannen. Die Balance zwischen Aktivität und Ruhe ist der Schlüssel – eine ausgewogene Mischung, die ihrem Naturell entspricht und gleichzeitig für ein harmonisches Zusammenleben sorgt.

Transkript zu dieser Episode:

Klicke hier, um dir das Transkript anzuschauen:

Herzlich willkommen beim Podcast Dummy & Co.

Ich bin Susanne von Hundefühler Jagdfieber und heute geht es ein Thema, bei dem ich mich vielleicht ein bisschen auf Eis begebe. Ich spüre es auf jeden Fall schon knacken, während ich es hier aufnehme. Und ja, also Disclaimer von Anfang an. Meine Meinung, muss nicht für alle Hunde stimmen, muss nicht für alle Hundeführer stimmen. Und bitte nehmt es mir nicht übel, wenn ihr euch angegriffen fühlt. Ich hoffe nicht, jetzt ist schon alles so, oh, was erzählt sie gleich? Oh, ich bin so aufgeregt und so neugierig. Wäre ich jetzt zumindest. Es geht das Thema Ruhe und Auslastung.

Und da glauben jetzt bestimmt viele, also ich weiß es nicht, aber wahrscheinlich doch schon, dass ich sehr ein Verfechter der Ruhe bin und dass man Entspannung braucht im Training und so weiter. Und das ist auch alles total richtig. Aber ich möchte jetzt mal eine Aussage hier machen und zwar Ein Arbeitshund wird kein Buddha werden, wird kein Couch-Potato werden oder sollte, darf kein Couch-Potato werden. Ein Arbeitshund, ein aktiver, energiegeladener, voll im Saft stehender Arbeitshund, der dafür gezüchtet wurde oder auch als Mischling Rassen in sich hat, die dafür gezüchtet wurden, den ganzen Tag zu ackern und zu machen und zu tun und auf Jagd zu gehen oder Hüten oder was auch immer. Ein Hund, der dafür gezüchtet wurde, aktiv zu sein, wird nicht, muss nicht, darf nicht, sollte nicht eine ganz entspannte, ruhige, locker, flockige Hund werden. Das ist einfach so. So, jetzt kann ich eigentlich den Podcast schon wieder enden. Okay, tschüss.

Also vielen Dank fürs Zuhören und ja, nächste Woche geht's weiter. Nein, also ich werde da natürlich jetzt noch ein bisschen was zu sagen, aber das ist so die Aussage, wo ich so ein bisschen knacken höre, wenn ich mich da gerade auf das Eis begebe. Und ich hoffe, wenn du jetzt den Podcast gehört hast, dass du verstehst, wie ich es meine. Und dass ich es natürlich jetzt ein bisschen plakativ gesagt habe, einfach auch so ein bisschen wach zu rütteln und dass sich vielleicht auch einige diesen Podcast jetzt anhören und dann entweder sagen, ja Susanne, du hast vollkommen recht oder also was Susanne da wieder ein Blödsinn erzählt hat. Die anderen Episoden sind ja ganz okay, aber das war ja mal richtiger Schwachsinn. Ja, okay, aber bild dir ja selber eine Meinung und hör kurz zu und dann weißt du, was ich hier gerade so mir überlegt habe. Also es geht diesen Podcast darum, dass man runterkommen statt aushalten trainieren sollte, kennt ihr ja schon von mir. Und wieso ein Arbeitshund einfach wie gesagt kein Buddha oder Couch Potato werden sollte, dass man das gar nicht als Ziel haben sollte und auch welche Auslastung auf das Konto der Ruhe einzahlt.

Also was man denn da machen kann. Okay, so, nach dem kleinen kurzen Rant geht es gleich nochmal in die Story. Also warum? Warum komme ich jetzt darauf, dieses Episode aufzunehmen? Warum bin ich jetzt gerade dabei, mich darüber so aufzuregen, was ich gar nicht möchte. Aber was ist die Story dahinter? Ja, also vielleicht geht es ja auch nur mir so, weil ich natürlich in einer Hunde-Bubble bin. Also wenn ich auf Instagram gucke und auf Facebook, ich glaube nicht, dass es wirklich nur 90% Hunde-Posts gibt. Ich glaube, jemand, der Katzen hat oder gar keine Tiere hat, sieht nicht ständig Hunde in seinem Feed. Ansonsten, okay. Nein, also ich denke, es ist halt meine Bubble, in der ich gerade so stecke.

Und es fing irgendwie alles so an, also ich rede jetzt mal von früher, also wirklich 20 Jahre her. Ich beschäftige mich ja schon mit Hunden seit, ehrlicherweise schon seit über 35 Jahren. Also ja, ich war noch sehr, sehr jung, weil ich bin noch gar nicht so alt, aber Hunde waren schon immer... Ich habe mir... Ihr müsst euch mal vorstellen, als unter Zehnjährige habe ich mir Hundebücher besorgt zum Lesen. Ja, das ist ja irgendwie auch freaky. Also wenn das jetzt meine Tochter machen würde, fände ich das schon interessant. Aber gut.

Auf jeden Fall, ich beschäftige mich damit schon sehr, sehr lange. Natürlich am Anfang ganz rudimentär und auch mit allen Nachbarshunden der Welt und so weiter. Aber es war immer so diese Stimmung, dass Wenn du dir einen Arbeitshund geholt hast, dann braucht der viel Auslastung. Den musst du durchgängig beschäftigen. Der muss immer was zu tun haben, sonst zieht der dir die Tapete von der Wand. So diese typischen Vertreter, die man dann gehört hat, so Border Collie und ja eigentlich Border Collie und Border Collie und so. Also wenn du dir jetzt, wie gesagt, so einen Arbeitshund holst oder auch einen Schäferhund damals noch und wenn du dir so einen richtig aktiven Hund holst, dann musst du den beschäftigen, damit der überhaupt irgendwie zur Ruhe kommen kann. Und das war natürlich nicht korrekt, das war natürlich nicht richtig, also das ist nicht meine Meinung aktuell.

Aber jetzt finde ich gerade, in meiner Bible gibt es diese Gegenbewegung. Diese Gegenbewegung, dass überall so extrem betont wird, dass der Hund ganz runter kommen muss und ganz zur Ruhe kommen muss und immer ganz ganz ruhig sein soll, niemals auffallen. In jedem Restaurant darf er nichts sagen. Er soll auf dem Spaziergang immer ganz entspannt und locker, ruhig laufen und er soll, wenn man nach Hause ist, immer schlafen und immer nichts tun und nicht einem hinterherlaufen und nicht nach irgendwas fragen und nicht selber aktiv werden und er soll immer schlafen, schlafen, schlafen, schlafen, schlafen. Ja, so. Und das ist an sich ja auch irgendwie richtig. Ja, also ich bin da ja gar nicht gegen. Ja, gerade weil man ein Arbeitshund hat, muss man ihm beibringen zu entspannen.

Ja, das ist ihm einfach von Natur aus nicht mitgegeben. Ihm mitgegeben ist arbeiten, arbeiten, arbeiten, arbeiten. Wenn du einen Arbeitshund dir kaufst, dann ist da in der Genetik drin, ich will arbeiten. Und wenn du fragst, willst du arbeiten? Ja. Immer noch ja. Immer noch ja. Immer noch ja. Das ist drin in der Genetik.

Aber kommst du jetzt auch mal runter und schläfst? Nein. Das ist nicht drin. Das heißt, der Hund muss das lernen. Das ist ihm nicht richtig mitgegeben. Der hat nicht von Anfang an gelernt, sich auch mal irgendwo hinzulegen und zu beobachten. Ja, so das heißt, irgendwie wie immer, ja, bewegt es sich so im Mittelbereich. Also die Technik mit, du musst deinen Hund auslasten, bis der nicht mehr laufen kann, ist für mich total unlogisch. Aber auch diese, du hast jetzt einen Arbeitshund, deswegen darf der jetzt nicht arbeiten, ist für mich total unlogisch.

Ja, so das erste Jahr darf der Hund nichts tun, damit er dann bloß nicht so hibbelig wird. Er darf sich nicht daran gewöhnen zu arbeiten, er darf nicht richtig, richtig schnell rennen, weil dann lernt er zu jagen. Also Horror. Wir haben Arbeitshunde. Warum hat man sich einen Arbeitshund geholt? Im besten Fall, weil man einen aktiven, immerbereiten Hund haben möchte, der abgeht wie Schmitzkatze. Einer, der sagt, ja arbeiten, den du fragst, komm, mach mal ein bisschen was, yes! Nicht den so, komm, wollen wir noch? Och, wirklich, wir waren heute schon draußen, es ist kalt und nass und bist du sicher? Ja, deswegen haben wir uns nicht diesen Hund geholt, mit dem wir Training machen, sondern wir wollten mit dem was erleben, wir wollen was machen, wir wollen aktiv sein. Ja Und nicht, weil er schön aussieht und immer ruhig auf dem Sofa liegen soll. Deswegen haben wir uns keinen Border Collie geholt.

Ich sage jetzt einfach immer Border Collie. Das stimmt natürlich nicht. Es gibt ja ganz viele aktive Hunde. Auch unter den Retrievern gibt es sehr aktive Hunde. Und unter den Jagdhunden, unter den Hütehunden. Herdenschutzhunde würde ich jetzt eher mehr so in die ruhige Ecke, aber eben weil die halt auch, die sollten nicht so viel Unruhe reinbringen. Und genau, das wollte ich einfach mal sagen. Also wir haben uns diese Hunde geholt, Ich mir übrigens auch, weil ich wollte, dass sie aktiv sind, weil ich will, dass sie wollen, weil ich will, dass sie wollen, sein, mitmachen, egal was ich mit denen mache, die sollen sagen ja.

Ja, Nur dann macht es mir auch richtig Spaß, wenn ich einen Hund überzeugen muss, ist das auch okay. Man muss manchen Hunden auch erstmal zeigen, wie die Welt funktionieren könnte, wofür es sich lohnen könnte und dann werden sie auch Feuer und Flamme. Aber das ist deswegen, weshalb ich mir eine Arbeitshund geholt habe oder mir diese Rasse ausgesucht habe. Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass sie nicht überdreht sein dürfen. Ja, also mit überdreht sein meine ich, dass sie halt nicht zur Ruhe kommen können, dass sie immer nachfragen, können wir was tun, können wir was tun, können wir was tun, immer rumlaufen, sich am Schwanz, im Schwanz drehen, also Sachen fangen, irgendwas, tja, Pete kaputt machen, was weiß ich. Ja, sie sollen halt auch nicht die ganze Zeit nur Hyper sein, sondern die Energie, die sie haben, muss in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Junge Hunde sollte man auf keinen Fall pushen, man weiß ja nicht, was noch kommt. Also wenn man jetzt zum Beispiel einen Hund hat, Man hat sich jetzt einen Arbeitshund geholt und der ist dann jetzt noch nicht so schnell.

Da hat man dann immer so, da muss ich dir mal ein bisschen zeigen, wie es schön ist. Nein, da kommt noch ganz viel. Aber man muss halt auch was mit ihnen tun und sie nicht dazu verdammen, Couch-Potatoes zu werden. Ich kaufe meinen Arbeitshund und da darf ich auf keinen Fall mit ihm arbeiten. Ich verstehe auch, woher das kommt, beziehungsweise vermute ich, woher es kommt. Das passiert mir genauso. Übrigens ja, ihr seid nicht alleine. Mir passiert das ganz genauso.

Man hat einfach Angst, was falsch zu machen. Ja, man hat sich jetzt den Hund geholt und hat Pläne, man möchte mit dem Hund ja auch trainieren und was machen und so weiter. Und man hat Angst, man hat Angst zu viel zu machen, dass man den Hund überfordert, dass er überdreht, weil man könnte ihn ja nicht aufpuschen und so. Oder auf der anderen Seite hat man Angst zu wenig zu machen. Oh, man hat jetzt die wichtige Phase verpasst. Ja, oh mein Gott, der wird das nie wieder lernen, weil ich habe genau in diesen drei Monaten hatte ich Zeit, dem Hund Fußarbeit beizubringen und jetzt ist es vorbei, alles ist kaputt. Ja, und das ist diese, diese Angst, die man hat, weil man nicht genau weiß Und ehrlich, an alle da draußen, keiner weiß es. Keiner weiß es.

Natürlich hast du Erfahrung. Wenn du jetzt den 20. Hund ausgebildet hast, hast du Erfahrung. Weil du halt sagen kannst, okay, der Hund war so, der Hund war so, der Hund war so, also schätze ich mal ein, der Hund ist so. Ist ja ganz klar. Umso mehr du etwas übst, umso besser wirst du. Aber trotzdem sind es Individuen und jeder macht Fehler und manchmal unterschätzt man was, überschätzt man was und auch professionelle Hundetrainer, sage ich mal, oder Menschen, die einfach viele Hunde schon ausgebildet haben, die haben auch Angst, was falsch zu machen. Oder gerade die, weil bei denen erwartet man ja, dass alles fluppt.

Ja, was für ein Druck. Auch wenn ich irgendwann mal wieder hoffentlich Working-Tests laufen kann, Dann habe ich natürlich auch totalen Druck. Ich meine mal, ja, ich erkläre ja allen, wie das läuft. Und dann funktioniert es bei mir nicht. Ja, also ich habe auch Angst, etwas falsch zu machen. Ich verstehe das total. Aber immer wenn ich das so rein, mich ragiere in das, oh mein Gott, aber könnte ich es denn so oder so und was ist, wenn das nicht ist und was ist, wenn das nicht ist? Atmen, erstmal entspannen, weil mit Druck geht es immer in die Hose, immer, glaub mir, egal was du tust, egal in welche Richtung du gehst und dann immer wieder an das Ding denken, Hunde sind genial. Hunde sind total genial.

Die sind mega coole Lebewesen. Die können alles nachholen. Manche Sozialisierungsphasen jetzt nicht, als sage ich mal, wenn sie in einem Keller groß werden und niemals Licht gesehen haben und so weiter, das ist eine andere Geschichte. Aber reden wir jetzt mal von unseren Luxusproblemen beim Dummy-Training, wenn man so Baustellen hat. Die können ausgebessert werden. Vielleicht nicht perfekt, vielleicht auch nicht immer. Vielleicht kommt es immer mal wieder vor und es poppt auf irgendwo. Aber es ist kein Drama.

Wir dürfen Fehler machen. Es ist okay. Wir dürfen uns natürlich auch ärgern, wenn wir einen Fehler machen. Aber ich sage mal so, wie sagt man mal so schön, Fehler sind Feedback. Du bekommst die Information, so geht es nicht. Also probierst du es anders. Deswegen, man darf sich von der Angst nicht lähmen lassen und mehr auf sich selber hören und auch auf seinen eigenen Bauch, auch wenn man noch nicht so viel Erfahrung hat. Und wenn wir jetzt mal die Angst außen vor lassen.

Also wir sagen, wir haben jetzt keine Angst davor, etwas falsch zu machen und wir haben keine Angst davor, etwas zu viel zu machen oder zu wenig, sondern wir gehen da jetzt einfach mal mit einer Buddha-Haltung an, Das Ganze und sagen, okay, was ist denn jetzt, sage ich mal wieder mal, der goldene Mittelweg? Ja, weil den Hund extrem auszulasten bringt nichts und den Hund nur in Ruhe zu halten bringt auch nichts, weil dann diese Energie des Hundes ist ja da, die kann man nicht durch Ruhe wegdenken oder wegschlafen, sondern der Hund. Das heißt, Auslastung muss gelernt werden, dabei aber nicht hochzudrehen. Also man muss eine Auslastung wählen für den Arbeitshund oder für den sehr aktiven Hund, die ihn aber gleichzeitig nicht hochdreht. Spoiler-Alarm, Bällchen werfen ist es nicht. Auf der anderen Seite muss die Ruhe gelernt werden. Also Ruhe muss gelernt werden, nicht sie auszuhalten, also Impulskontrolle, Bällchen werfen und nicht hinterher gehen. Nicht hinter Blättern hinterher gehen, nicht hinter anderen Hunden oder Katzen oder sonst etwas hinterher gehen. Nein, Ruhe lernen heißt runter zu kommen.

Sich selber beibringen, wie ich runter kommen kann. Genauso wie man als Mensch lernen kann, ich atme dreimal tief ein und wieder aus. Und dann merkt man, wie man ruhiger wird. Das Problem ist, das kann man unten leider nicht sagen. Das Schöne ist, dass Auslastung dabei helfen kann, zur Ruhe zu kommen. Auslastung kann helfen, dabei zur Ruhe zu kommen. Man muss nur die Richtige wählen. Ja, okay.

Also jetzt nochmal ganz kurz zum Ruhe lernen an sich. Das heißt, in meinen Augen kann Ruhe nicht erzwungen werden. Man kann erzwingen, dass der Hund sich nicht bewegt, aber das heißt nicht, dass er innerlich dadurch ruhig wird, weil das ist ein innerer Prozess. Man kann es leider nicht sagen. Also ich habe mal ein paar Beispiele aufgeschrieben. Zum Beispiel du hast ein hibbelndes Kind, Du sitzt im Kino, dein Kind sitzt neben dir und der Film spielt eine halbe, dreiviertel Stunde schon und dann fängt es an zu hibbeln. Also hoch, runter, hinsetzen, Beine hoch, Beine runter. Die Lehne wird umgestellt, irgendwas wird geholt, wird zurückgebracht.

Beine hoch, Beine runter. Also die ganze Zeit am Hibbeln. Und dann denkst du dir so, Mann, sei doch mal ruhig. Wir gucken doch hier gerade einen Film. Fokus nach vorne und sei doch mal ruhig. Nein, das geht nicht. Das kann gerade nicht ruhig sein. Es ist einfach hibbelig.

Es hat Energie im Körper. Es kann nicht entspannen. Oder Jugendlicher vom ersten Date. Warum bist du denn so schwitzig? Entspann dich doch einfach, es ist doch nur das erste Date deines Lebens. Oder auch, wenn man als Erwachsener mal eine Prüfung macht und seit 10, 20 Jahren noch niemals mehr vor einer Prüfung stand. Letztes Mal in der Schule. Und dann plötzlich muss man eine Prüfung machen. Da ist man aufgeregt.

Und da hilft es überhaupt gar nicht, wenn man dann hört, ja, bleib doch einfach mal locker. Das kann auch nicht so schwer sein. Das sind Prozesse, die man lernen muss. Und das, was ich auch immer denke an der Uni, wenn man da so viel lernt und lernt und lernt und so weiter. Das Hauptding, was du in der Uni lernst, also was ich zumindest an der Universität gelernt habe, ist, mich selbst zu organisieren und Deadlines einzuhalten und zur Ruhe zu kommen. Zu sagen, okay, kein Blackout, kein Blackout, nein, nein, nein, nein. Fokus, ich kann das. Und wenn ich es nicht kann, ist es auch nicht so schlimm.

Einfach machen. Einfach anfangen. Und dann wird es schon laufen. Dass man einen Prozess für sich selbst entwickelt, wie man runterfahren kann, wie man sagen kann, okay, ich kriege wieder einen klaren Kopf. Das muss man natürlich nicht an der Uni lernen. Das war bei mir nur der Fall, dass ich gedacht habe, okay, also ich habe in der Schule schon gelernt, wie man Prüfungen macht und so weiter, aber da war es halt einfach alles vorgegeben. Und an der Uni musst du dich selber einschreiben, musst du selber sagen, ich möchte die Prüfung machen, du musst es selber bestimmen, wann was und du musst dir selber einen Lehrplan machen. Also, was du wann lernst, damit du das alles in der vorgegebenen Zeit schaffst.

Oder auch nicht, also war ja auch egal, konntest du ja auch zwei Jahre später erst machen. Aber das geht halt nicht von heute auf morgen. Das dauert. Und genauso ist es bei Hunden. Hunden kann man nicht sagen, geh jetzt in Swings Haltung, weil dann ist der Hund nicht ruhig. Er liegt einfach nur und bewegt sich nicht. Das hat nichts mit innerer Ruhe zu tun. Sondern vorher musst du erstmal wissen, was du erwartest.

Was soll dein Hund tun, wenn er Ruhe lernen soll? Also, was soll er? Schlafen, das ist ein bisschen unspezifisch. Soll er im Tiefschlaf sein, ein bisschen schlafen? Soll er so tun, als wenn er schläft? Am Anfang ist das ganz ehrlich auch völlig isolosorisch. Wieso sollte ein Hund, der normal aktiv ist, plötzlich schlafen? Sondern wähle kleine Steps und keine spezifische Haltung, weil du weißt nicht, welche Haltung für deinen Hund angenehm ist zum Runterkommen. Als gutes Beispiel ist einfach so, dass auf der Decke zu bleiben. Aber ob der da sitzt, ob er steht, ob er liegt, ob er sich auf den Rücken dreht, einkringelt, was auch immer. Er soll einfach erstmal nur lernen, okay ich bleibe jetzt hier und es passiert nichts und dann merkt der Hund, okay es passiert ja nichts, es passiert ja nichts und dann kommt er langsam zur Ruhe und so weiter. Und das muss man dann bestätigen, ohne ihn wieder aufzuputschen. Du musst aber auch zum Beispiel ein Umfeld schaffen, dass dein Hund das lernen kann.

Also zum Beispiel nicht auf dem Sportplatz beginnen. Nicht an der Tennisballanlage oder whatever, wo immer du auch bist, wo es aufregend ist, sondern perfekt ist es, wenn du es in deinen Alltag einbaust, also dass du auch selber ruhig bist in diesen Momenten. Und ich sag mal so, Ich habe noch nie so viele Bücher gelesen wie zu Welpenzeiten, weil man sich dann ja neben den Kennel setzt, während der Hund da drin ist und dann liest und liest, wenn man da runterkommt und der Hund merkt, du bist da, aber nicht da. Also kopfmäßig bist du nicht beim Hund, aber du bist körperlich anwesend, dass sie das halt lernen. Und ihr kennt mich ja, ich liebe ja eine spezielle Übung, Ruhe zu lernen. Und das ist mit gezielter Bewegung für den Stressabbau. Weil das Problem ist, wenn man dieses Deckentraining macht, was ja total super ist, würde ich auch immer empfehlen, aber wenn der Hund dann einfach mal, er ist aufgeregt in der Situation, ja, und er kann nicht auf der Decke bleiben, weil er muss sich bewegen, er muss das loswerden, dieses Wuwuwuwu, ja, Und da muss ich jetzt einfach mal sagen, das Wort mit F, die Fußarbeit. Die ist einfach perfekt geeignet dafür, weil du kannst sie direkt steuern, weil wo du trainierst, bestimmst du.

Und du kannst auch jederzeit abbrechen, weil du bist direkt da. Dein Hund ist nicht 100 Meter entfernt und du sagst, Mist, jetzt müsste ich abbrechen, aber ich muss erst zum Hund hin und bis dahin hat er schon ganz viel anderes gelernt. Du kannst es verlängern, wenn es gut läuft. Du kannst sagen, okay, wir machen jetzt ein bisschen weiter, weil wir sind gerade gut drin. Und du bist super nah dran, das heißt, wenn dein Hund irgendeinen Blödsinn macht oder du merkst, das funktioniert doch nicht, dann ist er genau neben dir. Das heißt, du kannst direkt reagieren. Und gleichzeitig ist es auch noch für den Hund total einfach zu verstehen, weil es ist eine Position neben dir. Das ist total einfach.

Leinenführigkeit ist super schwierig, weil dass der Hund merkt, dass die Leine sich nicht spannt, ist schon sehr komplex gedacht für den Hund. Der Hund ist gerade am... Und dann zieht er so ein bisschen am Hals. Interessiert ihn doch nicht. Er schnüffelt ja gerade. Ist ja gerade spannend. Er ist gerade in seiner Geruchswelt. Aber nehmen die an einer Position zu sein.

Das ist super einfach. Hier, da, diese Position. Nicht vorne, nicht hinten, nicht seitlich. Nein, diese Position. Fertig, aus. Und falls du sagst, Mann, ein Fußarbeiter würde ich ja mal gerne mitmachen. Wir haben gerade die kostenlose Winter-Dummy-Challenge laufen, und zwar unter www.hundeschule-jagdfieber.de/winter kannst du dich anmelden. Und die läuft jetzt schon eine Weile, aber sie ist noch aktiv.

Das heißt, wenn du den Podcast gerade hörst, wenn er rauskommt, ich schicke dir jeden Tag eine kleine Motivation zur Fußarbeit. Und auch wenn du am letzten Tag erst mitmachst, wenn die anderen sozusagen für dich mitgearbeitet haben, Auch wenn du am letzten Tag erst mitmachst und einsteigst, kannst du die Aufgaben bekommen, die sich die gesamte Gruppe arbeitet. Also zusammen haben wir angefangen am 5. Januar die Fußarbeit jeden Tag zu üben und Dann wird unter dem Video alles erklärt unter www.hundeschule-jagdfieber.de Da wird erklärt, dass man dann unter einem Video die Minutenzahl postet und das rechnen wir intern zusammen. Und dann steigt ein Thermometer und wenn das Thermometer voll ist, dann gibt es Trainingsaufgaben für alle, die in der Challenge angemeldet sind. Also wenn du zum Beispiel in einem meiner Kurse bist, wenn du schon im Fußkurs bist oder wenn du im Team Jagdfieber bist oder im Welpenkurs bist oder egal wo du schon angemeldet bist, du musst dich nochmal extra anmelden bei der Winter Dummy Challenge, die Aufgaben zu bekommen. Weil nur die, die uns die E-Mail gegeben haben, denen schicken wir dann auch die E-Mail mit den Aufgaben. Ja, also ihr müsst euch anmelden.

Okay, also das ist sozusagen das große Ding für mich, wie der Hund lernen kann, runterzukommen. Und am Ende läuft ein Hund 10, 15 Minuten mit dir Fuß und fängt an, in so einen Rhythmus zu kommen. Es ist halt nicht mehr ein Fuß, Fuß, Fuß, Sondern wir laufen zusammen die ganze Zeit und es wird ein meditatives Erlebnis. Das ist für mich der Schlüssel, Ruhe in den Hund zu bekommen. Natürlich, wie gesagt, mit dem Alltag zusammen, dass man dem Hund auch Ruhe beibringt, dass man dem Hund auch ein bestimmtes Deckensignal beibringt oder auch zum Beispiel ein Ruhesignal für zu Hause und so weiter. Aber das ist so mein Ding, wo ich einfach sage, das hilft so enorm viel. Auch einfach im Alltag von A nach B zu kommen, Dass du halt nicht mehr ständig überlegen musst, komme ich jetzt an dem Hund da vorbei oder nicht. Nein, einfach Fußarbeit an und los.

Okay, also die Fußarbeit ist ja auch schon ein Teil der Auslastung. Wenn ihr mit eurem Hund Fußarbeit macht, ist das Auslastung. Der Hund muss darüber nachdenken, wo er hin soll, was er machen soll und so weiter. Das ist kopfmäßig eine Auslastung. Auslastung heißt nicht Wellchen werfen, Auslastung heißt nicht volle Kanne rennen, Sondern es heißt, dass der Hund mit dem Kopf beschäftigt ist. Und kleiner Hinweis, der Kopf wird am meisten beschäftigt, wenn die Nase wackelt. Das war natürlich rein plakativ. Also wenn die Nase arbeiten muss, dann wird der Kopf extrem ausgelastet.

Deswegen auch ein Grund für mich, Dummy-Training zu machen. Wenn man sich überlegt, man müsste ein, zwei Stunden spazieren gehen, den Hund rein körperlich auszulasten, also dass die Energie erstmal, sag ich mal, raus ist, also die ist ja nie richtig raus, aber dass man sagt, okay, der Hund hat jetzt seine Bewegung gehabt, bin ich viel zu faul zu. Ich mach lieber eine halbe Stunde Dummy-Training zwischendurch und dann kann ich das alles viel kürzen, weil der Hund völlig ausgelassen ist vom Hirn her. Okay, also was für eine Auslastung zahlt denn auf das Ruhekonto ein? Zum einen, erst mal, auch erleben ist Auslastung. Also wenn du die Straßenbahnen besuchst, den Baumarkt, den Stall, in Hamburg in der Innenstadt rumläufst. Egal. Alles was dein Hund erlebt, auch Hundeschule zum Beispiel oder Hundebegegnung und so weiter, Das ist schon Auslastung. Aber jetzt bitte nicht falsch verstehen, mit dem Hund auf den Hundespielplatz zu gehen, dort den Hund drei Stunden rennen lassen mit anderen Hunden und wieder weggehen, das ist keine Auslastung, das ist einfach nur, weiß ich auch nicht.

Das ist, ich weiß es nicht, Kindergarten, keine Ahnung, ja, das ist nicht das, was ich meine, sondern alles, was dein Hund erlebt, ist Auslastung. Zu Hause, Ruhe, nichts zu tun, das ist keine Auslastung. Ja, und auch einfach nur mit dem Hund Gassi gehen an kurzer Leine und einfach nur mit dem zu laufen ist auch keine Auslastung. Ja, er schnüffelt, aber er hat ja nichts zu tun. Es ist das langweiligste Leben der Welt. Ja, wer will das schon führen? Okay, was zahlt noch ein? Du musst kontrollieren, was die Heftigkeit angeht. Das heißt zum Beispiel, wenn man jetzt mal auf Dummy-Training geht, kein Gruppentraining, keine anderen Hunde, kein anderer Halter, der rumbrüllt, pfeift oder auch lobt und spielt und sich freut wie ein Keks. Ja, sondern das musst du kontrollieren, dass du eben nicht in eine Situation kommst, wo dein Hund so aufgeputscht wird von anderen rennenden Hunden.

Deswegen zum Beispiel gehe ich auch nicht mit einem jungen Hund zu einem Working-Test oder so, zum Gucken. Wieso sollte der da gucken? Kann nur Mist passieren. Vielleicht passiert ja nichts, dann hat man Glück gehabt. Aber ansonsten passiert auch nur Mist. Und dann auch, dass man sich überlegt, was kann man machen, was keine Impulskontrolle verlangt. Also es soll nichts geben, was den Impuls auslösen würde. Also kein Hinterherrennen, kein Werfen, nichts mit Geschwindigkeit. Also das zahlt, also nochmal richtig, weil diese doppelte Verneinung ist immer schlecht.

Es zahlt auf das Konto der Ruhe ein, wenn du eine Auslastung wählst, die auch ruhig ist und vor allem beim Hund keinen Impuls auslöst, hinterher rennen zu wollen. Das heißt, Dummy werfen und holen lassen, böbö, ganz böse, nie, nie, nicht machen. Also die Impulskontrolle darf gar nicht abgefragt werden. Es geht nicht darum, Steadyness-Training zu machen, sich zurückzuhalten, Impuls, dem Impuls nicht nachzugeben, Darum geht es nicht. Es geht ja darum, dass du eine Auslastung findest, die auf das Ruhekonto einzahlt. Und das zahlt nur ein, wenn dein Hund sich nicht zurücknehmen muss. Das heißt, die Auslastung selber macht den Hund ruhig. Wenn dein Hund dem Impuls nicht nachgeben darf, macht es ihn nicht ruhig, sondern angespannt, weil er wartet und sagt, gleich, gleich, gleich, gleich, gleich.

Impulskontrollübungen sind nicht für die Ruhe geeignet, weil sie nur kontrollieren, dass der Hund dem Impuls nicht nachgeht. Man muss die üben, ist ganz klar, aber die zahlen nicht aufs Ruhekonto ein. Okay, was zahlt denn jetzt richtig ein? Das heißt, kontrolliert, wie die Heftigkeit ist, also wo ihr das macht. Kontrolliert, ob der Hund nicht schon die Auslastung durch das eine Erleben von Sachen hat Und dann überlegt, was für Auslastung kann ich dem Hund geben, was den gesamten Körper fördert, aber vor allem jedoch die Nase. Das heißt nicht das Auge. Das Auge ist vor allem immer in Pulskontrolle. Abenteuerspaziergang, Geländehärte lernen, das ist spannend. Neue Gelände erforschen, die große Suche, wenn ihr schon ein bisschen weiter seid, wenn ihr nicht mehr am ganzen Start seid.

Fährten mache ich total gerne, aber jetzt rede ich nicht von der, wie nennt man das, Schutzhundfährte, mit Trittspuren und Trittsiegeln und sowas, das meine ich nicht, sondern sowas wie Schweißfährten, Also Schweiß ist Blut, aber ihr müsst kein Blut verwenden. Ich habe früher einfach mit Spielzeugen hinter mir hergezogen. Im Endeffekt ist er auch meiner Spur hinterher gegangen. Darum geht es gar nicht. Es geht einfach darum, dass der Hund lernt, dass er mit seiner Nase arbeiten kann, ohne vorher was gesehen zu haben. Weil natürlich war er im Auto, der Hund, und dann habe ich die Fährte gelegt, dann bin ich spazieren gegangen, eine Stunde später haben wir die Fährte gearbeitet und Indy war da, naja, was war der, vier Monate oder so? Und der hat das super gut gemacht. Na gut, Indy ist auch ein Nasenhund, muss man so sagen, aber vielleicht ist er auch gerade so ein Nasenhund, weil ich ihn dahin so gebracht habe. Aber da kann der Hund arbeiten, ruhig arbeiten, er muss nicht rennen dafür, er läuft einfach ganz normal, Nase unten, voll in seiner Geruchswelt und kann trotzdem etwas tun.

Das sind die Sachen, die auf das Ruhekonto einzahlen. Sachen, wo der Hund mit der Nase arbeiten muss und trotzdem ausgelastet ist, also Auslastung erfährt, aber nicht hochgepusht wird. Und wenn ihr das in Einklang bringt, also ihr macht Ruheübungen, ihr lasst den Hund zur Ruhe kommen zu Hause, gerade wenn er auch mal so ein Haschmich hat, dann lasst ihn auch mal ein Haschmich haben. Aber der Hund muss auch lernen, wie gesagt, entspannt zu sein zu Hause. Das ist vollkommen richtig. Er muss auch lernen, entspannt zu sein woanders und auch im Restaurant entspannt zu sein. Das ist alles richtig. Nur dieser Fokus auf die 100% perfekte Ruhe bei einem Hund, der eigentlich ein Arbeitshund ist, der dafür geboren wurde, 10 Stunden am Tag zu arbeiten und den Rest zu verpennen.

Das finde ich einfach unfair. Das finde ich pottenböse unfair gegenüber dem Hund. Und auch gegenüber dem Halter, weil der denkt, ich habe irgendwas falsch gemacht, weil mein Hund schläft nicht 22 Stunden am Tag. Der will auch mal was von mir. Oder fragt, dass wir was tun. Oh mein Gott, das ist ja ganz böse, das darf man ja gar nicht. Der darf ja gar nicht, der muss ja die ganze Zeit nur ruhig liegen und entspannen. Weil Sonst wird er ja ein Hektiker und ein Fieber und ein Schwanzbeißer.

Ja? Okay, ich schalte das mal kurz nochmal wieder ab. Genau, und diese Übung, die auf dieses Ruhekonto einzahlen, habe ich auch in dem Beginner-Dummy-Kurs zusammengetragen. Das ist ein Kurs, der nicht nur für Welpen ist, sondern vor allem für Beginner, das heißt egal welches Alter, der hat natürlich, ich sage mal, wenn du mit einem jungen Hund anfängst, ist der Hund ein Welpe. Das heißt, Du kannst mit dem Welpen auch diesen Kurs starten, aber wenn du jetzt später zum Dummy-Training kommst, kannst du damit auch starten. Und da geht es dann eben darum, dass es hier Alltagsübungen gibt und dass es Vorübungen gibt. Und dann erst geht es an die Trainingsaufgaben. Und dann startet man auch nicht mit Dummywerfen, sondern mit langsames Voranschicken, mit dem kleinen Suchenpfiff und der großen Suche und natürlich der Fußarbeit. Und den Plan und die Anleitung findet man dann alles in dem Kurs.

Da habe ich auch zwei, drei, vier, vier, glaube ich, vier Webinare noch mit reingepackt, zu was man gebrauchen kann, wie die Ausrüstung ist und wie oft man trainieren sollte, wann man trainieren sollte, was ist schnell, was ist zu langsam und so weiter. Wenn du dich da mal interessierst, dann guck einfach mal unter www.hundeschule-jagdfieber.de/dummykurs nach. Ja, okay. So, das war mein kleiner Rant und ich hoffe, ich hoffe, ich bin jetzt nicht eingebrochen in dem Eis, nochmal den Kreis zu schließen von heute Morgen, meine ich, vom Anfang dieses Podcastes. Und es gibt natürlich wieder eine Aufgabe auch zu dieser Episode, aber vor allem möchte ich dich nochmal auf die Winter Dummy Challenge hinweisen unter www.hundeschule-jagdfieber.de/winter. Da kannst du dich kostenlos anmelden und dann kriegst du die Motivation jeden Tag ein bisschen Fußarbeit zu machen und zu erleben wie dein Hund ruhiger wird. Ich verspreche es dir, mach einen Monat, zwei Monate jeden Tag Fußarbeit. Muss nur eine Minute sein.

Du wirst erleben, wie dein Hund ruhiger wird. Du siehst es richtig. Am besten machst du noch ein Video, aber du wirst es merken. Ja, okay. Und nochmal kurz ein Fazit der ganzen Geschichte. Es ist einfach wichtig, Ruhe zu trainieren, aber genauso wichtig ist es, Auslastung dem Hund erlebbar zu machen. Das heißt, dein Hund muss ausgelastet werden und muss Ruhe lernen. Beides muss Hand in Hand gehen.

Und es muss natürlich aber sinnvoll und strukturiert trainiert werden, ja, so dass die Auslastung auf das Ruhekonto einzahlt. Und es ist einfach unfair, einen Arbeitshund zu einem Couchpotato machen zu wollen oder auch anderen einzureden oder zu suggerieren, dass ein Arbeitshund ein Couchpotato sein muss. Nein, wenn dein Hund nicht zwei Monate ohne jegliche Arbeit auskommt, ohne am Rad zu drehen, ist er kaputt. Das ist einfach falsch. Finde ich nicht in Ordnung. Also mal ganz abgesehen davon, dass meine Hunde, die hätten damit kein Drama, also Indie zumindest, der ist dann eben nicht. So eine Phasen gibt es im Leben. Aber es ist kein Muss und es ist vor allem nicht, ein Hund ist kaputt, wenn er auch mal was will von dir.

Wir reden jetzt nicht von den extremen Hunden, die dich die ganze Zeit verfolgen und alle fünf Minuten irgendwas von dir wollen. Ja. Und deswegen versucht, den goldenen Mittelweg zu gehen, versucht, Auslastung zu nutzen, die Ruhekonto einzahlen, Ruhe zu trainieren, es aber auch alles nicht so zu übertreiben, sich zu entspannen, Spaß mit dem Hund zu haben. Deswegen habt ihr ihn euch geholt. Ihr habt euch keinen Hund geholt, mit ihm auf dem Sofa zu sitzen und wenn ja, dann habt ihr euch hoffentlich einen passenden Hund dazu ausgesucht, der gerne auf dem Sofa sitzt und sich wenig bewegt. Ist ja auch da und gibt super, also ganz tolle Hunde, die dazu passen. Und dann wünsche ich euch auf jeden Fall einen wunderschönen Tag oder Abend, wann immer ihr mich hört und knuddel deinen Hund vor mir auf der Couch, habt mit ihm Spaß beim Training und wir hören voneinander, gleiche Zeit, gleicher Ort. Bis dann, tschüss.


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Susanne

Gründerin der Hundeschule Jagdfieber

Seit über 10 Jahren bringe ich in der Hundeschule Jagdfieber Mensch-Hund-Teams das Dummytraining bei. 


Ich habe mich voll und ganz auf das Dummytraining spezialisiert und unterrichte es hauptsächlich online in meinen Kursen und dem Mitgliederbereich "Team Jagdfieber".


In meiner kostenlosen Trainingsgruppe Jagdfieber schicke ich dir jeden Freitag eine Mail mit Infos zum Podcast oder mit einer extra Trainingsaufgabe für dich zu Hause.


Es ist so ein toller Sport und möchte dich dabei begleiten, ihn zu verstehen und zu genießen.

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